Georg Seidel

von


1945 - 1990

Geboren 1945 in Dessau.
Georg Seidel absolvierte eine Ausbildung als Werkzeugmacher.
An der Ingenieurschule Karl-Marx-Stadt (heute: Technische Universität Chemnitz) begann er ein Maschinenbaustudium.
Er wurde exmatrikuliert, nachdem er den Wehrdienst mit der Waffe verweigerte.
Ab 1967 war er zunächst Bühnenarbeiter am Dessauer Theater, 1973 wechselte er als Beleuchter zur DEFA, zwei Jahre später zum Deutschen Theater in Berlin, wo er 1984 als Mitarbeiter in die Dramaturgie wechselt.
Seit Ende 1987 war er als freischaffender Autor tätig.
Georg Seidel erhält 1988 den Preis der Frankfurter Autorenstiftung, 1989 den Förderpreis der deutschen Schillerstiftung für neue Dramatik Weimar und 1990 den Literaturpreis im Bundesverband der Deutschen Industrie.
Er starb im Alter von 44 Jahren an Krebs.
Postum erhielt Georg Seidel 1991 den Mülheimer Dramatikerpreis für sein Stück Villa Jugend.

 

Stücke (Auswahl)

Kondensmilchpanorama, UA 06.12.1980, Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin, Regie: Jochen Ziller
Jochen Schanotta, UA 30.01.1987, Basler Theater, Regie: Frank Hoffmann - "Stücke 1987"
Carmen Kittel, UA 28.10.1987, Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin, Regie: Christine Harbort - "Stücke 1990" (Düsseldorfer Schauspielhaus, Regie: Dimiter Gotscheff)
Königskinder, UA 17.06.1988, Theater der Stadt Schwedt, Regie: Tatjana Rese
Villa Jugend, UA 19.01.1991, Berliner Ensemble, Regie: Fritz Marquardt - Publikumsstimme und Mülheimer Dramatikerpreis 1991
Friedensfeier, UA Uraufführung: 03.04.1992, Vereinigte Bühnen Graz, Regie: Marc Günther

 

Auszeichnungen

1988 Preis der Frankfurter Autorenstiftung
1989 Förderpreis der Deutschen Schillerstiftung für neue Dramatik
1990 Literaturpreis des Kulturkreises im BDI (postum)
1991 Mülheimer Dramatikerpreis (postum für VILLA JUGEND)