Preisträger 2003: Fritz Kater
 „zeit zu lieben zeit zu sterben“ - Thalia Theater Hamburg, Foto: Arno Declair
Preisträger 2010: Roland Schimmelpfennig
„Der goldene Drache“ - Burgtheater Wien, Foto: Reinhard Werner
Preisträger 2012: Peter Handke
„Immer noch Sturm“ - Thalia Theater Hamburg/Salzburger Festspiele, Foto: Armin Smailovic
Preisträger 2004: Elfriede Jelinek
 „Das Werk“ - Burgtheater im Akademietheater, Wien, Foto: Christian Brachwitz
Preisträger 2016: Wolfram Höll
„Drei sind wir“ - Schauspiel Leipzig, Foto: Rolf Arnold
Preisträger 2005: Lukas Bärfuss
„Der Bus (Das Zeug einer Heiligen)“ - Thalia Theater Hamburg, Foto: Arno Declair
Preisträger 2014: Wolfram Höll
„Und dann“ - Schauspiel Leipzig, Foto: Rolf Arnold
Preisträgerin 2008: Dea Loher
„Das letzte Feuer“ - Thalia Theater Hamburg, Foto: Arno Declair
Preisträgerin 2011: Elfriede Jelinek
„Winterreise“ - Münchner Kammerspiele, Foto: Julian Röder
Preisträger 2002: Elfriede Jelinek
„Macht Nichts“ - Schauspielhaus Zürich, Foto: Leonard Zubler
Preisträgerin 2013: Katja Brunner
„Von den Beinen zu kurz“ - Schauspiel Hannover, Foto: Katrin Ribbe
Preisträgerin 2009: Elfriede Jelinek
„Rechnitz (Der Würgeengel)“ - Münchner Kammerspiele, Foto: Arno Declair
Preisträger 2007: Helgard Haug & Daniel Wetzel, Rimini Protokoll
„Karl Marx: Das Kapital, Erster Band“ - Düsseldorfer Schauspielhaus, Foto: Sebastian Hoppe
Preisträgerin 2017: Anne Lepper
„Mädchen in Not“ - Nationaltheater Mannheim, Foto: Christian Kleiner
Preisträger 2006: René Pollesch
„Cappuccetto Rosso“ - Volksbühne Berlin/Salzburger Festspiele, Foto: Thomas Aurin
Preisträger 2015: Ewald Palmetshofer
„die unverheiratete“ - Burgtheater im Akademietheater, Wien, Foto: Georg Soulek

zeit zu lieben zeit zu sterben

Szene aus zeit zu lieben zeit zu sterben von Fritz Kater
von Fritz Kater

Stücke 2003

 

 

 

 


Thalia Theater Hamburg
Intendant: Prof. Ulrich Khuon

Frei nach Motiven des Films "Time stands still" von Péter Gothár.
Für Jimmi Dean und die anderen ohne Vater


A: EINE JUGEND/EIN CHOR
Leila Abdullah, Fritzi Haberlandt, Peter Jordan, Peter Kurth, Hans Löw, Milan Peschel, Verena Reichhardt

B: EIN ALTER FILM/DIE GRUPPE
Verena Reichhardt: Mutter / Studentin / Yvonne
Peter Kurth: Vater / Onkel Breuer / Dirk
Hans Löw: Peter
Peter Jordan: Ralf, sein Bruder / Herr Bühring-Uhle, Sportlehrer und Direktor
Leila Abdullah: Jolanta, die Lehrerin / Ina
Milan Peschel: Milan, Jolantas Mann / Hagen
Fritzi Haberlandt: Adriana


C: EINE LIEBE
ZWEI MENSCHEN/GRUPPE-CHOR SIND VERSCHWUNDEN ODER SIE KÖNNEN NICHT MEHR

Fritzi Haberlandt - Frau
Milan Peschel - Mann


Regie: Armin Petras
Bühne und Kostüme: Bernd Schneider
Dramaturgie: Juliane Koepp
Regieassistenz: Christian Schuierer


Premiere am 19. September 2002, Thalia an der Gaußstraße.
Aufführungsdauer: 2 3/4 Stunden, eine Pause



Szene aus zeit zu lieben zeit zu sterben von Fritz Kater
Szene aus zeit zu lieben zeit zu sterben von Fritz Kater

