Jens Raschke

Geboren 1970 in Darmstadt.
Nach dem Studium der Skandinavistik und Geschichte in Frankfurt am Main und Kiel arbeitete Jens Raschke als Dramaturg, u. a. am Schauspielhaus Kiel und am Theater am Neumarkt in Zürich sowie der Folkwang Universität der Künste in Essen. Seit 2003 gehört er zum Leitungsteam des internationalen Monodramafestivals Thespis in Kiel. Seit 2007 arbeitet er kontinuierlich als Autor, Dramaturg und Regisseur für das Theater im Werftpark, das Kinder- und Jugendtheater des Theaters Kiel, und ist als Kulturjournalist tätig. Jens Raschke lebt in Kiel.

 

 

 

Stücke

Ich bin etwas schief ins Leben gebaut UA 2008, Theater im Werftpark, Kiel, Regie: Jens Raschke

Einstein setzt Segel UA 18.7.2009, Theater im Werftpark, Kiel, Regie: Jens Raschke

Uns Siegfried UA 31.10.2010, Theater im Werftpark, Kiel, Regie: Jens Raschke

Jules Verne und die Geheimnisse von Kiel UA 28.5.2011, Theater im Werftpark, 
Kiel. Regie: Jens Raschke
wie geschmiert UA 3.7.2011, Theater im Werftpark, Kiel, Regie: Jens Raschke

Schlafen Fische? UA 29.1.2012, Theater im Werftpark Kiel, Regie: Jens Raschke – Mülheimer KinderStückePreis 2012
Die Märchen der Schwestern Grimm UA 25.11.2012, Theater im Werftpark, Kiel, Regie: Jens Raschke
Ich bin Kain UA 14.1.2016, Deutsches Nationaltheater Weimar, Regie: Jakob Fedler
Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute UA 30.4.2015, Deutsches Nationaltheater, Weimar, Regie: Swaantje Lena Kleff; ÖE 5.5.2015 Tiroler Landestheater, Innsbruck, Regie: Verena Schopper – „KinderStücke 2016“: Inszenierung des Theaters Osnabrück, Regie: Ramin Anaraki
Weitere Inszenierungen: Theater an der Rott, Eggenfelden, Regie: Markus Steinwender und Tiroler Landestheater, Innsbruck, Regie: Verena Schopper

 

Buchpublikationen

2007 Disco Extravaganza. Eine Reise ins Wunderland der sonderbaren Töne, Ventil-Verlag, Mainz

 

Auszeichnungen und Preise

2012 Mülheimer KinderStückePreis für Schlafen Fische?
2014 Niederländisch-Deutscher Kinder- und Jugenddramatikerpreis "Kaas & Kappes"
2014 Deutscher Kindertheaterpreis für Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute

 

(Stand: März 2016)

Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zaunes schaute

von Jens Raschke
Theater Osnabrück

Ein Zoo. Die Tiere darin führen ein unaufgeregt beschauliches Leben. Was auf der anderen Seite des Zauns passiert, kümmert sie nicht. Auch der plötzliche Tod des Nashorns ändert nichts daran, und über das Warum wird nicht lange gegrübelt. Erst die Ankunft eines neuen Mitbewohners, des jungen Bären, irritiert ihre fragile, heile Welt, als er sie mit unangenehmen Fragen konfrontiert. Woran ist da Nashorn gestorben? Wer sind die Gestreiften auf der anderen Seite des Zauns, die aussehen wie dünne Zebrawesen, aber auf zwei Beinen gehen? Und wer sind die Gestiefelten? Warum stinkt die Luft so unerträglich? Und ist das etwa der Grund, warum es hier keine Vögel gibt? Das sorgt bei den Zoobewohnern für allerhand Aufregung und der Pavian rät dem Bären, seine Neugier zu zügeln und sich nicht in die Angelegenheiten anderer einzumischen, da er sonst sein Leben und auch das der anderen Zoobewohner gefährde. Aber der Bär schafft es nicht wegzuschauen, und schließlich trifft er eine mutige Entscheidung.
Der historische Zoo im KZ Buchenwald lieferte Jens Raschke die Folie für sein Stück, in dem es ihm vor allem um dieses Weg- und Hinschauen geht. In Zeiten, in denen Zäune wieder unsere Realität bestimmen, ist dies eine hochaktuelle Parabel auf unsere Gesellschaft, die sich dringender denn je  positionieren muss. Es mahnt, uns nicht rauszuhalten sondern darüber nachzudenken, was wir auch im Kleinen tun können, Menschen in Not zu helfen.

Werner Mink

 

Premiere am 27. Februar 2016, Theater Osnabrück

 

Mit: Anja S. Gläser, Thomas Hofer, 
Marius Lamprecht

Regie: Ramin Anaraki
Bühne und Kostüm: Linda Schnabel
Dramaturgie: Maria Schneider 


Aufführungsdauer: 
Eine Stunde, keine Pause
Aufführungsrechte: Theaterstückverlag, München

Ab 10 Jahren

 

www.theater-osnabrueck.de

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Stück entstand mit Hilfe eines Arbeitsstipendiums der Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein.