Lutz Hübner

Lutz Hübner1964 in Heilbronn geboren.
1983/84 Studium der Germanistik, Philosophie und Soziologie in Münster
1986 Beginn  der Schauspielausbildung an der Hochschule des Saarlandes für Musik und
Theater in Saarbrücken
1990 - 1996  arbeitete Hübner als Schauspieler und Regisseur am Rheinischen Landestheater Neuss und dem Theater der Landeshauptstadt Magdeburg. Seit 1996 ist er freiberuflicher Schriftsteller und Regisseur in Berlin. Seine Stücke sind in über ein Dutzend Sprachen übersetzt worden und werden auf der ganzen Welt gespielt. Lutz Hübner lebt in Berlin.

2012 war Lutz Hübner als Autor bei den KinderStücken nominiert.

Theaterstücke (Auswahl)

Tränen der Heimat UA: 20.10.94, Künstlerclub Die Möwe Berlin, Regie: Lutz Hübner
Letzte Runde UA: 21.11.95, Theater der Landeshauptstadt Magdeburg, Regie: Lutz Hübner
Das Herz eines Boxers UA: 19.10.96, GRIPS Theater Berlin, Regie: Thomas Ahrens
Gretchen 89FF UA: 29.10.97, Baracke am Deutschen Theater Berlin, Regie: Bernd Rumpf
Alles Gute UA: 13.11.98, GRIPS Theater Berlin, Regie: Dietrich Lehmann
Herzmündung UA: 11.04.99, Staatstheater Mainz, Regie: Hartmut Wickert
Alles wird anders, alles wird gut UA: 27.11.99, Staatstheater Mainz, Regie: Katja Wolf
Oh, Theodora UA: 26.02.00, Theater der Landeshauptstadt Magdeburg, Regie: Lutz Hübner
Creeps UA: 01.04.00, Deutsches Schauspielhaus in Hamburg, Regie: Sabine Boss
Die Franklin Expedition UA: 15.09.00, Theater Bielefeld, Regie: Lutz Hübner
Der Maschinist (Oper) UA: 16.09.00, Oper Magdeburg / EXPO 2000, Hannover, Musik: Hans Schanderl
Don Quixote UA: 12.11.00, Staatstheater Hannover, Regie: Sebastian Nübling
Ausnahmezustand UA: 28.04.01, Deutsches Theater Göttingen, Regie: Heiko Senst
Wallenberg (Oper) UA: 05.05.01, Oper Dortmund, Musik: Erkki-Sven Tüür
Winner & Looser UA: 17.01.02, Staatstheater Hannover, Regie: Barbara Bürk
Leichen im Keller UA: 25.05.02, Stadttheater Gießen, Regie: Axel Richter
Einfache Freuden UA: 10.01.03, Prinzregent Theater Bochum / theater rampe Stuttgart, Regie: Werner Hahn
Scratch! UA: 27.09.03, Schauspielhaus Düsseldorf, Regie: Ulla Theißen
Nellie Goodbye UA: 02.11.03, Theater Hagen, Regie: Werner Hahn
Dramelotti UA: 22.11.03, theater rampe Stuttgart, Regie: Eva Hosemann
Bankenstück UA: 20.03.04, Maxim Gorki Theater Berlin, Regie: Volker Hesse
Der Maschinist UA: 03.10.04, Staatstheater Braunschweig, Regie: Thomas Goritzki
Hotel Paraiso UA 08.10.04, Staatstheater Hannover, Regie: Barbara Bürk
Gotteskrieger UA:03.05.05, Maxim Gorki Theater Berlin, Regie: Volker Hesse
Ehrensache UA: 10.12.05, Schauspiel Essen, Regie: Stephanie Sewella
Die letzte Show (Mitarbeit Sarah Nemitz) UA: 12.01.06, Ringuraufführung Schauspiel Hannover / Theater der Jugend Wien / Junges Schauspielhaus Düsseldorf, Regie: Lutz Hübner
Für alle das Beste (Mitarbeit Sarah Nemitz) UA: 29.09.06, Schauspiel Hannover, Regie: Barbara Bürk
Blütenträume (Mitarbeit Sarah Nemitz) UA: 16.09.07, Schauspiel Essen, Regie: Anselm Weber
Der Zauberer von Camelot UA: 28.10.07, Friedrichstadtpalast Berlin, Regie: Holger Hauer
Aussetzer (Mitarbeit Sarah Nemitz) UA: 09.11.07, Junges Staatstheater Hannover, Regie: Caroline Farke
Geisterfahrer (Mitarbeit Sarah Nemitz) UA: 21.09.08, Schauspiel Hannover, Regie: Barbara Bürk - „Stücke ´09“
Dream Team UA: 09.01.09, Schauspiel Essen, Regie: Katja Laucken
Nachtgeschichte UA:26.09.09, Schauspiel Essen, Regie: Anselm Weber
Frau Müller muss weg UA: 22.01.10, Staatsschauspiel Dresden, Regie: Barbara Bürk
Die Firma dankt (Mitarbeit Sarah Nemitz) UA: 27.01.11, Staatsschauspiel Dresden, Regie: Susanne Lietzow - „Stücke 2011“
Held Baltus (Mitarbeit Sarah Nemitz) UA: 15.09.11, GRIPS Theater, Berlin, Regie: Jörg Schwahlen - KinderStücke 2012“

