Auf ein Gespräch mit 2019

... Max Adelmann

zum Thema
Neuere Entwicklungen in der rechtsextremen Szene im Ruhrgebiet und Umgebung

 

30. Oktober 2019
18:00 – 20:00 Uhr
Medienhaus
Synagogenplatz 3
45469 Mülheim
                                              

 

Welche Gruppen und Organisationen in der rechten Szene gibt es im Ruhrgebiet? Welche Entwicklungen lassen sich beobachten? Und welche Verbindungen haben diese Gruppen?
Diesen Fragen geht Max Adelmann, Sprecher des Anti-Rechts-Bündnisses "Essen stellt sich quer" in seinem Vortrag nach. Im Anschluss laden wir Sie ein mitzudiskutieren.

Adelmann: "Die Lage ist gefährlicher als noch vor wenigen Jahren. In den 1960ern hatten wir einen zeitlich befristeten Aufschwung der NPD, Anfang der 1990er gab es die Republikaner, danach war es lange ruhig. Mittlerweile zieht sich – nicht zuletzt wegen der AfD – ein Riss durch die Gesellschaft. Sprechchöre für Adolf Hitler und offen gezeigte Hitlergrüße, das war stets das große „Igitt!“ in der Gesellschaft und bei Demos überhaupt nicht denkbar. Chemnitz 2018 und andere Orte haben gezeigt: In Teilen der unzufriedenen Bevölkerung wird dies inzwischen akzeptiert. Chemnitz ist zwar nicht mit Essen oder dem Ruhrgebiet vergleichbar, aber wir merken auch, etwa in verschiedenen Diskussionsforen, dass bei politischen Themen immer ruppiger argumentiert wird."

Der parteilose Max Adelmann engagiert sich seit zehn Jahren im Anti-Rechts-Bündnis "Essen stellt sich quer" und gilt als profunder Kenner der rechten Szene des Ruhrgebietes.

 

... Prof. Dr. Klaus-Peter Hufer

zum Thema
Argumente gegen Stammtischparolen: Populismus aus der Mitte der Gesellschaft. Wie kann man kontern?

26. November 2019
18:00 - 20:00 Uhr
VHS Mülheim
Aktienstr. 45
45473 Mülheim

                                        

 

„Die Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg“, „Asylanten sind Sozialschmarotzer“, „Wer Arbeit will, der findet auch welche“, „Ausländer sind kriminell“, „Wegen der vielen Flüchtlinge kann sich keine Frau mehr auf die Straße trauen“ „Da sind doch alles nur Wirtschaftsflüchtlinge“ 

Stammtischparolen wie diese kommen meistens plötzlich und unerwartet, sie kommen aus der Mitte der Gesellschaft. Man fühlt sich überrumpelt, will reagieren, aber es fällt einem nichts Passendes ein. Was kann man sagen, was tun? Was steckt hinter diesen Parolen? Welches Weltbild wird mit ihnen transportiert? Haben sie eine Nähe zum Rechtsextremismus? Welche Argumente, Fakten und Informationen können den populistischen Parolen und Sprüchen entgegengesetzt werden?
Diese Fragen werden interaktiv in einem Vortrag und mit Bezug auf die Psychologie von Vorurteilen und die Ursachen und Erscheinungsformen von Rassismus, Rechtspopulismus und –extremismus beantwortet.

Prof. Dr. Klaus-Peter Hufer, an der Universität Duisburg-Essen tätiger Politologe und Erwachsenenbildner, hat ein Argumentationstraining gegen Stammtischparolen entwickelt. Es ist ein vielfach erprobtes, in Deutschland, Österreich und der Schweiz bekanntes Training gegen Populismus, Diskriminierung und Pauschalverunglimpfung.

 

Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht.

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