Katrin Lange

Geboren 1942 in Berlin.
Katrin Lange studierte Theaterwissenschaft und arbeitete als Dramaturgin und Regieassistentin in Chemnitz, Dresden und Berlin. Sie promovierte zu „Theater im Fernsehen“ und ist seit 1982 als freiberufliche Autorin und Journalistin tätig. Katrin Lange veröffentlicht Theaterstücke, Hörspiele und Drehbücher.

 

Theaterstücke (Auswahl)

Lisa, die Brandstifterin UA: 1990, Theater Stralsund im Scheele Haus
Das Mädchen Kiesel und der Hund UA: 14.05.1996, Theater an der Parkaue, Berlin, Regie: Marcelo Diaz
Die Frau vom Fischer und der Fischer selber UA: 12.10.2006, Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen, Regie: Lutz Gotter
Drachentod und Käsebrot UA: 09.09.2006, Wuwei-Theater, Frankfurt am Main, Regie: Antonia Brix
Ikar - zu Wasser, zu Lande, in der Luft UA: 2007, Theater der jungen Welt Leipzig, Regie: Jürgen Zielinski
Unterm hohem Himmel: Parzival UA: 2007, Junges Schauspielhaus Düsseldorf, Regie: Frank Panhans
Der Frieder und das Katherlieschen UA :2007, Theater Junge Generation Dresden, Regie: Annette Richter
Ich, Grete Beier, Mörderin. UA: 22.08.2008, Mittelsächsisches Theater Freiberg und Döbeln, Regie: Steffen Pietsch
Warn zwei Brüder einst in Sachsen UA: 25.06.2009, Schloss zu Altenburg, Regie: Lutz Gotter
Alice: Im Wunderland! UA: 12.02.2009, Junges Schauspielhaus Düsseldorf, Regie: Renat Safiullin - „KinderStücke 2010"
Der Teufel mit den drei goldenen Haaren UA: 27.02.2010, Theater Junge Generation Dresden, Regie: Phillippe Besson
Freund Till, genannt Eulenspiegel UA: 18.02.2012, Junges Staatstheater Braunschweig, Regie: Christopher Rüping - „KinderStücke 2012“
Lohengrin: Unterwegs mit Schwan! UA: 21.02.2013, Junges Schauspielhaus Düsseldorf, Regie: Dorothea Schroeder
Drei Haselnüsse für Aschenbrödel UA: 22.06.2013 Landesbühnen Sachsen Radebeul / Felsenbühne Rathen, Liedtexte: Edith Jeske, Musik: Thomas Zaufke, Regie: Manuel Schöbel  
Zaubermühle in der Mitarbeit von Gerd Bedszent UA: 21.02.2014, Schnawwl, Nationaltheater Mannheim, Regie: Rüdiger Pape - „KinderStücke 2015“
 

 

Buchpublikationen (Auswahl)

Drachentod und Käsebrot, trafo-Verlag Berlin 2006
Antike Vier Texte für Hörspiel und Theater, trafo-Verlag Berlin 2011
Zwerge und Kohlköpfe Vier Stücke nach Grimms Märchen, trafo-Verlag Berlin 2011

 

 

Hörspiel

Ikar - zu Wasser, zu Lande, in der Luft, Kinderhörspiel, Deutschlandradio Kultur 07.08.2011
 

 

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

1981, 1982 und 1985 DDR – Kinderhörspielpreis (Hörerpreis und Kritikerpreis)
1993 Baden-Württembergischer Jugendtheaterpreis für Vineta. Zweimal hin und
zurück

1997 Einladung zum Vierten Deutschen Kinder- und Jugendtheater-Treffen mit Das
Mädchen Kiesel und der Hund

2006 Nominierung für den Deutschen Kindertheaterpreis mit Ikar – zu Wasser, zu
Lande, in der Luft

2008 Deutscher Kindertheaterpreis für Unterm hohen Himmel: Parzival

 

Stand: März 2015

 

Alice: Im Wunderland!

von Katrin Lange
Junges Schauspielhaus Düsseldorf

 Sebastian Hoppe„Diese Geburtstagsparty ist nicht harmonisch: Karl sucht die Glotze, auch Ada und Mabel wollen fernsehen. Dann fordern sie lautstark 'Torte, Torte, Torte', und Alice soll gefälligst aufhören, ihr selbst komponiertes Lied für Willi zu singen.

Katrin Lange hat ihre 'Alice: Im Wunderland!' nach Motiven von Lewis Carroll in eine Rahmenhandlung eingepasst: Das Stück beginnt im Kinderzimmer und es endet dort. Alice ist bei Katrin Lange ein eigensinniges, phantasiebegabtes Kind, das mit Willis Stoffhasen durch einen Zauberspiegel ins Wunderland fällt. In beiden Welten, in der realen wie im Traum-Land, herrschen Eitelkeit, Fressgier und Neid. Der Streit um die Torte droht im Wunderland im Krieg zwischen Königin und Herzogin zu eskalieren. Alice soll diesen Krieg verhindern. Denn noch ist die Torte nicht fertig gebacken.