 

Auszeichnungen (Auswahl)

1998 Deutscher Jugendtheaterpreis - für „Das Herz eines Boxers“
2008 Honorable Mention der ASSITEJ International
2010 Günther-Rühle-Preis - für „Eherensache“


Geisterfahrer

Szene aus Geisterfahrer von Lutz Hübner
von Lutz Hübner

Stücke 2009

 




Schauspiel Hannover

Uraufführung am 21. September 2008

Regie: Barbara Bürk
Bühne: Anke Grot
Kostüme: Irène Favre de Lucascaz
Musik: Clemens Sienknecht

Mit
Sabrina Ascacibar
Rosa Enskat
Christian Erdmann
Peter Knaack
Wolf List
Martina Struppek

Aufführungsrechte: Hartmann & Stauffacher Verlag, Köln


Szene aus Geisterfahrer von Lutz Hübner
Szene aus Geisterfahrer von Lutz Hübner

 

 

 

 

Fotos: Matthias Horn

 

Lutz Hübner

Lutz HübnerGeboren 1964 in Heilbronn.
1983/84 Studium der Germanistik, Philosophie und Soziologie in Münster
1986 Beginn  der Schauspielausbildung an der Hochschule des Saarlandes für Musik und
Theater in Saarbrücken
1990 - 1996  arbeitete Hübner als Schauspieler und Regisseur am Rheinischen Landestheater Neuss und dem Theater der Landeshauptstadt Magdeburg. Seit 1996 ist er freiberuflicher Schriftsteller und Regisseur in Berlin. Seine Stücke sind in über ein Dutzend Sprachen übersetzt worden und werden auf der ganzen Welt gespielt. Lutz Hübner lebt in Berlin.

 

Theaterstücke (Auswahl)

