„Die Vernichtung“ von Olga Bach
Konzert Theater Bern, Foto: Birgit Hupfeld
„der thermale widerstand“ von Ferdinand Schmalz
Schauspielhaus Zürich, Foto: Raphael Hadad
„Wut“ von Elfriede Jelinek
Münchner Kammerspiele, Foto: Thomas Aurin
„Empire“ von Milo Rau
IIPM, Foto: Marc Stephan
„Vereinte Nationen“ von Clemens J. Setz
Nationaltheater Mannheim, Foto: Christian Kleiner
„Mädchen in Not“ von Anne Lepper
Nationaltheater Mannheim, Foto: Christian Kleiner
„europa verteidigen“ von Konstantin Küspert
ETA Hoffmann Theater Bamberg, Foto: Martin Kaufhold

Die Vernichtung

von Olga Bach
Eine Stückentwicklung mit Ersan Mondtag
Konzert Theater Bern

Samstag, 13. Mai, 19.30 Uhr, Stadthalle Theatersaal

Olga Bach: Die Vernichtung / Foto: Birgit Hupfeld

 

Wo könnte man die antreffen? Im Fegefeuer von Dantes „Göttlicher Komödie“ oder nach Jahren der Läuterung vielleicht doch schon im Paradies? Ersan Mondtag hat zusammen mit der Berliner Autorin Olga Bach und Schauspieler*innen des Konzert Theater Bern eine elysische Apokalypse entwickelt. