Lottes Feiertag oder wie Joseph zu seiner Ohrfeige kam

Lottes Feiertag oder wie Joseph zu seiner Ohrfeige kam / Foto: Rudi Ott
8+
60 Minuten, keine Pause



„Wenn sich zwei küssen, verändert sich die Welt.“
Diesen Satz von Octavio Paz hat Joseph in einer der Zeitschriften gelesen, die er austrägt. Und deshalb hat er Lotte auf dem Nachhauseweg nach der Schule überraschend geküsst. Das passte Lotte gar nicht, und ein paar Tage später, nämlich an Großvaters Geburtstag, hat sie Joseph dafür eine geknallt. Dann ist sie weggerannt und aus Versehen in einen alten Brunnen gefallen, und alles kam anders als geplant.
Der von Lotte geliebte Großvater setzte inmitten seiner bunten Festgesellschaft gerade zu seiner Rede an, als der Postbote Heinrich verkündete: „Die Lotte ist in den Brunnen gefallen.“ Das Entsetzen ist groß.
Zuerst rücken die komischen Feuerwehrleute Antonio, Husten und Schmitz („wie Witz“) an und machen alles nur noch schlimmer, dann ein Fernsehteam. Als schließlich die Hauptwasserleitung auseinanderbricht, wird es brenzlig. Retten kann Lotte nur einer. „Lottes Feiertag“ ist eine poetische und komische Geschichte vom Älterwerden, von der Liebe und davon, was im Leben zählt. Michael Schramm und Sabine Zieser erzählen mit Blick zurück auf Großvaters Leben, mit sprachlicher Genauigkeit und Liebe für Details, mit (Wort)Witz und scheinbarer Leichtigkeit von einem eher ungewöhnlichen Feiertag, der anders verläuft, als sich das der Großvater und seine Enkeltochter erträumt haben.
Nina Peters

Uraufführung: 
am 26.03.2011

Mit: Michael Schramm, Thomas Stang, Sabine Zieser
Regie: Andrea Maria Erl
Bühne: Maria Pfeiffer
Kostüm: André Schreiber
Theaterpädagogik: Meike Krämer
Musikalische Beratung: Bettina Ostermeier