Kränk

von Martin Heckmanns

Stücke 2004

 

 

 
Schauspiel Frankfurt
Intendantin: Elisabeth Schweeger

Vater A: Joachim Nimtz
Mutter Iris A: Babett Arens
Sohn Ernk A: Rainer Frank
Mama Doris B: Sascha Icks
Tochter Rosa B: Susanne Buchenberger


Regie: Simone Blattner
Bühne: Sieglinde Reichhardt
Kostüme: Marcella Maichle
Musikalische Beratung: Christopher Brandt
Licht: Michael Bischoff
Dramaturgie: Claus Caesar
Regieassistenz: Florian von Hoermann


Premiere am 11. März 2004, Kleines Haus

 
Aufführungsdauer: 65 Minuten, keine Pause
Aufführungsrechte: Suhrkamp Theaterverlag, Frankfurt am Main


 

 

 

 

Fotos: Thomas Aurin

 

Martin Heckmanns

Geboren 1971 in Mönchengladbach.
Er studierte Philosophie, Komparatistik und Neuere Geschichte. Er hat Kurzprosa in Zeitschriften  (u.a. Der Alltag) und Anthologien veröffentlicht. (u.a. The Buch, hrsg. von Elke Naters, kiwi 2001) Herausgeber der Literaturzeitschrift context. Mit Schieß doch, Kaufhaus! wurde er in der »Theater heute«-Kritikerumfrage zum Nachwuchsautor des Jahres 2002 gewählt und gewann bei den Mülheimer Theatertagen 2003 für Schieß doch, Kaufhaus! und 2004 für Kränk den Publikumspreis. Martin Heckmanns lebt in Berlin.
 

Stücke

Finnisch oder Ich möchte dich vielleicht berühren UA 22.10.1999, Stadttheater Herford, Regie: Zeno Stanek
Disco UA 15.12.2001, Staatsschauspiel Dresden, Regie: K.D. Schmidt
Schieß doch, Kaufhaus! UA 09.05.2002, Koproduktion TIF/Staatsschauspiel Dresden / Theaterhaus Jena / Thalia Theater Hamburg, Regie: Simone Blattner - Mülheimer Theatertage - Publikumsstimme der "Stücke 2003"
Kränk UA 11.03. 2004 schauspielfrankfurt, (erschienen zusammen mit Finnisch in der edition suhrkamp theater, 2003) - Mülheimer Theatertage - Publikumspreis der "Stücke 2004"
Anrufung des Herrn UA 13.05.2004, TiF / Staatsschauspiel Dresden
Das wundervolle Zwischending UA Herbst 2004, Niedersächsisches Staatstheater Hannover
Die Liebe zur Leere UA 26.01.2006, schauspielfrankfurt, Regie: Simone Blattner
Wörter und Körper UA 10.02.2007, Staatstheater Stuttgart, Regie Hasko Weber – "Stücke 2007“
Kommt ein Mann zur Welt UA 24.03.2007, Düsseldorfer Schauspielhaus, Regie: Rafael Sanchez
Ein Teil der Gans UA 07.10.2007, Deutsches Theater Berlin, Regie: Philipp Preuss
Zukunft für immer UA 12.09.2009, Staatsschauspiel Dresden, Regie: Simone Blattner
Hier kommen wir nicht lebendig raus UA 22.04.2010, Düsseldorfer Schauspielhaus Regie: Hermann Schmidt-Rahmer
Vater Mutter Geisterbahn UA 06.05.2011, Staatsschauspiel Dresden, Regie: Christoph Frick – "Stücke 2012“
 

Preise und Auszeichnungen

1998 Kulturförderpreis Herford für FINNISCH ODER ICH MÖCHTE DICH VIELLEICHT BERÜHREN
2000 Jürgen-Ponto-Förderpreis für DISCO
Stipendium des Künstlerdorfs Schöppingen für den Romananfang NEULICH UNTERWEGS
2002 Theater heute - Nachwuchsautor des Jahres für SCHIEß DOCH, KAUFHAUS!
2003 und 2004 Publikumspreis der Mülheimer Theatertage "Stücke“

(Stand 2012)


 

Schieß doch, Kaufhaus!

von Martin Heckmanns

Stücke 2003

 

 


Theaterhaus Jena und TIF / Staatsschauspiel Dresden
in Zusammenarbeit mit sophiensaele Berlin und Thalia Theater Hamburg

Ätz: Ute Baggeröhr
Fetz: Hagen von der Lieth
Klar: Barbara Wurster
Kling: Tjadke Biallowons
Knax: Andreas Nickl


Regie: Simone Blattner
Bühne/Kostüme: Thilo Reuter

Technische Leitung: Jens Orstedt

Premiere am 9. Mai 2002 im TIF/ Staatsschauspiel Dresden. Aufführungsdauer: 70 Minuten, keine Pause. Aufführungsrechte: Suhrkamp Theaterverlag, Frankfurt am Main.

