Die Autorin Nele Stuhler und der Regisseur FX Mayr haben gemeinsam eine Komödie entwickelt, die sich mit Gegensätzen beschäftigt – oder besser: eine Wortpartitur, die sich vom ganz grundsätzlichen „Ja – Nein“, „Hell – Dunkel“, „Da – Weg“ zu den Reizthemen der Gegenwart bewegt. Urkomisch, musikalisch und poetisch entwirft Nele Stuhler Wortreihen, welche die Untiefen des Alltags („Frühstücken oder nicht“) genauso befragen wie die ganz große Weltlage („Krieg oder nicht“). Drei Spieler*innen performen dieses Konzert der Bestimmungen („Ich – Du“), Aufteilungen („Bauch – Hirn“) und Beurteilungen („Cool – Uncool“). Sie ergänzen und widersprechen einander, assoziieren sich von der Großstadt zum Mikrobiom und führen das Bedürfnis nach ständiger Einordnung („Alles wird gut – Alles wird schlimmer“) ad absurdum. Geprobt wird dabei nichts weniger als der Dialog in seiner klarsten Form und seiner ganzen Schönheit.
Ein Jahr lang konnten Nele Stuhler und FX Mayr in der Mülheimer StückeWerkstatt zusammen einen Text erarbeiten. Ein Auszug daraus war bei den 47. Mülheimer Theatertagen zu sehen. Am 29. September 2024 wurde das Stück am Münchner Residenztheater uraufgeführt. Mit dem Gastspiel bei den 50. Mülheimer Theatertagen kehrt es an seinen Ursprungsort zurück.
Die Mülheimer StückeWerkstatt ist eine Kooperation der Mülheimer Theatertage mit uniT Graz.
Mit: Robert Dölle, Pia Händler, Myriam Schröder
Regie: FX Mayr
Bühne und Kostüme: Korbinian Schmidt
Musik: Hans Könnecke
Licht: Markus Schadel
Dramaturgie: Katrin Michaels, Ilja Mirsky