Freund Till, genannt Eulenspiegel

von Katrin Lange
Auftragswerk für das Junge Staatstheater Braunschweig

© Karl-Bernd Karwasz„Erzählt wird die Geschichte des jungen Till Eulenspiegel, der gemeinsam mit seinem Vater als Gaukler durch die Lande zieht. Eines Tages werden sie von einem Raubritter überfallen, der Till auf seine Burg verschleppt, wo er, unter Androhung lebenslangen Kerkers, Kriegsknechten mit Späßen die Langeweile vertreiben soll. In dieser Situation extremer Ausweglosigkeit und größter Verzweiflung über den tot geglaubten Vater gelingt es ihm immer wieder, sich mit Witz, Schläue und List zu behaupten. Er macht sich einen Spaß mit seinen Gegnern, indem er Worte wörtlich nimmt, er spielt sie geschickt gegeneinander aus und gaukelt ihnen etwas vor, wo nichts ist.

Wir erleben hier aber nicht den schillernden Spaßmacher, sondern eher einen kraftvoll derben, gar rebellischen, eher aus der Not und Notwehr heraus dunkel grundierten Till, der Mittel und Wege lernen muss, den Starken und deren Gewalt zu widerstehen.
Damit hat sich die Autorin Katrin Lange stärker am Volksbuch orientiert. Und sie verlegt mehrere der bekanntesten Eulenspiegel-Episoden in eine eigenständige Räubergeschichte. Mit Till hat sie einen jugendlichen Helden gefunden, der den Kindern durchaus Mut und Lust macht, clevere Strategien zu entwickeln, um sich in einer durchaus nicht immer heilen Welt erfolgreich zur Wehr zu setzen.“
Werner Mink

Uraufführung am 18.02.12, Junges Staatstheater Braunschweig

Mit:
Nella, Dienstmädchen: Nina El Karsheh
Klotz, Kriegsknecht: Holger Foest
Bock, Kriegsknecht: Alisa Levin
Der Herr Kunz, Raubritter: Marko Werner
Till, der Held: Martin Winkelmann
Claus, Tills Vater / Die Mama vom Herrn Kunz: Andreas Jäger

Regie: Christopher Rüping
Bühne: Jonathan Mertz
Kostüm: Linda Schnabel
Dramaturgie: Christoph Macha
Theaterpädagogik: Lisa Degenhardt, Jennifer Gaden

Aufführungsdauer: 1 Stunde 15 Minuten, keine Pause
Aufführungsrechte: Felix Bloch Erben GmbH & Co. KG, Berlin

Ab 6 Jahren

http://staatstheater-braunschweig.de

   

 

 

 

 

 

 
Fotos: Karl-Bernd Karwasz

 

Katrin Lange

Geboren 1942 in Berlin.
Katrin Lange studierte Theaterwissenschaft und arbeitete als Dramaturgin und Regieassistentin in Chemnitz, Dresden und Berlin. Sie promovierte zu „Theater im Fernsehen“ und ist seit 1982 als freiberufliche Autorin und Journalistin tätig. Katrin Lange veröffentlicht Theaterstücke, Hörspiele und Drehbücher.

 

Theaterstücke (Auswahl)

Lisa, die Brandstifterin UA: 1990, Theater Stralsund im Scheele Haus
Das Mädchen Kiesel und der Hund UA: 14.05.1996, Theater an der Parkaue, Berlin, Regie: Marcelo Diaz
Die Frau vom Fischer und der Fischer selber UA: 12.10.2006, Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen, Regie: Lutz Gotter
Drachentod und Käsebrot UA: 09.09.2006, Wuwei-Theater, Frankfurt am Main, Regie: Antonia Brix
Ikar - zu Wasser, zu Lande, in der Luft UA: 2007, Theater der jungen Welt Leipzig, Regie: Jürgen Zielinski
Unterm hohem Himmel: Parzival UA: 2007, Junges Schauspielhaus Düsseldorf, Regie: Frank Panhans
Der Frieder und das Katherlieschen UA :2007, Theater Junge Generation Dresden, Regie: Annette Richter
Ich, Grete Beier, Mörderin. UA: 22.08.2008, Mittelsächsisches Theater Freiberg und Döbeln, Regie: Steffen Pietsch
Warn zwei Brüder einst in Sachsen UA: 25.06.2009, Schloss zu Altenburg, Regie: Lutz Gotter
Alice: Im Wunderland! UA: 12.02.2009, Junges Schauspielhaus Düsseldorf, Regie: Renat Safiullin - „KinderStücke 2010"
Der Teufel mit den drei goldenen Haaren UA: 27.02.2010, Theater Junge Generation Dresden, Regie: Phillippe Besson
Freund Till, genannt Eulenspiegel UA: 18.02.2012, Junges Staatstheater Braunschweig, Regie: Christopher Rüping - „KinderStücke 2012“
Lohengrin: Unterwegs mit Schwan! UA: 21.02.2013, Junges Schauspielhaus Düsseldorf, Regie: Dorothea Schroeder
Drei Haselnüsse für Aschenbrödel UA: 22.06.2013 Landesbühnen Sachsen Radebeul / Felsenbühne Rathen, Liedtexte: Edith Jeske, Musik: Thomas Zaufke, Regie: Manuel Schöbel  
Zaubermühle in der Mitarbeit von Gerd Bedszent UA: 21.02.2014, Schnawwl, Nationaltheater Mannheim, Regie: Rüdiger Pape - „KinderStücke 2015“
 

 

Buchpublikationen (Auswahl)

Drachentod und Käsebrot, trafo-Verlag Berlin 2006
Antike Vier Texte für Hörspiel und Theater, trafo-Verlag Berlin 2011
Zwerge und Kohlköpfe Vier Stücke nach Grimms Märchen, trafo-Verlag Berlin 2011

 

 

Hörspiel

Ikar - zu Wasser, zu Lande, in der Luft, Kinderhörspiel, Deutschlandradio Kultur 07.08.2011
 

 

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

1981, 1982 und 1985 DDR – Kinderhörspielpreis (Hörerpreis und Kritikerpreis)
1993 Baden-Württembergischer Jugendtheaterpreis für Vineta. Zweimal hin und
zurück

1997 Einladung zum Vierten Deutschen Kinder- und Jugendtheater-Treffen mit Das
Mädchen Kiesel und der Hund

2006 Nominierung für den Deutschen Kindertheaterpreis mit Ikar – zu Wasser, zu
Lande, in der Luft

2008 Deutscher Kindertheaterpreis für Unterm hohen Himmel: Parzival

 

Stand: März 2015