Theater übersetzen – Internationale Werkstatt Mülheim

Die gläsernen Übersetzer*innen bei den Stücken 2019 / Foto: Marie-Luise Eberhardt

Die Internationale Werkstatt „Theater übersetzen“ findet vom in diesem Jahr im Netz statt. Auf einer digitalen Plattform werden Manuskripte bereitgestellt sowie Audio- und Videobeiträge ausgetauscht. Auch die Arbeitsgespräche finden als moderierte Gruppenmeetings digital statt. Jährlich laden die „Stücke“ gemeinsam mit dem Internationalen Theaterinstitut (ITI) zehn professionelle Dramatik-Übersetzer*innen verschiedener Nationalitäten ein, die aus dem Deutschen in ihre jeweilige Muttersprache übersetzen. Sie arbeiten eng mit den Theatern ihres Landes zusammen und tragen so dazu bei, die deutschsprachige Gegenwartsdramatik weltweit bekannt zu machen.
Im Zentrum der Werkstatt stehen die konkrete Arbeit an ausgewählten Texten und der Erfahrungsaustausch mit Kolleg*innen und Autor*innen. Gespräche mit Expert*innen aus Verlagen, Medien und Theaterpraxis geben zudem Einblick in das kulturelle und politische Umfeld der Stücke und des gegenwärtigen deutschsprachigen Theaters.

Die Teilnehmer*innen der Internationalen Werkstatt „Theater übersetzen“ unter Leitung von Dr. Barbara Christ und Dorothea Lautenschläger sind:

Neil Blackadder, USA
Iryna Herasimovic, Belarus
Jayashree Joshi, Indien
Jacek Kaduczak, Polen
Kefei Cao, Deutschland/China
Merja Sainio, Finnland
Uri Shani, Israel
Chiara Tissen, Niederlande
Luciana Waquil, Brasilien
Tatjana Zborovskaja, Russland

Um den Diskurs über die Bedeutung von Theatertexten und aktuelle Fragen der Übersetzungsarbeit zu intensivieren, vergibt das Goethe-Institut zudem ein Stipendium für einen internationalen Gast der Theaterpraxis, in diesem Jahr an den argentinischen Dramatiker, Regisseur und Übersetzer Rafael Spregelburd.

 

Eine Veranstaltung des ITI Deutschland und der Mülheimer Theatertage

„Theater übersetzen“ – Internationale Werkstatt Mülheim 2020 wird unterstützt vom Goethe-Institut.