Eröffnungsrede Dagmar Mühlenfeld

Grußwort von Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld

Zum „StückeFest" der Mülheimer Theatertage

am Samstag, 19.05.07, 19.00 Uhr,

im Theater an der Ruhr

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Sehr geehrte Herren und Damen, liebe Freunde und Freundinnen der „Stücke" und des Theater an der Ruhr,

zum „Stücke-Fest" der 32. Mülheimer Theatertage NRW begrüße ich Sie alle sehr herzlich.

Unser ganz besonderer Willkommensgruß gilt dem Geschäftsführer der Ruhr2010 GmbH, Herrn Fritz Pleitgen. Wir freuen uns sehr, dass Sie heute bei uns sind.

Die „Stücke `07" begannen am vergangenen Samstag mit einer fulminanten Aufführung des Thalia Theaters mit „Ulrike Maria Stuart" von Elfriede Jelinek.

Neu war - und darauf sind wir besonders stolz, dass Martin Wuttke zur Eröffnung des Festivals einen Text des amtierenden Preisträgers René Pollesch in der Stadthalle präsentiert hat. Dies soll zur Tradition werden: Der amtierende Preisträger eröffnet mit einem eigens für Mülheim geschriebenen Text die "Stücke".

Also - seit einer Woche wird Mülheim mit dem Festival wieder zur Drehscheibe der aktuellen Gegenwartsdramatik für Autorinnen und Autoren, Theatermacher und natürlich für das Publikum. Ich bin sicher: Mit den acht ausgewählten Stücken ist für interessante und kontroverse Diskussionen über aktuelle Formen und Trends des Theaters ist sicher mit den acht Stücken gesorgt.

Heute treffen wir uns hier zum „Stücke-Fest" im Theater an der Ruhr und im wunderschönen Ambiente des Raffelbergparks und wollen miteinander feiern. Es erwartet uns dazu ein vielfältiges Theater-und Musikprogramm. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Dieses heutige Fest führt die beiden Theaterinstitutionen Mülheims -die „Stücke" und das Theater an der Ruhr- zusammen, beide haben unsere Stadt national und international bekannt gemacht und auf beide setzt die Stadt Mülheim auch im Hinblick auf das Jahr 2010 und die Kulturhauptstadt.

Wenn es um Mülheim als Theaterstadt geht, muss auch das Impulse-Festival mit den besten Off-Theatern unter der neuen Leitung von Tom Stromberg und Matthias von Hartz muss an dieser Stelle genannt werden. Diese Veranstaltung, die von Mülheim an der Ruhr ausgehend gemeinsam mit den Städten Bochum, Köln und Düsseldorf wieder ab Mitte November 2007 ausgerichtet wird, ist zu einem unverzichtbaren Bestandteil in der Theaterlandschaft geworden.

Nicht alles kann erwähnt werden, es würde den Rahmen sprengen, hier noch die vielen anderen Aktivitäten aus dem Theaterbereich aufzuzählen. An einem Beispiel möchte ich deutlich machen, wie wichtig wir in Mülheim das Theater nehmen und welchen Stellenwert wir ihm beimessen.

Es ist mir persönlich sehr wichtig, Impulse auch in der Schultheaterkultur zu setzen. Dies geschieht nun mit einem neuen Wettbewerb und einem dazu ausgelobten Preis. Um einen solchen Wettbewerb zu finanzieren, brauchten wir einen Unterstützer aus der Wirtschaft. Ich habe meine Projektidee deshalb im vergangenen Jahr an die Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft herangetragen und freue mich sehr über die Zusage, diesen Preis zu stiften.

Ich verspreche mir von dem neuen Schultheaterpreis zum einen natürlich zusätzliche Motivation für die Weiterentwicklung von etablierten jugendkulturellen Projekten in unserer Stadt, wie z. B. den Schultheatertagen, und zum anderen einen Anschub für die Theaterarbeit an den Schulen, denen oft die entsprechenden Budgets fehlen. Deshalb freue ich mich auch so sehr, dass es bereits in diesem Jahr losgehen kann und der Kulturbetrieb Mülheim an der Ruhr dieses neue Projekt der jugendkulturellen Bildung im Herbst 2007 an den Start geht.

Lassen Sie uns zum heutigen Ereignis zurückkehren.

In Zusammenarbeit zwischen dem Kunstmuseum Alte Post, dem Theater an der Ruhr und „Stücke `07" entstand eine Veranstaltungsreihe, die neben der Ausstellung KAVA KAVA eine deutschsprachige Erstaufführung und ein Symposium präsentiert. Gestern begann hier im Haus das dreitägige Symposium unter dem Titel „Facetten der Angst" mit Wissenschaftlern, Publizisten, Autoren und Künstlern.

Angst ist im Trend - "Die Angst ist am Zug" - "Das Unwohlsein wächst" - "Lebensgefühl Angst". Schlagzeilen wie diese zeugen von einer zunehmenden Verunsicherung, die in immer größeren Teilen der Gesellschaft zu finden ist. Die Ausstellung im Museum, das Symposium und die Aufführung „20. November" von Lars Norén mit Anne Tismer greifen das Phänomen Angst in sehr unterschiedlicher Art und Weise auf, um es im Spiegel verschiedener zeitgenössischer Positionen näher zu untersuchen.

Jetzt soll noch Dank gesagt werden und zwar all jenen, die zum Gelingen der Mülheimer Theatertage und des interessanten Rahmenprogramms beitragen:

  • den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
  • der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen
  • den heimischen Förderern, hier besonders der Leonhard-Stinnes-Stiftung
  • den Medienpartnern WDR und der TAZ

und den MitarbeiterInnen des Theater an der Ruhr sowie des Theaterbüros d. Kulturbetriebs hinter den Kulissen.

Ich wünsche uns in den nächsten Stunden anregende Gespräche und gute Unterhaltung bei den verschiedenen Theater- und Konzertangeboten.

 

Das Wort hat nun Fritz Pleitgen.

 

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