„Vereinte Nationen“ von Clemes J. Setz
Nationaltheater Mannheim, Foto: Christian Kleiner
„Mädchen in Not“ von Anne Lepper
Nationaltheater Mannheim, Foto: Christian Kleiner
„Die Vernichtung“ von Olga Bach
Konzert Theater Bern, Foto: Birgit Hupfeld
„der thermale widerstand“ von Ferdinand Schmalz
Schauspielhaus Zürich, Foto: Raphael Hadad
„Empire“ von Milo Rau
IIPM, Foto: Marc Stephan
„Wut“ von Elfriede Jelinek
Münchner Kammerspiele, Foto: Thomas Aurin
„europa verteidigen“ von Konstantin Küspert
ETA Hoffmann Theater Bamberg, Foto: Martin Kaufhold

ZwischenStücke

Damit die Zeit zwischen den „Stücken“ nicht zu lang wird, haben wir die Veranstaltungsreihe „ZwischenStücke“ ins Leben gerufen. Seit 2016 gibt es auch außerhalb der drei Festivalwochen Aufführungen und Lesungen von Gegenwartsdramatik.

Die Gastspiele ergänzen das während des Festivals gezeigte Programm um Inszenierungen aktueller Theatertexte von Autor*innen, die bereits mit anderen Stücken bei den Theatertagen vertreten waren – oder es künftig sein könnten – und stellen fremdsprachige Gegenwartsdramatiker*innen vor.

In den Lesungen lesen Dramatiker*innen nicht nur aus ihren Stücken, sondern gewähren auch Einblick in Texte aus anderen Genres, reflektieren ihr Schreiben oder bringen noch Unveröffentlichtes zu Gehör.

 

Lesungen
 

Thomas Melle: Die Welt im Rücken
Lesung

Donnerstag, 26. Januar, 19.30 Uhr, Stadtbibliothek Mülheim im MedienHaus

Thomas Melle / Foto: Dagmar Morath

Thomas Melle leidet seit vielen Jahren an der manisch-depressiven Erkrankung, auch bipolare Störung genannt. Nun erzählt er davon – präzise, schonungslos, berührend. Exzesse und Abstürze, rastloses Umherstreifen, psychotische Zerfaserung, das Verschleudern von Zeit, Kraft und Geld, Leere und Lähmung – kurz: Katastrophen über Katastrophen. Thomas Melles "Die Welt im Rücken" ist die fesselnde Chronik eines zerrissenen Lebens, ein autobiografisch radikales Werk von höchster literarischer Kraft. 
Eintritt frei

 

 

Laura de Weck: Politik und Liebe machen
Lesung

Donnerstag, 16. Februar, 19.30 Uhr, Stadtbibliothek Mülheim im MedienHaus

Foto von Patricia Weisskirchner

Laura de Wecks Kolumnen bringen in treffsicheren kleinen Dialogen große Themen auf den Punkt. Ob es um Familie, Frauenquote, Stadtentwicklung, Gender, digitales Leben, Migration oder Steuern geht – das politische beeinflusst das private Leben unweigerlich. Ein vielstimmiges Panorama zum aktuellen Leben, Lieben und Politisieren in der Schweiz und in Europa. 
Eintritt frei

 

 

 

 

 

 

 

Gastspiele
 

Martin Crimp: Die Stadt
Deutsch von Marius von Mayenburg
Gastspiel
Theaterhaus Jena
Sonntag, 22. Januar 2017, 18.00 Uhr, Theater an der Ruhr
Einführung, 17.30 Uhr, Foyer im Theater an der Ruhr 

Crimp: Die Stadt, Theaterhaus Jena / Foto: Joachim Dette

Martin Crimp, einer der erfolgreichsten britischen Autoren der Gegenwart, lässt in die Banalitäten des Alltags völlig unvermittelt Bilder von Extremsituationen, von irritierender Grausamkeit einbrechen. So wird die Beziehungsgeschichte eines Paares zum Psychothriller. Ein brillant geschriebenes Kammerspiel, das mit schwarzem Humor in die Abgründe einer bürgerlichen Familie blickt.

 

 

 

 

 

 

Bernhard Studlar: Die Ermüdeten oder Das Etwas, das wir sind
Gastspiel

Schauspiel Leipzig
Mittwoch, 15. Februar 2017, 19.30 Uhr, Theater an der Ruhr
Einführung, 19.00 Uhr, Foyer im Theater an der Ruhr 

Studlar: Die Ermüdeten, Schauspiel Leipzig / Foto: Rolf Arnold

Sie sind Nichtraucher, sie trinken Bio-Bier und sie bauen ihr Gemüse selbst an. Sie sind in der Mitte ihres Lebens angekommen. Und jetzt treffen sie sich endlich mal wieder, auf einer Party, mit ausnahmsweise auch mal alkoholischen Getränken. Zunächst noch in Smalltalks um ein anregendes Gespräch sich bemühend, werden doch schnell alle Hüllen fallen gelassen. Und es wird ganz böse. 