 

 

 

 

 

Fritz Kater

Geboren 1966 in Bad Kleinen (Mecklenburg-Vorpommern).
Umzug nach Ost-Berlin, Abitur, anschließend Wehrdienst in der NVA. Lehre als Fernsehmechaniker. Arbeit mit freien Theatergruppen im kirchlichen Bereich. 1987 Ausreise in die BRD. Gelegenheitsarbeiten als Kellner, Regieassistent, Taxifahrer in Bayern. Erste Schreibversuche. 1990 Rückkehr nach Berlin. Ständiger Mitarbeiter einer Firma für Design-Controlling in Berlin-Moabit. Seit 1990 schreibt Fritz Kater Stücke. Verheiratet, drei Kinder.
Weiterhin nicht zu verwechseln mit: Armin Petras, geboren 1964 in Meschede, 1969 mit seinen Eltern in die DDR übergesiedelt. 1985-1987 Regie-Studium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. 1987 inszeniert er in Nordhausen Wolokolamsker Chaussee 1-3 von Heiner Müller. 1988 Ausreise in die BRD. Inszenierungen u. a. in Frankfurt/Oder, München, Chemnitz, Magdeburg, Leipzig, Mannheim, Rostock, Berlin, Hannover und Hamburg. 1996-1999 Oberspielleiter in Nordhausen sowie Hausregisseur am Schauspiel Leipzig, 1999-2001 Schauspieldirektor am Staatstheater Kassel. 2002-2006 fester Regisseur am Schauspiel Frankfurt. 2006-2013 Intendant am Maxim Gorki Theater in Berlin, seit 2013 Intendant des Schauspiels am Staatstheater Stuttgart.

 

Stücke

Ejakulat aus Stacheldraht II UA 31.10.1993, Kleist Theater Frankfurt/Oder, Regie: Armin Petras
Krieg, Böse III UA 28.10.1994, Kleist Theater Frankfurt/Oder, Regie: Armin Petras
Bloss weil dich irgend ein Typ mit Sperma bedeckte und dich dann zurückwies oder meine kleine Wolokolamsker Chaussee 6, UA 7.12.1996, Theater Nordhausen, Regie: Armin Petras
Keiner weiß mehr 2 oder Martin Kippenberger ist nicht tot, UA 16.1.1998,
Theater Nordhausen, Regie: Armin Petras
Vineta (Oderwassersucht) UA 18.5.2001, Schauspiel Leipzig, Regie: Markus Dietz
Fight City. Vineta, Inszenierung des Thalia Theater, Hamburg, R: Armin Petras - „Stücke 2002“
zeit zu lieben zeit zu sterben UA 19.9.2002, Thalia Theater, Hamburg, Regie: Armin Petras – Mülheimer Dramatikerpreis 2003
Nietzsche in Amerika UA 28.9.2002, Deutsches Schauspielhaus, Hamburg, R: Armin Petras
Sterne über Mansfeld UA 15.2.2003, Schauspiel Leipzig, Regie: Armin Petras
WE ARE CAMERA / jasonmaterial UA 6.12.2003, Thalia Theater, Hamburg,
Regie: Armin Petras – „Stücke 2004“
3 von 5 Millionen UA 15 1.2005, Deutsches Theater, Berlin, Regie: Armin Petras – „Stücke ´05“
abalon, one nite in bangkok UA 8.1.2006, Schauspiel Frankfurt, Regie: Peter Kastenmüller
Tanzen! UA 22.9.2006, Maxim Gorki Theater, Berlin/steirischer herbst, Graz, R: Armin Petras
Heaven (zu tristan) UA 12.9.2007, Maxim Gorki Theater, Berlin / schauspielfrankfurt,
Regie: Armin Petras
we are blood UA 5.5.2010, Maxim Gorki Theater, Berlin, Regie: Armin Petras – „Stücke 2011“: Inszenierung des Schauspiel Leipzig, Regie: Sascha Hawemann
demenz, depression und revolution UA 5.1.2013, Maxim Gorki Theater, Berlin,
Regie: Armin Petras
5 morgen UA 26.10.2013, Schauspiel Stuttgart, Regie: Armin Petras
Buch (5 ingredientes de la vida) UA 10.4.2015, Münchner Kammerspiele;
Stuttgarter Premiere 6.11.2015, Schauspiel Stuttgart, Regie: Armin Petras – „Stücke 2016“
I’m searching for I:N:R:I (eine kriegsfuge) UA 11.3.2016, Schauspiel Stuttgart, Regie: Jossi Wieler
love you, dragonfly (6 versuche zur sprache des glaubens) UA 5.10.2016, Theater Bonn, Regie: Alice Buddeberg

