Claudia Grehn

Geboren 1982 in Wiesbaden.
Claudia Grehn studierte Russisch und Philosophie in Hamburg, Rostock und Berlin. Ab 2006 belegte sie den Studiengang Szenisches Schreiben an der UDK Berlin.

 

Stücke

Heimlich bestialisch – I can wait to love in heaven UA: 23.02.2008, Landestheater Tübingen, Regie: Dietrich Sagert
Ernte (mit Texten von Lena Müller) UA: 19.12.2010, Maxim Gorki Theater Berlin, Regie: Dominic Friedel
Reicht es nicht zu sagen ich will leben (gemeinsam mit Darja Stocker) UA: 30.06.2011, eine Koproduktion des Deutschen Nationaltheaters Weimar mit dem Schauspiel Leipzig, Regie: Nora Schlocker – „Stücke 2012“

Claudia Grehn wird vertreten durch den Verlag der Autoren, Frankfurt am Main.

 

Auszeichnungen

2007 Kleist-Förderpreis
2010 Förderpreis für neue Dramatik beim Stückemarkt der Berliner Festspiele

(Stand 2012)

 

Reicht es nicht zu sagen ich will leben

von Darja Stocker

Stücke 2012

Eine Koproduktion des Deutschen Nationaltheaters Weimar mit dem Schauspiel Leipzig

Für „Reicht es nicht zu sagen ich will leben“ haben Claudia Grehn (geb. 1982) und Darja Stocker (geb. 1983) Interviews mit Menschen aus Leipzig und Weimar geführt.
Aus dem Material haben die Autorinnen Figuren, Szenen und Dialoge entwickelt; der endgültige Stücktext entstand schließlich auf der Probe, gemeinsam mit Regisseurin Nora Schlocker und dem Ensemble.
Widerstand ist die thematische Klammer, die die knapp 30 Szenen des Stücks zusammen hält. Ein Mann verliert kurz vor der Pensionierung seinen Job und damit den Boden unter den Füßen,Stücke 2012: Hagen Ritschel in REICHT ES NICHT ZU SAGEN ICH WILL LEBEN von Claudia Grehn und Darja Stocker, eine Koproduktion des Deutschen Nationaltheaters Weimar mit dem Schauspiel Leipzig
er landet im Obdachlosenheim und deckt die Behörden mit aussichtslosen Klagen ein. Ein zorniger Gymnasiast schlägt einen Ausländer zusammen und wird aus Protest zum Penner.
Seine Mitschülerinnen verstehen ihn nicht, wissen aber selbst nicht so genau, wie sie ihre Unzufriedenheit zum Ausdruck bringen sollen. Eine arbeitslose Akademikerin unterstützt Asylwerber, die von den Behörden schikaniert werden oder von Abschiebung bedroht sind. Sie alle nehmen am Ende an einer Demonstration teil, bei der es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei kommt.
Stücke 2012: Im Vordergrund Linda Pöppel in REICHT ES NICHT ZU SAGEN ICH WILL LEBEN von Claudia Grehn und Darja Stocker, eine Koproduktion des Deutschen Nationaltheaters Weimar mit dem Schauspiel LeipzigAnders als in explizit dokumentarischen Theaterprojekten merkt man "Reicht es nicht zu sagen ich will leben" seinen Entstehungsprozess nicht an. Die Geschichten, die hier erzählt werden, hat zwar das Leben geschrieben. Grehn und Stocker aber haben sie zu einem Drama verdichtet. Sie zeichnen das Bild einer Gesellschaft, in der mit Wut immer auch Lebenswut gemeint ist.

Wolfgang Kralicek



Uraufführung am 30. Juni 2011 am DNT Weimar, e-werk


Regie: Nora Schlocker
Bühne: Steffi Wurster
Kostüme: Sanna Dembowski
Dramaturgie: Elisa Liepsch, Hans-Peter Frings, Johannes Kirsten


Mit
Jeanne Devos
Markus Fennert
Carolin Haupt
Linda Pöppel
Hagen Ritschel
Barbara Trommer


Aufführungsdauer: ca. 1 Stunde 45 Minuten, keine Pause
Aufführungsrechte: Verlag der Autoren, Frankfurt am Main / henschel SCHAUSPIEL Theaterverlag, Berlin

 

 

 

 

 

 

Fotos: Thomas Aurin

 

Stocker, Darja

Geboren 1983 in Zürich.
Seit 1998 erste literarische Prosa- und Theatertexte. Praktische Theatererfahrungen sammelt sie seit 2000 als Mitwirkende bei mehreren Inszenierungen am Theater an der Sihl in Zürich. Teilnahme an Schreib-Workshops, erste szenische Lesungen von dramatischen Texten.
2002 nimmt sie am Festival junger Dramatiker „Interplay“ im ungarischen Pécs teil. Aufführung des szenischen Versuchs „Koma" am Theater an der Sihl. 2003 Arbeit als Regieassistentin, Teilnahme am DramatikerInnentreffen der Bundesakademie Wolfenbüttel und am Autoren-Förderprojekt „Dramenprozessor" am Züricher Theater an der Winkelwiese.
Derzeit studiert Darja Stocker Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin.

Ihr Debütstück „Nachtblind“ entstand im Rahmen der Autorenwerkstatt „Dramenprozessor“ am Züricher Theater an der Winkelwiese.
Das Stück wurde auch als Hörbuch produziert (2006, Edition „Das Schweizer Radio DRS-Hörbuch“, Christoph Merian Verlag). 2011 Teilnahme am International Residency in London und am „Reveil“-Theaterfestival in Alexandria.

 

Stücke

Nachtblind UA: 18.03.2006, Theater an der Winkelwiese Zürich, Regie: Brigitta Soraperra – „Stücke ´07“ (Inszenierung des Thalia Theater Hamburg, Regie: Jette Steckel)
Zornig geboren UA: 03.06.2009, Maxim Gorki Theater Berlin / Ruhrfestspiele Recklinghausen, Regie: Armin Petras
Reicht es nicht zu sagen ich will leben (gemeinsam mit Claudia Grehn) UA: 30.06.2011, eine Koproduktion des Deutschen Nationaltheaters Weimar mit dem Schauspiel Leipzig, Regie: Nora Schlocker – „Stücke 2012“

Darja Stocker wird vertreten durch den henschel SCHAUSPIEL Theaterverlag, Berlin.
 

Preise

2005 Erster Preis des Heidelberger Stückemarktes für „Nachtblind“

(Stand 2012)

 

Grehn, Claudia