Tränen der Heimat UA: 20.10.1994, Künstlerclub Die Möwe Berlin, Regie: Lutz Hübner
Letzte Runde UA: 21.11.1995, Theater der Landeshauptstadt Magdeburg, Regie: Lutz Hübner
Das Herz eines Boxers UA: 19.10.1996, GRIPS Theater Berlin, Regie: Thomas Ahrens
Gretchen 89FF UA: 29.101997, Baracke am Deutschen Theater Berlin, Regie: Bernd Rumpf
Alles Gute UA: 13.11.1998, GRIPS Theater Berlin, Regie: Dietrich Lehmann
Herzmündung UA: 11.04.99, Staatstheater Mainz, Regie: Hartmut Wickert
Alles wird anders, alles wird gut UA: 27.11.1999, Staatstheater Mainz, Regie: Katja Wolf
Oh, Theodora UA: 26.02.2000, Theater der Landeshauptstadt Magdeburg, Regie: Lutz Hübner
Creeps UA: 01.04.00, Deutsches Schauspielhaus in Hamburg, Regie: Sabine Boss
Die Franklin Expedition UA: 15.09.2000, Theater Bielefeld, Regie: Lutz Hübner
Der Maschinist (Oper) UA: 16.09.2000, Oper Magdeburg / EXPO 2000, Hannover, Musik: Hans Schanderl
Don Quixote UA: 12.11.2000, Staatstheater Hannover, Regie: Sebastian Nübling
Ausnahmezustand UA: 28.04.2001, Deutsches Theater Göttingen, Regie: Heiko Senst
Wallenberg (Oper) UA: 05.05.2001, Oper Dortmund, Musik: Erkki-Sven Tüür
Winner & Looser UA: 17.01.2002, Staatstheater Hannover, Regie: Barbara Bürk
Leichen im Keller UA: 25.05.2002, Stadttheater Gießen, Regie: Axel Richter
Einfache Freuden UA: 10.01.2003, Prinzregent Theater Bochum / theater rampe Stuttgart, Regie: Werner Hahn
Scratch! UA: 27.09.2003, Schauspielhaus Düsseldorf, Regie: Ulla Theißen
Nellie Goodbye UA: 02.11.2003, Theater Hagen, Regie: Werner Hahn
Dramelotti UA: 22.11.2003, theater rampe Stuttgart, Regie: Eva Hosemann
Bankenstück UA: 20.03.2004, Maxim Gorki Theater Berlin, Regie: Volker Hesse
Der Maschinist UA: 03.10.2004, Staatstheater Braunschweig, Regie: Thomas Goritzki
Hotel Paraiso UA 08.10.2004, Staatstheater Hannover, Regie: Barbara Bürk
Gotteskrieger UA:03.05.2005, Maxim Gorki Theater Berlin, Regie: Volker Hesse
Ehrensache UA: 10.12.2005, Schauspiel Essen, Regie: Stephanie Sewella
Die letzte Show (Mitarbeit Sarah Nemitz) UA: 12.01.2006, Ringuraufführung Schauspiel Hannover / Theater der Jugend Wien / Junges Schauspielhaus Düsseldorf, Regie: Lutz Hübner
Für alle das Beste (Mitarbeit Sarah Nemitz) UA: 29.09.2006, Schauspiel Hannover, Regie: Barbara Bürk
Blütenträume (Mitarbeit Sarah Nemitz) UA: 16.09.2007, Schauspiel Essen, Regie: Anselm Weber
Der Zauberer von Camelot UA: 28.10.2007, Friedrichstadtpalast Berlin, Regie: Holger Hauer
Aussetzer (Mitarbeit Sarah Nemitz) UA: 09.11.2007, Junges Staatstheater Hannover, Regie: Caroline Farke
Geisterfahrer (Mitarbeit Sarah Nemitz) UA: 21.09.2008, Schauspiel Hannover, Regie: Barbara Bürk - „Stücke ´09“
Dream Team UA: 09.01.2009, Schauspiel Essen, Regie: Katja Laucken
Nachtgeschichte UA:26.09.2009, Schauspiel Essen, Regie: Anselm Weber
Frau Müller muss weg UA: 22.01.2010, Staatsschauspiel Dresden, Regie: Barbara Bürk
Die Firma dankt (Mitarbeit Sarah Nemitz) UA: 27.01.2011, Staatsschauspiel Dresden, Regie: Susanne Lietzow - „Stücke 2011“
Held Baltus (Mitarbeit Sarah Nemitz) UA: 15.09.2011, GRIPS Theater, Berlin, Regie: Jörg Schwahlen - KinderStücke 2012“

 

Preise, Auszeichnungen (Auswahl)

1998 Deutscher Jugendtheaterpreis - für „Das Herz eines Boxers“
2008 Honorable Mention der ASSITEJ International
2010 Günther-Rühle-Preis - für „Eherensache“

 

Stand: Mai 2012

Held Baltus

von Lutz Hübner, unter Mitarbeit von Sarah Nemitz
GRIPS Theater Berlin

Held Baltus„Ich male ihr so lange Bilder, bis sie wieder fröhlich ist.“ Das sagt
Baltus, 6 Jahre, zu Beginn des Stückes. Mit „sie“ meint er seine Single-Mutter, mit der seit einiger Zeit etwas nicht zu stimmen scheint. Was sich auch als Drohung lesen ließe, beschreibt in nur wenigen Worten ein ganzes Universum von Unglück, in dem sich beide befinden. Baltus versinkt in seinen Verlustängsten, seine Mutter fühlt sich durch die klammernde Zweisamkeit ausgesaugt und findet nur noch schwer Kontakt zur Außenwelt. In seiner Not sucht Baltus Rat bei Claire, der drei Jahre älteren Nachbarstochter. Sie redet Baltus ein, seine Mutter habe sich einen bösen Geist eingefangen, der ihr die gute Laune geklaut hat. Alsbald sieht Baltus nur noch Geister, überall. Auch der unerwartet auftauchende neue Freund der Mutter wird für ihn zu einem bösen Geist. Und den gilt es mit allen möglichen Mitteln zu vertreiben.

