„der thermale widerstand“ von Ferdinand Schmalz
Schauspielhaus Zürich, Foto: Raphael Hadad
„Wut“ von Elfriede Jelinek
Münchner Kammerspiele, Foto: Thomas Aurin
„europa verteidigen“ von Konstantin Küspert
ETA Hoffmann Theater Bamberg, Foto: Martin Kaufhold
„Vereinte Nationen“ von Clemens J. Setz
Nationaltheater Mannheim, Foto: Christian Kleiner
„Mädchen in Not“ von Anne Lepper
Nationaltheater Mannheim, Foto: Christian Kleiner
„Die Vernichtung“ von Olga Bach
Konzert Theater Bern, Foto: Birgit Hupfeld
„Empire“ von Milo Rau
IIPM, Foto: Marc Stephan

Elfriede Jelinek

Elfriede Jelinek / Foto: Jürgen BauerGeboren 1946 in Mürzzuschlag/Steiermark, aufgewachsen in Wien.
Elfriede Jelinek erhielt bereits früh eine umfassende musikalische Ausbildung. 1960 begann sie am Wiener Konservatorium Klavier und Komposition zu studieren, anschließend, nach dem Abitur 1964, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Wien. Nach Abbruch des Studiums 1967 begann sie zu schreiben und zählt mittlerweile zu den bedeutendsten deutschsprachigen Gegenwartsautor*innen. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Nobelpreis für Literatur 2004. Neben Theaterstücken verfasst Elfriede Jelinek auch Lyrik, Essays, Übersetzungen, Hörspiele, Drehbücher, Libretti und Romane.

Foto: Jürgen Bauer

Stücke
Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte oder Stützen der Gesellschaften UA 6.10.1979, Vereinigte Bühnen Graz / steirischer herbst, Regie: Kurt Josef Schildknecht
Clara S. Musikalische Tragödie UA 24.9.1982, Bühnen der Stadt Bonn, Regie: Hans Hollmann
Burgtheater UA 10.11.1985, Bühnen der Stadt Bonn, Regie: Horst Zankl – „Stücke `86“
Begierde und Fahrerlaubnis UA 20.9.1986, steirischer herbst Graz, Regie: Ulrike Ottinger
Krankheit oder moderne Frauen UA 12.2.1987, Schauspiel Bonn, Regie: Hans Hollmann – „Stücke `87“
Wolken.Heim UA 21.9.1988, Schauspiel Bonn, Regie: Hans Hoffer
Der Wald UA 18.5.1991, Theater im Künstlerhaus, Wien / Koproduktion der Wiener Festwochen mit der Staatsoper Stuttgart, Komposition: Olga Neuwirth / Regie: Brian Michaels
Unruhiges Wohnen UA 12.9.1991, ars electronica, Linz, Koproduktion mit dem Opernhaus Zürich
Totenauberg UA 18.9.1992, Burgtheater (Akademietheater) Wien, Regie: Manfred Karge – „Stücke `93“
Präsident Abendwind UA 20.11.1992, Tiroler Landestheater Innsbruck, Regie: Johanna Liebeneiner
Raststätte oder Sie machens alle UA 5.11.1994, Burgtheater Wien, Regie: Claus Peymann – „Stücke `95“ (Inszenierung Deutsches Schauspielhaus in Hamburg, Regie: Frank Castorf)
Stecken, Stab und Stangl UA 12.4.1996, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Regie: Thirza Bruncken – „Stücke `97“
Ein Sportstück UA 23.1.1998, Burgtheater Wien, Regie: Einar Schleef – Publikumsstimme der „Stücke `98“
er nicht als er UA 1.8.1998, Salzburger Festspiele in Koproduktion mit dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg, Regie: Jossi Wieler – „Stücke `99“
Bählamms Fest UA 19.6.1999, Sofiensäle Wien, Koproduktion der Wiener Festwochen mit der Opéra National du Rhine, Strasbourg/Mulhouse/Colmar, Komposition: Olga Neuwirth / Regie: Nicholas Broadhurst
Das Schweigen UA 27.5.2000, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Regie: Jossi Wieler
Das Lebewohl (Les Adieux) UA 9.12.2000, Berliner Ensemble, Regie: Ulrike Ottinger
Macht nichts UA 11.4.2001, Schauspielhaus Zürich, Regie: Jossi Wieler – Mülheimer Dramatikerpreis 2002
In den Alpen UA 5.10.2002, Münchner Kammerspiele in Koproduktion mit dem Schauspielhaus Zürich, Regie: Christoph Marthaler
Prinzessinnendramen Teil I-III UA 22.10.2002, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Regie: Laurent Chétouane – „Stücke `03“ (Inszenierung steirischer herbst / Schauspielhaus Graz, Regie: II: Marc von Henning, III: Ruedi Häusermann)
Prinzessinnendramen Teil IV-V UA 24.11.2002, Deutsches Theater Berlin, R: Hans Neuenfels
Das Werk UA 11.4.2003, Burgtheater Wien, Regie: Nicolas Stemann – Mülheimer Dramatikerpreis 2004
Bambiland UA 12.12.2003, Burgtheater Wien, Regie: Christoph Schlingensief
Babel UA 18.3.2005, Burgtheater Wien, Regie: Nicolas Stemann – „Stücke `06“
Ulrike Maria Stuart UA 28.10.2006, Thalia Theater Hamburg, Regie: Nicolas Stemann – „Stücke `07“
Über Tiere UA 4.5.2007, Burgtheater (Kasino) Wien, Regie: Ruedi Häusermann
Rechnitz (Der Würgeengel) UA 28.11.2008, Münchner Kammerspiele, Regie: Jossi Wieler – Mülheimer Dramatikerpreis 2009
Die Kontrakte des Kaufmanns UA 16.4.2009, Schauspiel Köln in Koproduktion mit dem Thalia Theater Hamburg, Regie: Nicolas Stemann – „Stücke 2010“
Abraumhalde UA 3.10.2009 als Teil von Lessings „Nathan der Weise“, Thalia Theater Hamburg, Regie: Nicolas Stemann
Winterreise UA 4.2.2011, Münchner Kammerspiele, Regie: Johan Simons – Mülheimer Dramatikerpreis 2011
Kein Licht. UA 30.9.2011, Schauspiel Köln, Regie: Karin Beier
FaustIn and out UA 9.3.2012, Schauspielhaus Zürich, R: Dušan David Parizek – „Stücke 2013“
Rein Gold Urlesung 1.7.2012, Prinzregentheater München, Regie: Nicolas Stemann
Die Straße. Die Stadt. Der Überfall. UA 27.10.2012, Münchner Kammerspiele, R: Johan Simons
Schatten UA 17.1.2013, Burgtheater im Akademietheater, Wien, Regie: Matthias Hartmann
Rein Gold UA 9.3.2014, Staatsoper unter den Linden Berlin, Regie: Nicolas Stemann
Aber sicher! UA 14.3.2013, Theater Bremen, Regie: Alexander Riemenschneider
Nach Nora UA 12.10.2013, Düsseldorfer Schauspielhaus, Regie: Dušan David Pařízek
Tod-krank.Doc UA 29.11.2013, Theater Bremen, Regie: Mirko Borscht
Die Schutzbefohlenen UA 23.5.2014, Theater der Welt, Mannheim, Koproduktion mit dem Thalia Theater Hamburg, Regie: Nicolas Stemann – „Stücke 2015“
Strahlende Verfolger UA 20.9.2014, Deutsches Schauspielhaus in Hamburg, R: Karin Beier
Das schweigende Mädchen UA 27.9.2014, Münchner Kammerspiele, Regie: Johan Simons
Wut UA 16.4.2016, Münchner Kammerspiele, Regie: Nicolas Stemann – „Stücke 2017“
Weitere Inszenierungen: Thalia Theater Hamburg, 16.9.2016, („Wut / Rage“), Regie: Sebastian Nübling / Staatstheater Darmstadt, 23.9.2016, Regie: Marcus Lobbes / neues theater Halle, 24.9.2016, Regie: Henriette Hörnigk / Zimmertheater Tübingen, 17.11.2016, Regie: Britta Schreiber / Stadttheater Klagenfurt, 5.1.2017, Regie: Marco Štorman
Das Licht im Kasten. (Straße? Stadt? Nicht mit mir!) UA 14.1.17, Düsseldorfer Schauspielhaus, Regie: Jan Philipp Gloger

