Preisträgerin 2008: Dea Loher
„Das letzte Feuer“ - Thalia Theater Hamburg, Foto: Arno Declair
Preisträgerin 2017: Anne Lepper
„Mädchen in Not“ - Nationaltheater Mannheim, Foto: Christian Kleiner
Preisträger 2010: Roland Schimmelpfennig
„Der goldene Drache“ - Burgtheater Wien, Foto: Reinhard Werner
Preisträger 2014: Wolfram Höll
„Und dann“ - Schauspiel Leipzig, Foto: Rolf Arnold
Preisträger 2002: Elfriede Jelinek
„Macht Nichts“ - Schauspielhaus Zürich, Foto: Leonard Zubler
Preisträger 2003: Fritz Kater
 „zeit zu lieben zeit zu sterben“ - Thalia Theater Hamburg, Foto: Arno Declair
Preisträger 2007: Helgard Haug & Daniel Wetzel, Rimini Protokoll
„Karl Marx: Das Kapital, Erster Band“ - Düsseldorfer Schauspielhaus, Foto: Sebastian Hoppe
Preisträgerin 2009: Elfriede Jelinek
„Rechnitz (Der Würgeengel)“ - Münchner Kammerspiele, Foto: Arno Declair
Preisträger 2015: Ewald Palmetshofer
„die unverheiratete“ - Burgtheater im Akademietheater, Wien, Foto: Georg Soulek
Preisträger 2005: Lukas Bärfuss
„Der Bus (Das Zeug einer Heiligen)“ - Thalia Theater Hamburg, Foto: Arno Declair
Preisträgerin 2011: Elfriede Jelinek
„Winterreise“ - Münchner Kammerspiele, Foto: Julian Röder
Preisträger 2004: Elfriede Jelinek
 „Das Werk“ - Burgtheater im Akademietheater, Wien, Foto: Christian Brachwitz
Preisträger 2012: Peter Handke
„Immer noch Sturm“ - Thalia Theater Hamburg/Salzburger Festspiele, Foto: Armin Smailovic
Preisträger 2006: René Pollesch
„Cappuccetto Rosso“ - Volksbühne Berlin/Salzburger Festspiele, Foto: Thomas Aurin
Preisträgerin 2013: Katja Brunner
„Von den Beinen zu kurz“ - Schauspiel Hannover, Foto: Katrin Ribbe
Preisträger 2016: Wolfram Höll
„Drei sind wir“ - Schauspiel Leipzig, Foto: Rolf Arnold

Vereinte Nationen

von Clemens J. Setz
Nationaltheater Mannheim

Mittwoch, 17. Mai + Donnerstag, 18. Mai, 19.30 Uhr, Stadthalle Studio

Clemens J. Setz: Vereinte Nationen / Foto: Christian Kleiner

 

Eigentlich lieben Anton und Karin ihre Tochter. Wie die Idee entstanden ist, die „kleine süße Maus“ bei spezifischen Erziehungssituationen zu filmen und diese Sequenzen übers Internet zu verkaufen, das erzählt Clemens J. Setz in seinem ersten Theaterstück nicht. Doch das perfide Geschäftsmodell hat eingeschlagen.
„Den Ton kannst du vor den Vereinten Nationen anschlagen, aber nicht bei mir“, herrscht der Vater in der ersten Szene die 7-jährige Martina an, die stumm und trotzig vor dem vollen Teller sitzt und partout nicht aufessen will. Für diesen (titelgebenden) Spruch und seine überzeugende Performance wird Karin ihren Mann wenig später loben: „Ich meine, wie geil ist das. Also wirklich. Ist dir das einfach so eingefallen?“ Der Zuspruch von außen ist nicht weniger euphorisch: Die Kundschaft wächst, das Familiengeschäft floriert und bald schon taucht der Wunsch auf, neben „Natural-Szenen“ auch Aufträge entgegenzunehmen. Wie wärs z.B. damit, das gesamte Spielzeug direkt vor den Augen des Kindes zu verbrennen? Als Strafe für eine Tat, die noch zu (er)finden wäre …
Clemens J. Setz erzählt gnadenlos präzise und ohne moralischen Druck. Wann ist das Verhältnis von Privatsphäre und Öffentlichkeit, Realität und Performance, Tätern und Opfern gekippt? Wo beginnt der Missbrauch? – Setz überlässt die Bewertung und die Anteilnahme dem Publikum.

Dagmar Walser

Uraufführung am 15. Januar 2017, Nationaltheater Mannheim

Mit: Holly Bratek, Julia Duda, Nina Gamet, David Lau, Anne-Marie Lux, David Müller
Regie: Tim Egloff
Ausstattung: Thea Hoffmann-Axthelm
Licht: Damian Chmielarz
Dramaturgie: Carolin Losch

Aufführungsdauer: 1 Stunde 45 Minuten, keine Pause
Aufführungsrechte: Suhrkamp Theater Verlag, Berlin
Vereinte Nationen ist ein Werkauftrag für die Frankfurter Positionen 2017 – Eine Initiative der BHF-Bank-Stiftung    
  

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www.nationaltheater-mannheim.de