Simon Stone

Geboren 1984 in Basel.
Simon Stone studierte am Victoria College of the Arts der Universität von Melbourne. Anschließend arbeitete er als Theaterleiter, Autor und Schauspieler in Australien. 2007 gründete er die Theatergruppe The Hayloft Project, für die er klassische Theatertexte umschrieb. 2011 wurde er Hausregisseur am Belvoir Theatre in Sydney, wo er eine Adaption von Ibsens Wildente inszenierte. Mit dieser Inszenierung gastierte er 2012/13 in Europa. In der Folge wurde Stone von verschiedenen europäischen Theatern als Gastregisseur eingeladen. Seine erste Inszenierung im deutschsprachigen Raum war Die Orestie nach Aischylos am Theater Oberhausen (2014). 2015 drehte er den Film The Daughter, dessen Drehbuch auf der Wildente basiert. Von 2015 bis 2017 arbeitete Stone als Hausregisseur am Theater Basel. In dieser Zeit führte er auch erstmals Opernregie. So inszenierte er 2017 etwa Aribert Reimanns Oper Lear für die Salzburger Festspiele.

Stücke (Auswahl)
Bei allen Stücken handelt es sich um Überschreibungen bereits existierender Theatertexte. Regie führte stets Simon Stone selbst.
Orestie nach Aischylos UA 1.2.2014, Theater Oberhausen
John Gabriel Borkmann nach Henrik Ibsen UA 28.5.2015, Burgtheater im Akademietheater, Wien in Koproduktion mit den Wiener Festwochen und dem Theater Basel
Engel in Amerika nach Tony Kushner UA 23.10.2015, Theater Basel
Peer Gynt nach Henrik Ibsen UA 23.3.2016, Deutsches SchauSpielHaus Hamburg
Die tote Stadt nach Erich Wolfgang Korngold UA 17.9.2016, Theater Basel
Drei Schwestern nach Anton Tschechow UA 10.12.2016, Theater Basel
Lear nach Aribert Reimann UA 20.8.2017, Salzburger Festspiele
Hotel Strindberg nach August Strindberg UA 26.1.2018, Burgtheater Wien in Koproduktion mit dem Theater Basel – „Stücke 2018“

Filme
2013 The Turning – Reunion
2015 The Daughter (Drehbuch und Regie)

Auszeichnungen und Preise
2014 Ensemblepreis des NRW-Theatertreffens für Orestie
2015 Nestroy-Theaterpreis (Beste Regie) für John Gabriel Borkmann
2016 Nestroy-Theaterpreis (Beste deutschsprachige Aufführung) für Engel in Amerika
2016 Inszenierung des Jahres in der Kritikerumfrage von Theater heute (John Gabriel Borkmann)
2017 Stück des Jahres in der Kritikerumfrage von Theater heute (Drei Schwestern)