Hochschulkooperationen

Studierenden-Symposium "Hauptsache Text!?" / Foto: Eberhardt

Die „Stücke“ arbeiten auch in diesem Jahr eng mit Hochschulen aus der Region zusammen. Obwohl die Gastspiele im Mai entfallen, bieten Barbara Berendt-Metzner (TU Dortmund), Anna Beughold (Universität Duisburg-Essen) und Dr. Bernhard Doppler (Universität Paderborn) Seminare an, die sich intensiv mit den Stücken des Festivalprogramms befassen. Zwar können die Studierenden nicht gemeinsam die Aufführungen besuchen, dafür diskutieren sie umso intensiver die nominierten Stücke und reflektieren Rolle und Bedeutung des Textes im Theater. Erstmals gibt es in diesem Jahr auch ein eigenes „KinderStücke“-Seminar. Geleitet wird es von Stefan Schroeder (TU Dortmund).

 

Fünf Studierende des Studiengangs Szenische Forschung an der Ruhr-Universität Bochum hatten bereits begonnen, sich künstlerisch mit den nominierten Stücken auseinanderzusetzen. Pano Georgiou, Marlene Helling, Carolin Pfänder, Josephine Raschke und Veva Wieland wollten auf der Basis eines der eingeladenen Stücke eine eigene szenische Arbeit entwickeln und diese während des Fesitvals vorstellen. Betreut wurden die Studierenden dabei von Prof. Dr. Sven Lindholm. Wir hoffen, dass die Studierenden nächstes Jahr mit genauso viel Engagement Performances, Installationen oder ganz andersgeartete szenische Formen zu den Wettbewerbstexten der „Stücke 2021“ erarbeiten.

Pano Georgiou ist in Hannover aufgewachsen, wo er erste Spiel- und Regieerfahrungen am Schauspiel Hannover (u.a. von Jürgen Kuttner und Christoph Frick) sammelte. Parallel engagierte er sich bei der Bühne für Menschenrechte „Asyl-Dialoge“.
Als Mitgründer vom Theater HALUNKTIV folgten zwei Regiearbeiten („NoBorderKitchen“ und „MÆN“), die 2017 zu zahlreichen Gastspielen eingeladen wurden – unter anderem ins Ruhrgebiet, nach Freiburg, wie auch nach Berlin und Hamburg.
Nach seiner Bachelorarbeit 2018 entstanden mit einer Gruppe junger Punks und Arbeitslosen „HATT' ICH KEINE BÖCKE FÜR“ im CLUB CHARLOTTE Münster, eine Stückentwicklung zum Thema (fehlender) Lohnarbeit.
2019 erfolgte dann die Aufnahme im Studiengang Szenische Forschung (M.A.). Dort interessiert ihn vor allem die Verschränkung der Dramentheorien des epischen Theaters Piscators und Brechts mit dekonstruierter Popkultur und politökonomischen Bezügen.

Marlene Helling (*1993) war während ihres Bachelorstudiums der Kulturwissenschaft und Ästhetischen Praxis mit Schwerpunkt Theater in Hildesheim Teil des Tanz- und Performancekollektivs JUNIT. Neben dem Studium arbeitete sie im Kunstverein Langenhagen als Kunstvermittlerin, als Produktionsassistenz für den transnationalen Kulturkosmos HAJUSOM in Hamburg, sowie für das Tanzfestival International Exposure am Suzanne Dellal Dance Theatre in Tel Aviv-Jaffa. Für ihren Bachelor entwickelte sie die Tanzperformance Life Is Pain, die sich mit dem Gewaltpotential von Sport auseinandersetzt. Nach einer Produktionsassistenz am kampnagel Hamburg für die Tanzgruppe political bodies studiert sie jetzt im Masterstudiengang Szenische Forschung an der Ruhr-Universität Bochum und ist Teil des Zeitzeug_Festival Leitungsteams. Ihr künstlerischer Schwerpunkt liegt im Tanz und installativen Arbeiten.
 

 

 

Carolin Charlotte Pfänder, geboren 1994 in Heidelberg, studiert Szenische Forschung (MA) an der Ruhr-Universität Bochum. Bereits während ihres Studiums der Literatur-Kunst-Medien an der Universität Konstanz sammelte sie erste Erfahrungen beim kuratorischen Arbeiten in Film (Konstanzer kurz.film.spiele) und der bildenden Künste (Kunstraum Kreuzlingen, ANIMALERISCH). Neben ihren Tätigkeiten am Theater Konstanz, inszenierte sie im öffentlichen Raum u.a. beim Visite Kunstfestival. Seit 2019 arbeitet sie als wissenschaftliche Hilfskraft im Projektteam „initiativ handeln“ (inSTUDIES, RUB). Zuletzt absolvierte sie ein Praktikum bei SchaefersPhilippen in Köln. In ihren Arbeiten forscht sie zu Intermedialität und einer Verknüpfung der Künste.
 

Josephine Raschke, 1990 in Leipzig geboren, schloss 2014 ihre Ausbildung zur Schauspielerin am Mozarteum Salzburg mit Diplom ab und arbeitete danach an verschiedenen Theatern, u. a. am Landestheater Salzburg, Theater Regensburg, Schlosstheater Celle und am Landestheater Detmold. Abseits von der Bühne entwickelt sie mit Kindern, Jugendlichen und Senior*innen Theaterstücke und schrieb eigene Texte. Zurzeit arbeitet sie freischaffend im Ruhrgebiet, u.a. am Schauspielhaus Bochum, Stadt Bochum und dem Schauspiel Essen. Seit 2019 studiert sie an der Ruhr-Universität Bochum „Szenische Forschung“ und entwickelt performative Arbeiten wie "Bochum 44" (Rottstraßen5Kunsthallen) oder "Spiel des Lebens" (Centre for Literatur, Münster).
 

 

 

 

Genoveva Wieland (*1993 in Oberndorf, Sbg.) studierte Theaterpädagogik B.A. an der HKS Ottersberg und Kunst- und Designwissenschaften M.A. an der Folkwang Universität der Künste, bevor sie sich für die Szenische Forschung M.A. an der Ruhr Universität Bochum entschied.
Neben ihrer freiberuflichen Tätigkeit als Theaterpädagogin arbeitet sie zeitweise als Regieassistentin, zuletzt am Grillo Theater Essen; als Performerin, zuletzt „Bauhaus – Ein rettendes Requiem“ an der Volksbühne Berlin.