George Tabori

1914 - 2007

Geboren 1914 in Budapest.
Nach der Matura begann George Tabori 1932 zunächst eine Hotelfachlehre in Berlin. 1933 verließ er aufgrund seiner jüdischen Herkunft Deutschland. Zunächst ging er zurück nach Budapest, 1935 emigrierte er schließlich zwanzigjährig nach London, wo er als Journalist, Übersetzer und zeitweise als Auslandskorrespondent tätig war. 1941 erhielt Tabori die britische Staatsbürgerschaft. Bis 1943 arbeitete er als Kriegsberichterstatter und als Offizier beim Nachrichtendienst. 1947 ging Tabori als Drehbuchautor in die USA, wo er mit vielen Exil-Schriftstellern aus Deutschland in Kontakt kam und sich immer mehr dem Theater zuwandte. 1955 debütierte er als Theaterregisseur mit einer Inszenierung von August Strindbergs Fräulein Julie. 1969 kehrte er nach Europa zurück und inszenierte, auch mit eigenen Ensembles, an renommierten Bühnen. Anfang der 90er Jahre gelangte George Tabori an das Burgtheater in Wien, wo er viele seiner Stücke inszenierte. 1999 wechselte er zum Berliner Ensemble. Tabori erhielt für sein Schaffen zahlreiche Preise, darunter 1992 den Georg-Büchner-Preis. Noch bis kurz vor seinem Tod 2007 war er am Berliner Ensemble tätig.

 

Stücke (Auswahl)

Die Kannibalen, DE 13.12.1969,  Schiller-Theater-Werkstatt Berlin, Regie: Martin Fried, George Tabori
Clowns, UA 02.05.1972, Zimmertheater Tübingen, Regie: George Tabori
Mutters Courage, UA 17.5.79 München, Kammerspiele
Jubiläum, UA 30.01.1983, Schauspielhaus Bochum, Inszenierung: George Tabori - Publikumsstimme und Mülheimer Dramatikerpreis 1983
Schuldig geboren, 1987
Mein Kampf, UA 30.04.1987, Theater Dortmund, Inszenierung: Guido Huonder - "Stücke 1988"
Weisman und Rotgesicht, UA 23.03.1990, Burgtheater Wien, Akademietheater, Inszenierung: George Tabori, Martin Fred - Publikumsstimme und Mülheimer Dramatikerpreis 1990
Der Babylon-Blues, UA 12.04.91 Wien, Burgtheater
Goldberg-Variationen, UA 22.06.1991, Burgtheater Wien, Akademietheater Wien - Publikumsstimme "stücke `92" (Theater Basel, Regie: Klaus Weise)
Requiem für einen Spion, UA 17.06.93, Wien, Akademietheater
Die 25. Stunde, UA 10.02.77 Haarlem, Centrum; DE 20.09.92, Düsseldorfer Schauspielhaus
Die Massenmörderin und ihre Freunde, UA 11.06.95 Wien, Akademietheater
Die Ballade vom Wiener Schnitzel, UA 29.3.1996 Akademietheater Wien
Letzte Nacht im September, UA 10.01.1997 Wien, Akademietheater
Die Brecht-Akte, 1999
Frühzeitiges Ableben, UA 22.01.01 Berlin, Berliner Ensemble
Gesegnete Mahlzeit, UA 10. Mai 2007, Ruhrfestspiele Recklinghausen in Koproduktion mit dem Berliner Ensemble

 

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

1955 British Academy Film Award
1976 Deutscher Kritikerpreis
1981 Bundesverdienstkreuz
1983 Mülheimer Dramatikerpreis für JUBILÄUM
1987 Ernst-Hoferichter-Preis
1988 Theaterpreis Berlin, Josef-Kainz-Medaille der Stadt Wien für herausragende Leistungen auf dem Theater
1992 Georg-Büchner-Preis
2001 Nestroy-Theaterpreis für das Lebenswerk
2005 Silbernes Blatt der Dramatiker-Union
2006 Der-Faust-Theaterpreis für sein Lebenswerk

 

