Martin Sperr

Geboren 1944 in Steinberg/Niederbayern.
Zunächst begann er nach der Mittleren Reife eine kaufmännische Lehre bei Siemens in München, die er etwa ein halbes Jahr später abbrach, um sich ganz der Schauspielerei zuzuwenden. Von 1962 - 1964 besuchte er das Max-Reinhardt-Seminar. Neben der Ausbildung arbeitete er in unterschiedlichen Gelegenheitsjobs. 1965 machte Martin Sperr seinen Abschluss an der Schauspielschule Genzmer in Wiesbaden. Im Mai 1966 wurde sein Stück Jagdszenen aus Niederbayern am Bremer Theater uraufgeführt, vier Monate später feierte sein Werk an der Berliner Schaubühne Premiere. Die Berliner Inszenierung, verschaffte ihm den Durchbruch. Jagdszenen aus Niederbayern waren der erste Teil einer Bayrischen Trilogie (Jagdszenen aus Niederbayern, Landshuter Erzählungen, Münchner Freiheit). Martin Sperr war als Schauspieler und Autor in München, Bremen, Wiesbaden und Berlin tätig. 1969 war er Mitbegründer des Verlags der Autoren.
Er starb 2002 in Landshut.

Stücke (Auswahl)
Jagdszenen aus Niederbayern,
UA 1966, Bremen, Regie: Rolf Becker/Wilfried Minks (verfilmt 1968)
Landshuter Erzählungen, UA 1968, Münchner Kammerspiele, Regie: August Everding
Koralle Meier, UA 1970, Württembergische Staatstheater Stuttgart, Regie: Peter Palitzsch
Münchner Freiheit, UA 1971, Düsseldorf, Regie: Michael Kehlmann
Die Spitzeder, UA 11.09.1977, Theater der Stadt Bonn, Regie: Wolfgang Quetes - Mülheimer Dramatikerpreis 1978

 Preise und Auszeichnungen (Auswahl)
1965 Gerhart-Hauptmann-Preis (Förderpreis)
1967 Theater heute-Preis für junge Theaterleute
1969 Förderungspreis für Literatur der Landeshauptstadt München
1973 Bayerischer Hörfunk-Preis
1977 Ernst-Hoferichter-Preis
1978 Mülheimer Dramatikerpreis für DIE SPITZEDER