Ode

2 Stunden, keine Pause

Was darf die Kunst? Wer kann über – und für – wen sprechen? Wo verlaufen Grenzen des Darstellbaren? Es ist die zentrale Debatte des Kulturbetriebs, die Thomas Melle in seinem Stück „Ode“ auf die Bühne bringt: Von rechts wird die Freiheit der Kunst durch Forderungen nach Werktreue und einem nationalen Kanon bedroht. Von links sieht sich die Kunst mit Repräsentationsfragen und Vorwürfen kultureller Aneignung konfrontiert. Darf ein weißer Schauspieler – so eines der Beispiele, die hier in dialektischer Lehrstück-Manier durchdekliniert werden – die Rolle einer migrantischen Putzfrau spielen? Soziologisch wie theatertheoretisch auf der Höhe der Zeit, stellt „Ode“ wichtige Gegenwartsfragen, ohne simple Antworten zu geben.
Christine Wahl

Uraufführung: 
20. Dezember 2019, Deutsches Theater Berlin, Kammerspiele

Mit: Juliana Götze, Manuel Harder, Alexander Khuon, Natali Seelig, Jonas Sippel, Katrin Wichmann und dem Ensemble
Regie: Lilja Rupprecht
Bühne: Anne Ehrlich
Kostüme: Christina Schmitt
Musik: Philipp Rohmer
Video: Moritz Grewenig
Choreografie: Jana Rath
Licht: Kristina Jedelsky
Dramaturgie: Juliane Koepp

Ein Auftragswerk des Deutschen Theaters Berlin

Stückabdruck: 
Theater heute 2/2020
Video

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