Jubiläum

von George Tabori

Stücke 1983

Schauspielhaus Bochum
Leitung: Hermann Beil, Uwe Jens Jensen, Alfred Kirchner, Rolf Paulin, Claus Peymann

Arnold, ein Musiker: Stanley Walden
Lotte, seine Frau: Eleonore Zetzsche
Mitzi, ihre Nichte, Spastikerin: Ursula Höpfner
Otto, ein Friseur: Franz Boehm
Helmut, seine Frau: Wolfgang Feige
Jürgen, Helmuts Neffe: Klaus Fischer
Wumpf, ein Totengräber: Robert Giggenbach
Baggerführer: Werner Tönnieshoff
Taxifahrerin: Christel Spieß

Inszenierung: George Tabori
Bühnenbild und Kostüme: Kazuko Watanabe
Musik: Stanley Walden

Uraufführung am 30.01.1983 am Bochumer Schauspielhaus

Aufführungsrechte: G. Kiepenheuer Bühnenvertriebs GmbH Berlin

Aufführungsdauer: 2 Stunden – keine Pause


 

Tabori, George

Mein Kampf

von George Tabori

Stücke 1988

Theater Dortmund
Generalintendant: Horst Fechner
Schauspieldirektor: Guido Huonder

Schlomo Herzl: Claus-Dieter Clausnitzer
Lobkowitz: Günther Hüttmann
Hitler: Wolfgang Packhäuser
Gretchen: Ruth-Claire Lederle
Frau Tod: Felicitas Wolff
Her Himmlischst: Kurt Glockzin
Leopold: ***
Tagespenner, Tiroler Tölpel, Gendarmen: Christian Egbers, Stefan Egbers, Thomas Erbrich, Henrik Heerma, Jan Dirk Heerma, Dirk Michel, Ulrich Sahm, Jürgen Schwarz, Till Uhlenbruch, Frank Unruh
Mizzi: Ein Huhn

Inszenierung: Guido Huonder
Ausstattung: Gerd Herr
Musikalische Einrichtung: Heinrich Huber
Dramaturgie: Cornelia Walter

Uraufführung am 30. April 1987 Burgtheater Wien Akademietheater

Aufführungsdauer: ca. 3 Stunden/ Pause nach dem 3. Akt

Aufführungsrechte: Gustav Kiepenheuer Verlag Berlin



Tabori, George

Weisman und Rotgesicht

von George Tabori

Stücke 1990

Burgtheater Wien, Akademietheater
Direktion: Claus Peymann

Weisman: Michael Degen
Ruth, seine Tochter: Leslie Malton
Rotgesicht: Hans Christian Rudolph
Der Jäger: Karl Menrad

Inszenierung: George Tabori, Martin Fred
Bühne und Kostüme: Marietta Eggmann
Musikalische Einrichtung: Georg Wagner
Dramaturgie: Ursula Voss

Uraufführung am 23.03.1990, Burgtheater Wien
Aufführungsdauer: 1 1/2 Stunden
Aufführungsrechte: Gustav Kiepenheuer Bühnenvertriebs GmbH


 

Tabori, George

Goldberg-Variationen

von George Tabori

Stücke 1992

Theater Basel
Direktion: Frank Baumbauer

Mr. Jay, der Regisseur: Michael Wittenborn
Goldberg, sein Assistent: Bernhard Schütz
Mrs. Mopp, Putzfrau/ Superstar Ernestina van Veen: Deborah Epstein
Japhet (Sarah): Johannes Peyer
Masch (Abel, Schlange, Isaak): Marcus Mislin
Raamah (Kain, Engel, Abraham): Urs Bihler
Die Hell’s Angels
Das Goldene Kalb


Regie: Klaus Weise
Bühne: Martin Kukulies
Kostüme: Dorothea Wimmer
Musik: Klaus Balzer
Dramaturgie: Juliane Votteler

Premiere: 30. April 1992 Theater Basel

Uraufführung: 22. Juni 1991 Akademietheater Wien

Aufführungsrechte: Gustav Kiepenheuer Verlag, Berlin

Aufführungsdauer: 2 Stunden 50 Minuten



Tabori, George