Romane (Alle erschienen im Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg)
wir sind lockvögel baby, 1970
Michael. Ein Jugendbuch für die Infantilgesellschaft, 1972
Die Liebhaberinnen, 1975
Die Ausgesperrten, 1980
Die Klavierspielerin, 1983
Lust, 1989
Die Kinder der Toten, 1995
Gier, 2000
Neid, 2008

Essays (Auswahl)
kein licht am ende des tunnels – nachrichten über thomas pynchon, 1976
Ich möchte seicht sein, 1983
Ich schlage sozusagen mit der Axt drein, 1984
In den Waldheimen und auf den Haidern, 1986
Die Österreicher als Herren der Toten, 1992
Sinn egal. Körper zwecklos, 1997
Oh mein Papa, 2001
In Mediengewittern, 2003
Wir müssen weg, 2005
Im Verlassenen, 2008
Im Reich der Vergangenheit, 2009
Das Parasitärdrama, 2011
Textflächen, 2013
England. Ein Zusatz. Und ich hab doch immer nur was auszusetzen!, 2014/2015
Das Kommen, 2016

Auszeichnungen und Preise
1972/1973 Österreichisches Staatsstipendium für Literatur
1979 Drehbuchförderung des Bundesministers des Innern für das Exposé zum Drehbuch
Die Ausgesperrten (Projektförderung)
1986 Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln
1989 Preis der Stadt Wien für Literatur
1994 Walter Hasenclever-Preis der Stadt Aachen
1994 Peter-Weiss-Preis der Stadt Bochum
1998 Georg-Büchner-Preis
2002 Mülheimer Dramatikerpreis für Macht nichts
2004 Lessing-Preis für Kritik
2004 Mülheimer Dramatikerpreis für Das Werk
2004 Franz-Kafka-Literaturpreis (Prag/Tschechische Republik)
2004 Nobelpreis für Literatur (Stockholm/Schweden)
2007/2009 Dramatikerin des Jahres der Zeitschrift Theater heute
2009 Mülheimer Dramatikerpreis für Rechnitz (Der Würgeengel)
2011 Mülheimer Dramatikerpreis für Winterreise
2011 Deutschsprachiges Stück des Jahres in der Kritikerumfrage von Theater heute (Winterreise)
2013 Nestroy Autorenpreis für Schatten am Burgtheater im Akademietheater, Wien

www.elfriedejelinek.com


(Stand: Februar 2017)