In My Room

ca. 2 Stunden 10 Minuten, keine Pause

Ein Männerabend. Aber Entwarnung: kein toxischer! Weder von Alphatier-Machos gemacht, noch für solche gedacht. Sondern es sind Söhne, die hier über ihre Väter sprechen: schwule Söhne, Migrantensöhne, fünf wütende, liebende, sich schämende, grämende, sehr persönlich sich ins Zeug legende Schauspieler, deren Erinnerungen an den eigenen Vater sich zu einem Gesellschaftsbild der Bundesrepublik Deutschland fügen. Kriegstraumata, Gastarbeiterschicksale, Lebenslügen. Väter, die schweigen, die streng und fremd bleiben. Die „ihren Mann“ gestanden haben und teils schon gestorben sind. Falk Richters traurig-komische Stückentwicklung ist eine so empathische wie sachdienliche Auseinandersetzung mit Männerbildern. Sie leistet auch wertvolle Verständnisarbeit.
Christine Dössel

Uraufführung: 
15. Januar 2020, Maxim Gorki Theater Berlin

Mit: Emre Aksızoğlu, Knut Berger, Benny Claessens, Jonas Dassler, Taner Şahintürk
Regie: Falk Richter
Bühne: Wolfgang Menardi
Kostüme: Andy Besuch
Musik: Nils Ostendorf
Video: Sébastien Dupouey
Choreografie: Denis „Kooné“ Kuhner
Dramaturgie: Jens Hillje, Daniel Richter, Christopher-Fares Köhler
Licht: Marco Vitale
Ton: Hannes Zieger

Video
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