Katrin Lange fügt in ihrer sprachlich kraftvollen 'Alice' Themen und Motive der literarischen Vorlage zu einer bilderstarken Abenteuerreise. Das Thema Krieg und seine bedrohlichen Vorboten werden kontrastiert durch Komik und Nonsens. Ob man dem doppelten Frieden zum Schluss trauen darf?“
Nina Peters

Uraufführung am 12.02.2009, Junges Schaupielhaus Düsseldorf

Mit:
Tina Amon Amonsen, Sina Ebell, Till Frühwald, Insa Jebens, Friederike Linke, René Schubert, Alexander Steindorf, Mathias Haus (Musik)

Inszenierung: Renat Safiullin
Bühne und Kostüm: Ella Späte
Musik: Mathias Haus
Choreografie: Marcus Grolle
Dramaturgie: Stefan Fischer- Fels
Regieassistenz: Jörg Schwahlen

Aufführungsdauer: 1 Stunde 45 Minuten, eine Pause
Aufführungsrechte: Verlag Autorenagentur GmbH, Berlin

Ab 6 Jahren

www.junges-schauspielhaus.de

Fotos: Sebastian Hoppe

 

Freund Till, genannt Eulenspiegel

von Katrin Lange
Auftragswerk für das Junge Staatstheater Braunschweig

© Karl-Bernd Karwasz„Erzählt wird die Geschichte des jungen Till Eulenspiegel, der gemeinsam mit seinem Vater als Gaukler durch die Lande zieht. Eines Tages werden sie von einem Raubritter überfallen, der Till auf seine Burg verschleppt, wo er, unter Androhung lebenslangen Kerkers, Kriegsknechten mit Späßen die Langeweile vertreiben soll. In dieser Situation extremer Ausweglosigkeit und größter Verzweiflung über den tot geglaubten Vater gelingt es ihm immer wieder, sich mit Witz, Schläue und List zu behaupten. Er macht sich einen Spaß mit seinen Gegnern, indem er Worte wörtlich nimmt, er spielt sie geschickt gegeneinander aus und gaukelt ihnen etwas vor, wo nichts ist.

Wir erleben hier aber nicht den schillernden Spaßmacher, sondern eher einen kraftvoll derben, gar rebellischen, eher aus der Not und Notwehr heraus dunkel grundierten Till, der Mittel und Wege lernen muss, den Starken und deren Gewalt zu widerstehen.
Damit hat sich die Autorin Katrin Lange stärker am Volksbuch orientiert. Und sie verlegt mehrere der bekanntesten Eulenspiegel-Episoden in eine eigenständige Räubergeschichte. Mit Till hat sie einen jugendlichen Helden gefunden, der den Kindern durchaus Mut und Lust macht, clevere Strategien zu entwickeln, um sich in einer durchaus nicht immer heilen Welt erfolgreich zur Wehr zu setzen.“
Werner Mink

Uraufführung am 18.02.12, Junges Staatstheater Braunschweig

Mit:
Nella, Dienstmädchen: Nina El Karsheh
Klotz, Kriegsknecht: Holger Foest
Bock, Kriegsknecht: Alisa Levin
Der Herr Kunz, Raubritter: Marko Werner
Till, der Held: Martin Winkelmann
Claus, Tills Vater / Die Mama vom Herrn Kunz: Andreas Jäger

Regie: Christopher Rüping
Bühne: Jonathan Mertz
Kostüm: Linda Schnabel
Dramaturgie: Christoph Macha
Theaterpädagogik: Lisa Degenhardt, Jennifer Gaden

Aufführungsdauer: 1 Stunde 15 Minuten, keine Pause
Aufführungsrechte: Felix Bloch Erben GmbH & Co. KG, Berlin

Ab 6 Jahren

http://staatstheater-braunschweig.de

   

 

 

 

 

 

 
Fotos: Karl-Bernd Karwasz

 

Zaubermühle

von Katrin Lange
Mitarbeit: Gerd Bedszent
Als Auftragswerk für das Schnawwl, Nationaltheater Mannheim

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Muss man wirklich alles machen, nur weil man es kann? Und wenn schon: Wie macht man es dann? Wie lange wird es anderen und mir gut tun, wann und weshalb beginnt es zu zerstören?
Ob im Großen – in Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft – oder ganz privat für mich inmitten der Freunde und Liebsten: Aktueller könnten diese Fragen nicht sein. Heute nicht, gestern nicht, zu keiner Zeit. Katrin Lange und Gerd Bedszent entdecken das für uns im Kalevala, dem 180 Jahre alten Nationalepos der Finnen. Ein genialer Schmied baut eine Zaubermühle. Technisch ist ihm alles klar, menschlich leider noch gar nichts. Er lernt schmerzhaft, dass er an mehr zu denken hat, als nur an Amboss und Schmiedehammer. Was er geschaffen hat – ob Segen oder Katastrophe – das entscheidet sich nicht in der Schmiede, sondern erst, wenn es die Werkstatt verlässt. Selbst Wunderwerke haben es schwer, wenn sie auf Menschen treffen.
Nirgends hölzerne Warnung oder Belehrung, dafür aber ein aktionsreiches, gut gelauntes Plädoyer für Weitsicht und Verantwortung. Dicht und rhythmisch in der Sprache, komisch und selbstironisch in der Situation. Katrin Lange zeigt, warum sie seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Autorinnen des Kindertheaters zählt.
Oliver Bukowski
 

Uraufführung am 21.02.2014, Schnawwl, Nationaltheater Mannheim

Mit:
Das Eisen: Sebastian Brummer
Kullerwo, der Knecht: David Benito Garcia
Die Nordland-Herrin: Simone Oswald
Wainö, der Sänger: Cédric Pintarelli
Aino, die Nordland-Tochter: Helene Schmitt
Ilmar, der Schmied: Uwe Topmann


Regie: Rüdiger Pape
Bühne und Kostüm: Dietmar Teßmann
Musik: Sebastian Herzfeld
Dramaturgie: Anne Richter

Aufführungsdauer: 85 Minuten, keine Pause
Aufführungsrechte: Felix Bloch Erben, Berlin

Ab 9 Jahren

www.schnawwl.de

Katrin Lange im Interview über Ihr Stück "Zaubermühle".