 

 

 

Ferdinand von Schirach: Terror
Gastspiel

Staatstheater Kassel
Samstag, 18. März 2017, 19.30 Uhr, Theater an der Ruhr

Schirach: Terror, Staatstheater Kassel / Foto: N.Klinger

Darf man töten, um noch mehr Tote zu verhindern? Diese Frage stellt Ferdinand von Schirach in seinem packenden Schulddrama. Eine Lufthansamaschine mit 164 Passagieren wird entführt. Terroristen sind im Begriff, das Flugzeug auf die Münchner Allianz-Arena mit knapp 70.000 Besuchern zu steuern. Ein Kampfflieger schießt das Flugzeug ab, alle Insassen und der Entführer sterben. Oder auch: 70.000 Menschen überleben. Der Pilot Lars Koch wird angeklagt wegen Mordes in 164 Fällen. Und das Publikum ist nicht mehr nur Zuschauer einer Theaterinszenierung, sondern Prozessbeobachter und Richter.

 

Jugendstücke

 

Kristo Šagor: Patricks Trick
Gastspiel

theaterkohlenpott Herne
Montag, 6. Februar, 11 Uhr, Theater an der Ruhr

Šagor: Patricks Trick, theaterkohlenpott Herne / Foto: Mischa Lorenz

Patrick ist elf Jahre alt und findet heraus, dass er einen Bruder bekommt! Aber wenn er es richtig verstanden hat, dann wird sein Bruder behindert sein und vielleicht nie sprechen können. Patrick hat eine Idee: Er will seinem Bruder das Sprechen beibringen. Doch dafür braucht er Hilfe.

Ab 10 Jahren


 

Das Gastspiel wird gefördert im Rahmen der Reihe „Junges Theater“ vom KULTURsekretariat NRW und dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.

 

 

Wolfgang Herrndorf: Bilder deiner großen Liebe
Bühnenfassung: Robert Koall
Gastspiel
Theater an der Parkaue, Berlin
Sonntag, 2. April 2017, 18 Uhr / Montag, 3. April 2017, 11 Uhr, Theater an der Ruhr

Herrndorf: Bilder deiner großen Liebe, Theater an der Parkaue / Foto: Christian Brachwitz

Isa ist nicht verrückt. Sie hat die Kraft. Sie ist die Herrscherin über das Universum. Mit dem Fingernagel schiebt sie die Sonne beiseite und macht das Eisentor auf. Sie läuft nachts. Sie läuft unter Schmerzen. Sie läuft strotzend vor Verlangen. Sie nimmt sich, was sie braucht: Choco Leibnitz, Selters und eine Waffe. Wolfgang Herrndorf schickt die Figur Isa aus seinem Erfolgsroman "Tschick" auf eine eigene Reise. Ein Spiel mit Grenzen, ein Tanz erfüllt von Träumen, ein Trip durch ihr Leben.

 Ab 14 Jahren

 

 

Veranstaltungsorte und Karten:

Die Lesungen finden in der Stadtbibliothek im MedienHaus statt.
Der Eintritt ist frei.
Stadtbibliothek im MedienHaus (3. Etage), Synagogenplatz 3, 45468 Mülheim an der Ruhr

Die Gastspiele sind im Theater an der Ruhr zu sehen.
Karten: 20,- / 8,- ermäßigt
Kartenreservierungen Tel: 0208  / 599 0188
Theater an der Ruhr, Akazienallee 61, 45478 Mülheim an der Ruhr
www.theater-an-der-ruhr.de 

Kartenvorverkauf

Bei allen AD-ticket-Vorverkaufsstellen, Hotline 0180-6050400 (0,20 € /Anruf,
Mobilfunkpreis max. 0,60 €)

In Mülheim

  • Touristinfo im MedienHaus, Synagogenplatz 3, Tel. 0208 - 960 960

Online

Eine Auflistung der Vorverkaufsstellen in Ihrer Nähe finden Sie hier: www.adticket.de/Vorverkaufsstellen.html (Extern)

Die „ZwischenStücke“ sind eine Kooperation der Mülheimer Theatertage NRW mit der Stadtbibliothek und dem Theater an der Ruhr.

