„Die Vernichtung“ von Olga Bach
Konzert Theater Bern, Foto: Birgit Hupfeld
„europa verteidigen“ von Konstantin Küspert
ETA Hoffmann Theater Bamberg, Foto: Martin Kaufhold
„Empire“ von Milo Rau
IIPM, Foto: Marc Stephan
„Vereinte Nationen“ von Clemes J. Setz
Nationaltheater Mannheim, Foto: Christian Kleiner
„Wut“ von Elfriede Jelinek
Münchner Kammerspiele, Foto: Thomas Aurin
„Mädchen in Not“ von Anne Lepper
Nationaltheater Mannheim, Foto: Christian Kleiner
„der thermale widerstand“ von Ferdinand Schmalz
Schauspielhaus Zürich, Foto: Raphael Hadad

Empire

von Milo Rau
Eine Produktion des IIPM in Koproduktion mit dem Zürcher Theater Spektakel, der Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin und dem Festival steirischer herbst, Graz

Mittwoch, 31. Mai + Donnerstag, 1. Juni, 19.30 Uhr, Stadthalle Studio

Milo Rau: Empire / Foto: Marc Stephan

 

Vier Schauspieler denken in Milo Raus Empire über die Dialektik von Wirklichkeit und Kunst nach: Akillas Karazissis wuchs zur Zeit der griechischen Militärjunta in Thessaloniki auf, bevor er 1975 zum Studium nach „Fassbinderdeutschland“ kam. Maia Morgenstern – Leiterin des Jüdischen Theaters Bukarest – erinnert sich an die Demonstrationen gegen die Ceaușescu-Diktatur Ende 1989. Auch der syrische Schauspieler Rami Khalaf beteiligte sich, 22 Jahre später, in seiner Heimat an Demonstrationen – gegen das Assad-Regime. Und der Kurde Ramo Ali wurde monatelang in einem von Assads berüchtigten Foltergefängnissen in Palmyra verhört, bevor er nach Deutschland flüchtete.
Im dritten und letzten Teil seiner „Europa-Trilogie“ verdichtet der Mülheim-Debütant Milo Rau nicht nur individuelle Biografien zu einem übergreifenden Geschichtspanorama und spiegelt die geschickt komponierten Umbruchs-, Flucht-, Vertreibungs- und Exilerzählungen der Bühnenakteure in strukturell vergleichbaren Erfahrungen der Eltern- beziehungsweise Großelterngeneration. Sondern indem die Darsteller zudem abendfüllend mit dem Verhältnis zwischen der eigenen Bio-grafie und ihren jeweiligen Bühnenrollen spielen, reflektieren sie auch über das Medium Theater: über Repräsentation, Authentizität, echte und falsche Tränen und die Grenzen der Darstellbarkeit.

Christine Wahl

Uraufführung am 1. September 2016, Zürcher Theater Spektakel
Berliner Premiere am 8. September 2016, Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin

Mit: Ramo Ali, Akillas Karazissis, Rami Khalaf, Maia Morgenstern
Konzept/Text/Regie: Milo Rau
Musik: Eleni Karaindrou
Dramaturgie/Recherche: Stefan Bläske, Mirjam Knapp
Bühne/Kostüme: Anton Lukas
Video: Marc Stephan
Ton/Sounddesign: Jens Baudisch
Technik: Aymrik Pech
Produktionsleitung: Mascha Euchner-Martinez, Eva-Karen Tittmann

Aufführungsdauer: 2 Stunden, keine Pause
Aufführungsrechte: International Institute of Political Murder (IIMP)
In arabischer, griechischer, kurdischer und rumänischer Sprache mit deutschen Untertiteln.

www.international-institute.de

 

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