Freund Till, genannt Eulenspiegel

Freund Till, genannt Eulenspiegel / Foto: Karl-Bernd Karwasz
6+
1 Stunde 15 Minuten, keine Pause



„Erzählt wird die Geschichte des jungen Till Eulenspiegel, der gemeinsam mit seinem Vater als Gaukler durch die Lande zieht. Eines Tages werden sie von einem Raubritter überfallen, der Till auf seine Burg verschleppt, wo er, unter Androhung lebenslangen Kerkers, Kriegsknechten mit Späßen die Langeweile vertreiben soll. In dieser Situation extremer Ausweglosigkeit und größter Verzweiflung über den tot geglaubten Vater gelingt es ihm immer wieder, sich mit Witz, Schläue und List zu behaupten. Er macht sich einen Spaß mit seinen Gegnern, indem er Worte wörtlich nimmt, er spielt sie geschickt gegeneinander aus und gaukelt ihnen etwas vor, wo nichts ist. Wir erleben hier aber nicht den schillernden Spaßmacher, sondern eher einen kraftvoll derben, gar rebellischen, eher aus der Not und Notwehr heraus dunkel grundierten Till, der Mittel und Wege lernen muss, den Starken und deren Gewalt zu widerstehen.
Damit hat sich die Autorin Katrin Lange stärker am Volksbuch orientiert. Und sie verlegt mehrere der bekanntesten Eulenspiegel-Episoden in eine eigenständige Räubergeschichte. Mit Till hat sie einen jugendlichen Helden gefunden, der den Kindern durchaus Mut und Lust macht, clevere Strategien zu entwickeln, um sich in einer durchaus nicht immer heilen Welt erfolgreich zur Wehr zu setzen.“
Werner Mink

Uraufführung: 
am 18.02.12

Mit:
Nella, Dienstmädchen: Nina El Karsheh
Klotz, Kriegsknecht: Holger Foest
Bock, Kriegsknecht: Alisa Levin
Der Herr Kunz, Raubritter: Marko Werner
Till, der Held: Martin Winkelmann
Claus, Tills Vater / Die Mama vom Herrn Kunz: Andreas Jäger
Regie: Christopher Rüping
Bühne: Jonathan Mertz
Kostüm: Linda Schnabel
Dramaturgie: Christoph Macha
Theaterpädagogik: Lisa Degenhardt, Jennifer Gaden

Auftragswerk für das Junge Staatstheater Braunschweig