+++ Herzlichen Glückwunsch an Ewe Benbenek und Nino Haratischwili
Die Stücke 2022 finden vom 7.–28.5.2022 statt. +++

Hochschulkooperationen

1. Juni - Studierenden-Symposium "Hauptsache Text!?" / Foto: Marie-Luise Eberhardt

Die „Stücke“ arbeiten auch in diesem Jahr eng mit Hochschulen aus der Region zusammen. Barbara Berendt-Metzner (TU Dortmund), Vera Kostial (Universität Duisburg-Essen), und Dr. Bernhard Doppler (Universität Paderborn) bieten Seminare an, die sich intensiv mit den Stücken des Festivalprogramms befassen. Die Studierenden diskutieren die Texte, schauen sich Inszenierungen an, betätigen sich als Theaterkritiker:innen oder bringen sich im Blog ein. Außerdem gibt es in diesem Jahr auch wieder ein eigenes „KinderStücke“-Seminar. Geleitet wird es von Stefan Schroeder (TU Dortmund). 
Durch die Nutzung von Online-Formaten können die Stücke-Seminare auch in diesem Jahr stattfinden. 

 


Studierende des Studiengangs Szenische Forschung an der Ruhr-Universität Bochum haben sich unter Leitung von Prof. Dr. Sven Lindholm künstlerisch mit den Wettbewerbsstücken auseinandergesetzt. Auf der Basis von Ewe Benbeneks "Tragödienbastard" haben Alina Buchwald, Gabriel Carneiro und Mara Henni Klimek eine eigene Arbeit entwickelt:

Klack Klack Bäm
Perfomance, Installation und Film

Von
Alina Buchwald 
Gabriel Carneiro
Mara Henni Klimek

Der Film Klack Klack Bäm fasst die Arbeit der drei Studierenden der Szenischen Forschung im Rahmen der Theatertage 2021 zusammen. Aus der Froschperspektive wird das Publikum durch die wegen der Pandemie leer stehenden drei Spielstätten, nämlich durch das Theater an der Ruhr, durch den Ringlockshuppen und durch die Stadthalle in Mülheim, bis zum Sitzplatz geführt. Die Installation aus High Heels, die sich mithilfe von Vibration über den Boden bewegen, fand zwischen dem 16.05.2021 und dem 28.05.2021 in der vier.zentrale statt. Kreide an den Sohlen der Schuhe färbt dabei den Untergrund ein und markiert den Weg, den die Schuhe mit der Zeit zurückgelegt haben. Das Projekt ist durch das Stück Tragödienbastrard von Ewe Benbenek inspiriert - der Titel zitiert die Wörter "Klack" und "Bäm", die im Verlauf des Stückes wichtig werden.

 

Alina Buchwald
1993 in Recklinghausen geboren, absolvierte 2020 ihren Bachelor of Arts in den Fächern Kunst und Germanistik mit den Schwerpunkten Installation und Suspenseforschung an der TU Dortmund. Zentral in ihrer künstlerischen Forschung ist die Frage nach räumlichen Grenzen und wie man diese mithilfe von Bewegung, Licht und Sound ausloten und verschieben kann. Theorien über das Phänomen des Thrills bilden die Grundlage für die experimentellen Erprobungen im Raum. Zur Zeit arbeitet sie als wissenschaftliche Hilfskraft im Fachbereich Plastik am Institut für Kunst und Materielle Kultur an der TU Dortmund und führt künstlerische Projekte mit Kindern und Jugendlichen für verschiedene Bildungsträger durch. Seit 2020 studiert sie Szenische Forschung an der Ruhr Universität Bochum.

 

Gabriel Carneiro
1990 in Barbacena, Brasilien geboren. Seit 2006 arbeitet er im Rahmen des Theaters. 2018 absolvierte er einen Doppelabschluss in Theater, Bachelor und Lehramt, an der Universidade Federal de São João del-Rei. In Braunschweig absolvierte er ein Austauschsemmester an der HBK und ein Praktikum am Staatstheater. 2021 Absolvent des Masterstudiengangs Szenische Forschung an der Ruhr Universität Bochum. Gabriel arbeitet als Schauspieler, inszeniert
und/oder produziert Theaterstücke und szenische Veranstaltungen, künstlerische Interventionen, Kurzfilme und künstlerische Performances. Dabei untersucht er möglichen Entfaltungen künstlerischer Formate zwischen Theorie und Praxis. Seit 2019 mit Wohnsitz im Ruhrgebiet arbeitet er freischaffend und entwickelt performative und szenische Arbeiten wie "A sacrificial system" (Rottstraßen5Kunsthallen- Regie: Claudia Bosse - 2020) und "Mapping of affections" (KunsthausEssen 2020).

 

Mara Henni Klimek
arbeitet seit 2013 als freischaffende Bühnen- und Kostümbildnerin u. a. am Schauspielhaus Bochum, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und den Ruhrfestspielen Recklinghausen. Neben den Bühnen ist sie tätig als bildende Künstlerin, Ausstatterin und Raumdesignerin für Escaperooms, Musikfestivals und Veranstaltungen im öffentlichen Raum u. a. „Grüne Hauptstadt Europas-Essen 2017“.  
Seit 2020 ist sie Studentin der szenischen Forschung an der Ruhr Universität Bochum. Fasziniert von den theatralen Szenen des Alltags und des Zufalls hinterfragt sie das Gewohnte. Auf der Suche, die entdeckten Seltsamkeiten sichtbar zu machen, bedient sie sich verschiedener Medien und performativer Ansätzen.