Kritik

Uniform des Ökosystems

Gleichzeitigkeit, Anonymität, Moral und Diskursverlagerung – in Enis Macis Stück Mitwisser verschwimmt die Grenze von Mitwisserschaft und Mittäterschaft. Bloggerin Emily Messing findet über die Kostüme Zugang zum Stück.

Vom Trabi zur Droschke

„Ich wollte die Welt sehen und landete in der Fabrik.“ Thomas Köcks atlas erzählt vom Leben zwischen den Welten in Ost und West. Für Blogger Daniel Weber ist es viel mehr noch ein einfühlsames Stück über die Bedeutung von Zeit und Raum und unseren Umgang mit Geschichte und Identität.

Die Putzfrau aus dem Jenseits

„Outsider Art ist immer herausfordernd“, so heißt es in Clemens Setz´ Stück Die Abweichung. Blog-Autorin Katrin Schlömer hat sich einen Abend lang die Geschichte der stillen Putzfrau Jennifer angeschaut, die am Ende doch eine Künstlerin der ganz besondere Art war.

Dieser Apfel ist faul

„Und siehe, die Welt ward aufgeteilt in zwei Blöcke, zwei Himmelsrichtungen, die sich gegenüberstanden“. Konstantin Küsperts Stück Der Westen hinterfragt Lebensstil, Politik und Freiheitsverständnis der westlichen Welt vor dem Hintergrund tatsächlicher und fiktiver Menschheitskatastrophen. Bloggerin Julia van Leuven über eine Inszenierung, die im Kopf bleibt – und im Ohr.

In den Spalt gefallen

„Man versteht seine eigenen Lügen nicht, wenn alle so schreien.“ – Elfriede Jelinek verdichtet Stimmen der #metoo-Debatte und verortet den Diskurs in die österreichische Skilandschaft. Bloggerin Lena Sophie Weyers hat hineingehört. 

Wortwitz gegen die Trauer

In Die größte Gemeinheit der Welt bereitet Dirk Laucke ernste Themen wie Trauer und Tod kindgerecht auf, ohne bloß zu bedrücken. Bloggerin Julia van Leuven sah die Düsseldorfer Inszenierung und war beeindruckt von fantasievoller Sprache und Filmeffekten, besonders aber von einer Heldin, die den Gemeinheiten des Alltags die Stirn bietet.

Mörder auf dem Tanzflor

Wolfram Höll bringt mit seinem Stück Disko essenzielle Fragen zur Flüchtlingspolitik auf die Tanzfläche. Nach der Leipziger Inszenierung von Ivan Panteleev bleibt Bloggerin Melis Içten noch lange ein Rauschen im Ohr.

Müller, Milchreis und Heidi

Dass der Begriff Heimat nicht eindeutig definierbar ist, erklärt Katja Hensel kindgerecht mit ihrem Stück Haydi! Heimat!. Anna Verena Freybott hat das Thema humorvoll auf die Bühne gebracht. Bloggerin Melis Içten beschäftigt allerdings die Frage, ob dafür unsinnige Klischees und Stereotypen wirklich nötig sind. 

Ohrfeigen für die Menschheit

Mit Sibylle Bergs Wonderland Ave. hat eine sarkastische Utopie die Mülheimer Stücke eröffnet. Bloggerin Clara Werdin fühlte sich in Ersan Mondtags Inszenierung wie in einem Museum, das Menschen wie Dinosaurier ausstellt. Aber was hat die Ära der Menschheit vorzuweisen?

Nachtschicht

Theaterkritiken sind heute oftmals schon am Morgen nach der Inszenierung online nachzulesen. Das bedeutet Nachtschicht für die Kritker*innen, also auch für unsere Blogger*innen. Anton Vichrov hat Madita Grundmann in einer dieser Nächte mit der Kamera begleitet, von den ersten Notizen bis zur letzten Zigarette. 

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