Fotos: Hans-Ludwig Böhme



 

 

 

 

 

Heckmanns, Martin
Kränk

Wörter und Körper

von Martin Heckmanns

Stücke 2007

 

 


Schauspiel Stuttgart

Wörter und Körper: Das sind die wesentlichen Bestandteile des Theaters. Wobei es immer dann interessant wird, wenn zwischen den Wörtern und den Körpern Ungereimtheiten entstehen. Martin Heckmanns’ „Wörter und Körper“ ist eine Serie von solch kleinen, aber entscheidenden Schräglagen. Im Zentrum des Stücks steht die 38-jährige Lina Sommer, die aus irgendeinem Grund ein bisschen aus der Spur geraten ist. Neuerdings fehlen ihr manchmal, im wahrsten Sinn des Wortes, die Worte. Und auch die gesellschaftlichen Konventionen scheint sie einfach vergessen zu haben. In einer Boutique stellt sie fest, dass sie kein Geld dabei hat. Kann passieren. Aber Lina begreift nicht, dass sie die ausgesuchten Teile erst mitnehmen darf, wenn sie bezahlt hat. Oder sie besucht überfallsartig eine entfernte Verwandte, lädt sich ungeniert zum Abendessen ein – und beendet mit einem einzigen Satz eine Ehe. Auch die Menschen, denen Lina Sommer auf ihrem Parcours durch Wörter und Körper begegnet, nehmen den Alltag nicht als selbstverständlich hin. Da beginnt einer auf der Straße mit einem Wildfremden ein Gespräch, bei dem es nur darum geht, was das denn eigentlich ist: ein Gespräch. Ein anderer überrascht einen Passanten mit der Frage, ob „der Zusammenhang“ schon angefangen habe. Es passiert nichts wirklich Dramatisches in diesem Stück, der Tonfall ist heiter. Aber die Komik des Textes ist nicht harmlos. Die Wörter und die Körper, sie wollen nicht mehr ganz zusammen kommen.

Wolfgang Kralicek

Susana Fernandes Genebra
Jonas Fürstenau
Bernd Gnann
Gabriele Hintermaier
Ernst Konarek
Boris Koneczny
Sebastian Kowski
Peter Loth
Katharina Ortmayr
Sebastian Schwab
Anna Windmüller

Regie: Hasko Weber
Bühne: Mathis Neidhardt

Uraufführung am 10. Februar 2007 im Schauspielhaus Stuttgart


Aufführungsrechte: Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main
Stückabdruck in Theater der Zeit, 2/2007

 

 

 

 

Fotos: Sonja Rothweiler
 

 

Heckmanns, Martin

Vater Mutter Geisterbahn

von Martin Heckmanns

Stücke 2012

Staatsschauspiel Dresden

Die Wiederkehr des Familienstücks war eine der Überraschungen dieser Dramen-Saison. Familie, bei Martin Heckmanns ist das ein Szenario der Überforderung. Vater, Mutter, Einzelkind als Stücke 2012: Christian Erdmann (Vater Johann Klein), Robert Niemann (Sohn Otto Klein), Nele Rosetz (Mutter Anne Klein) in VATER MUTTER GEISTERBAHN von Martin Heckmanns, Inszenierung Staatsschauspiel Dresdenzeitgenössischer Lebensentwurf voll von überfrachteten Erwartungen, überzogenen Selbstentwürfen, allzu vielen Optionen. Mutter Anne und Vater Johann entstammen dem so ambitionierten wie hoffnungslosenBildungspreka- riat der kreativen Klasse, sie ist eine gescheitertePhilosophiestu-dentin an der Flasche, er ein Regisseur ohne Angebote, gestrandet im Copy-Shop. Sohn Otto wird das gemeinsame Ersatzprojekt, Harmonie zur eisern verordneten Pflichtübung im Dienst der Kindesoptimie- rung. Im Schnelldurchlauf wird in der Rückschau eine Jugend vom Strampler bis zum Anzug durchexerziert, die mit all den Gute-Nacht-Geschichten aus Stücke 2012: Christian Erdmann (Vater Johann Klein), Robert Niemann (Sohn Otto Klein), Nele Rosetz (Mutter Anne Klein) in VATER MUTTER GEISTERBAHN von Martin Heckmanns, Inszenierung des Staatsschauspiels Dresden Philosophie-Seminaren und den Rollenspielen zu Gott, Tod und
Weltall einen genervten Zombie mit zerbrechlicher Psyche hervorbringt. Martin Heckmanns ringt dabei dem Erziehungsdesaster bei allem Horror in pointiert zugespitzten Dialogen noch einigen lakonischen Witz ab. Christoph Fricks Dresdner Inszenierung sperrt die Familienaufstellung in einen kahlen Zimmerkasten, aus dem es immer wieder Fluchtversuche, aber kein Entkommen gibt, und den er als surreale Geisterbahn zum Rotieren bringt. Bis zur finalen Erschöpfung, wenn Otto endlich tatsächlich geht und von draußen die Eltern in den Schlaf singt.
Stumm bewegenStücke 2012: Nele Rosetz (Mutter Anne Klein) in VATER MUTTER GEISTERBAHN von Martin Heckmanns, Inszenierung des Staatsschauspiels Dresden sie ihre Lippen.

Barbara Burckhardt



Uraufführung am 6. Mai 2011 im Kleinen Haus 2 – Staatsschauspiel Dresden


Regie: Christoph Frick
Bühne und Kostüm: Alexander Wolf
Musik: Stefan Schneider
Licht: Michael Gööck
Dramaturgie: Martin Heckmanns, Julia Weinreich


Vater Johann Klein: Christian Erdmann
Mutter Anne Klein: Nele Rosetz
Sohn Otto Klein: Robert Niemann


Aufführungsrechte: Suhrkamp Verlag Theater & Medien, Berlin
Aufführungsdauer: 1 Stunde 30 Minuten, keine Pause


 

 

 

 

Fotos: David Baltzer

 

 

Heckmanns, Martin