Volker Braun

Geboren 1939 in Dresden.
Volker Braun arbeitete nach dem Abitur von 1957 bis 1960 unter anderem als Druckerreiarbeiter in Dresden und absolvierte einen Facharbeiterlehrgang im Tagebau, bevor er an der Universität Leipzig ein vierjähriges Studium der Philosophie aufnahm. Bekannt wurde er durch seine ersten Gedichte Provokation für mich, bevor ihn Helene Weigel an das Berliner Ensemble holte, wo er als Dramaturg tätig war und 1972 sein Stück Der Kipper uraufgeführt wurde. Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings beschäftigte er sich zunehmend kritisch mit dem Leben im Sozialismus.
Im Anschluss an seine Tätigkeit am Berliner Ensemble wechselte er für ein paar Jahre an das Deutsche Theater Berlin, kehrte aber schließlich 1977 zurück und blieb dort als Hausautor bis 1990. Im selben Jahr veröffentlichte er sein berühmtes Gedicht Das Eigentum. Seine Arbeit umfasst Gedichte, Theaterstücke, Romane und Erzählungen.

Stücke (Auswahl)
Die Kipper
, UA 1972
Tinka, UA 29.05.1976, Karl-Marx-Stadt - "stücke `77" (Inszenierung Nationaltheater Mannheim, Regie: Jürgen Bosse)
Großer Frieden, UA 1979
Schmitten, UA 1982
Dmitri, UA 07.12.1982, Badisches Staatstheater Karlsruhe, Regie: Günter Ballhausen- "Stücke 1983"
Die Übergangsgesellschaft, UA 24.04.1987, Maxim Gorki Theater, Berlin, DDR, Regie: Thomas Langhoff - "stücke `88"
Nibelungen, UA 1986
Lenins Tod, UA 1988
Transit Europa. Der Ausflug der Toten, UA 1988
Iphigenie in Freiheit, UA 19.12.1992, Staatstheater Cottbus, Regie: Karlheinz Liefers - "stücke `93"

 Preise (Auswahl)
1980 Heinrich-Mann-Preis
1981 Lessing-Preis
1986 Bremer Literaturpreis
1988 Nationalpreis 1. Klasse
1989 Berliner Literaturpreis
1992 Schiller-Gedächtnispreis

(Stand 1993)