 

Logo Theater an der Ruhr

 

 

 


 

Bisherige ZwischenStücke:

 

Rebekka Kricheldorf: Das Ding aus dem Meer
Gastspiel

Les Théâtres de la Ville de Luxembourg
Samstag, 30. Januar 2016, 19.30 Uhr, Theater an der Ruhr

Rebekka Kricheldorf, Das Ding aus dem Meer, Théâtres de la Ville de Luxembourg, Foto:

Kricheldorfs  "Das Ding aus dem Meer" ist eine gelungene Mixtur aus Katastrophenfilm und Boulevard-Stück: Fünf Übriggebliebene befinden sich auf einem Partyschiff, das rettungslos aufs Meer abgetrieben ist. Selbstbetrug und Scheinkonstrukte werden unbarmherzig entlarvt.
Die Autorin war bereits drei Mal zu den "Stücken" eingeladen, zuletzt 2015 mit "Homo Empathicus".
Eine Kooperation mit dem Theater an der Ruhr
Karten und weitere Informationen

 

Wolfram Lotz: Wolpertinger der Wirklichkeiten
Lesung

Dienstag, 16. Februar, 19.30 Uhr, Stadtbibliothek Mülheim im MedienHaus

Wolfram Lotz

Wolfram Lotz' Stück "Die lächerliche Finsternis" eröffnete grandios die letzten Theatertage und ist am 16. April in einer Jenaer Inszenierung hier zu sehen. Seine Lust am Erschaffen neuer Welten spricht auch aus den Sätzen, die er seinem für die Lesung titelgebenden Essay voranstellt: "IM THEATER IST NUR THEATER ECHT. (DAS IST ABER GAR NICHT SCHLIMM.)"
In Kooperation mit der Stadtbibliothek Mülheim
Eintritt frei


 

Marco Martinelli: WasserGeräusch
Gastspiel
bremer shakespeare company
Samstag, 20. Februar 2016, 19.30 Uhr, Theater an der Ruhr

WasserGeräusch  Bremer Shakespeare Company

Die albtraumhafte Szene des Monologdramas "Wassergeräusch" ist ganz nah an der Realität: Die ungelöste Flüchtlingsproblematik im Mittelmeer. Die Ästhetik von Text und Szene bilden eine eigene kraftvolle, dramatische Form. Sie sehen Martinellis Stück in der deutschsprachigen Erstaufführung.
Weitere Informationen

 

 

Nolte Decar: Das Tierreich
Gastspiel
Schauspiel Leipzig
Freitag, 4. März 2016, 19.30 Uhr, Theater an der Ruhr

Nolte Decar Das Tierreich Schauspiel Leipzig 3

Der erste Tag der Sommerferien. Im kleinen Bad Mersdorf vermisst Regine Hummel ihren Chinchilla, versucht sich Heiner Liliencron in Annäherungs- versuchen an Babet Müller, will die Schul- umbenennungs-AG demokratisch einen neuen Namen finden, bis… Das Autorenduo Nolte Decar blickt mit viel Witz auf die Zeit im Leben, in der die Grenze zwischen Jugend und Erwachsensein verschwimmt.
Weitere Informationen


 

Ewald Palmetshofer: Die Welt ist eine Zentrifuge
Lesung
Dienstag, 15. März 2016, 19.30 Uhr, Stadtbibliothek im MedienHaus

Ewald Palmetshofer / Foto: Reinhard Werner

Mit "die unverheiratete"  überzeugte Palmetshofer im vergangenen Jahr die Jury der "Stücke". Nun können Sie den Träger des Mülheimer Dramatikerpreises 2015 live auf einem Streifzug durch sein literarisches Schaffen begleiten. Palmetshofer liest Auszüge aus seinen bisherigen Theaterstücken, so auch aus dem jüngsten Werk „Edward II. Die Liebe bin ich“.
Eintritt frei
 

 

 

 

 

Felicia Zeller und Rigoletti: FRAUEN UND TECHNIK
Lese-Performance

Dienstag, 12. April, 19.30 Uhr, Stadtbibliothek Mülheim im MedienHaus

Zeller und Rigoletti The most unknown popstar / Foto: Marion Pfaus

Die Dramatikerin Felicia Zeller testet neues Material mithilfe ihres geliebten Stimmverzerrers und liest aus ihrem preisgekrönten Kurzprosaband "Einsam lehnen am Bekannten". Live-Lesung mit Live-Geräten featuring Rigoletti - The most unknown Popstar alias Marion Pfaus mit ihrem gnadenlos komischen Vortrag über "Frauen und Technik".

Eintritt frei

 

Näheres zu Felicia Zeller hier.
Fotos: Michael Kneffel
 

 

Wolfram Lotz: Die lächerliche Finsternis
Gastspiel

Theaterhaus Jena
Samstag, 16. April 2016, 19.30 Uhr, Theater an der Ruhr

Wolfram Lotz Die lächerliche Finsternis Theaterhaus Jena

Inspiriert von Joseph Conrads Novelle "Herz der Finsternis" und Francis Ford Coppolas Filmklassiker "Apocalypse Now", verschwimmen in Lotz' Text Realität und Imagination zu einem poetisch-komischen Albtraum. Er führt uns in die Unübersichtlichkeiten einer globalisierten Welt, in der am Ende doch jeder nur seinen eigenen Vorgarten kennt.
Weitere Informationen