 

Auszeichnungen und Preise

2003 Mülheimer Dramatikerpreis
2003 und 2004 „Autor des Jahres“ in der Kritikerumfrage von Theater heute
2005 Leipziger Theaterpreis
2005 Lessing-Preis des Freistaates Sachsen
2008 Friedrich-Luft-Preis für Heaven (zu tristan) als „Beste Berliner Aufführung 2007“
2008 Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis für Fritz Katers Gesamtwerk

 

(Stand: März 2016)

 

 

Buch (5 ingredientes de la vida)

von Fritz Kater
Schauspiel Stuttgart / Münchner Kammerspiele
Dienstag, 10. Mai und Mittwoch, 11. Mai, jeweils 19.00 Uhr, Stadthalle Studio

Fritz Kater: Buch [5 ingredientes de la vida] / Foto: JU_OSTKREUZ

Von 1966 bis 2013: Fritz Kater schlägt den ganz großen Nachkriegsbogen von Amerika über die DDR in die Bundesrepublik mit einem Zwischenstopp in der afrikanischen Steppe. Was hält das Leben zusammen – oder nicht?
Ein schlimmes Gift ist alles, was nach Utopie riecht. Den armen Ernst hat diese Droge innerhalb kurzer Zeit ruiniert. Eben noch ein zukunftsoptimistischer Wissenschaftler, der an einer gloriosen Menschheitszukunft herumfabuliert, liegt sein Leben nur acht Jahre und einen Systemwechsel später in Trümmern: Die Frau hat ihn verlassen, die Kinder kommen ins Heim, er selbst ist schwerer Alkoholiker.
Ernsts Kinder, denen die nächsten Stationen gehören, setzen auf andere Werte. Es geht um Fantasie, mit der man sich aller Zumutungen erwehrt, um erste Liebe, um Schreiben, Party und das Leben im Augenblick. Die Spur der jungen Leute verliert sich ein paare Jahre nach der Wende in der großen Reisefreiheit unter Beziehungsproblemen auf irgendeinem internationalen Airport.
So viel zu Forschung, Liebe und Familie. Folgen noch Stationen zu Umwelt und Kunst. Im vierten Teil erlebt man die Zerstörung von Landschaft und Ökosystem aus der Sicht einer afrikanischen Elefantenkuh. Schließlich verstrickt sich Martin, ein internationaler Konzeptkünstler zwischen Installation und Land Art, in die alten Fehler von Ernst: groß denken, falsch leben. Damit wäre 2013 erreicht, die gute alte Fortschrittsrakete von 1966 hat sich gründlich in den Boden gebohrt.

Franz Wille

 

Uraufführung am 10. April 2015, Münchner Kammerspiele
Stuttgarter Premiere am 6. November 2015, Schauspiel Stuttgart

 

Mit: Svenja Liesau, Thomas Schmauser, Anja Schneider, Max Simonischek, Edmund Telgenkämper, Ursula Werner, Miles Perkin

Regie: Armin Petras
Bühne: Volker Hintermeier
Kostüm: Patricia Talacko
Musik: Miles Perkin
Video: Rebecca Riedel
Choreografie: Berit Jentzsch
Licht: Gregor Roth, Jurgen Kolb
Dramaturgie: Jan Hein, Tobias Staab

Aufführungsdauer: 3 Stunden 50 Minuten, eine Pause
Aufführungsrechte: henschel Schauspiel Theaterverlag, Berlin
Stückabdruck in Theater heute 6/2015

 

www.schauspiel-stuttgart.de

 

Kater: Buch (5 ingredientes de la vida) / Foto: JU_OSTKREUZ
Kater: Buch (5 ingredientes de la vida) / Foto:JU_OSTKREUZ

 

 

 

 

 

 

Kater, Fritz