Lutz Hübner beschreibt in sehr witzigen und pointierten Dialogen den schwierigen Übergang aus einer symbiotischen Eltern-Kind Beziehung in eine mögliche Patchwork-Familie. Ein komplexes, subtiles und hochaktuelles Thema, das alle Beteiligten fordert und letztlich überfordert. Und so bleibt nicht aus, dass alle fast alles falsch machen und nichts zusammen geht. Doch das Scheitern birgt auch erste Lernschritte.
Lutz Hübner, der schon 2009 und 2011 bei den „Stücken“ in Mülheim vertreten war, hat mit „Held Baltus“ sein erstes Stück für Kinder geschrieben.
Werner Mink

Uraufführung am 15.09.2011, GRIPS Theater Berlin

Mit:
Claire: Alessa Kordeck
Elmar: René Schubert
Hanna: Regine Seidler
Baltus: Roland Wolf
am Piano: Burkhard Niggemeier

Regie: Jörg Schwahlen
Bühne und Kostüm: Anja Kerschkewicz, Eva Krämer
Musik: Burkhard Niggemeier
Dramaturgie: Winfried Tobias
Theaterpädagogik: Nora Hoch

Aufführungsdauer: 1 Stunde 20 Minuten, keine Pause
Aufführungsrechte: Hartmann & Stauffacher GmbH, Köln

Ab 6 Jahren

http://grips-theater.de

© David Baltzer/bildbuehne.de
Held Baltus / Foto: David Baltzer/bildbuehne.de
Held Baltus / Foto: David Baltzer/bildbuehne.de

Fotos: David Baltzer/bildbuehne.de

Die Firma dankt

Szene aus Die Firma dankt von Lutz Hübner
von Lutz Hübner

Stücke 2011

Staatsschauspiel Dresden
Stücke aus der Arbeitswelt haben, wen wundert’s, Konjunktur. Lutz Hübners Ökonomiekomödie „Die Firma dankt“ spitzt das Thema geschickt zu. Krusenstern, Leiter der Entwicklungs-abteilung, wird für ein Wochenende ins Gästehaus seiner Firma eingeladen. Als „Urlaub“ heißt es, dabei hat der Laden gerade einen neuen Chef bekommen – ohne dass Krusenstern das schon wüsste. Sandor heißt der neue Mann. Krusenstern ist Old Economy: pflichtbewusst, einsatzfreudig, strebsam. Sandor ist sprunghaft, weitgereist, kreativ, ein Messias des schnellen Geldes. Dazu kommen eine junge, hübsche und distanzlose Assistentin, der stromlinienförmige Personalchef, zuständig für die anfallende Drecksarbeit. Und die Personaltrainerin, die selbst bald unter die Räder kommen dürfte, das Damenopfer. Die Frau ist doch tatsächlich schon über vierzig.
Dass Krusenstern nach seiner Entlassung Sandor gehörig die Fresse poliert, versteht jeder. Identifikationspotential hat die Aufführung reichlich. Trotzdem ist Hübners Drama keine Schwarz-Weiß-Malerei. Sandor ist erstens nur eine Phantasie von Krusenstern, der Schlaf des Angestellten gebiert das Vorstandsungeheuer. Zweitens ist gar nicht so klar, wie die Sympathien verteilt sind. Das „mach dich mal locker“, das als Subtext permanent unter Sandors Ausführungen liegt, ist so falsch nicht. Hübner vergibt keine Zensuren und er liefert keine Klischees. Er ist der immer noch zu wenig geschätzte Vorreiter einer neuen, gesellschaftsbezogenen und lustigen Dramatik.
Peter Michalzik



Uraufführung am 27. Januar 2011 im Kleinen Haus 1

Regie: Susanne Lietzow
Dramaturgie: Felicitas Zürcher
Bühne: Aurel Lenfert
Kostüm: Marie Luise Lichtenthal
Musik: Gilbert Handler
Licht: Andreas Barkleit
Video: Petra Zöpnek


Mit
Christian Clauß
Thomas Eisen
Christine Hoppe
Philipp Lux
Ina Piontek



Aufführungsrechte: Hartmann & Stauffacher Verlag, Köln
Aufführungsdauer: 1 Stunde 45 Minuten, keine Pause


Szene aus Die Firma dankt von Lutz Hübner
Szene aus Die Firma dankt von Lutz Hübner

 

 

 

Fotos: David Baltzer

Hübner, Lutz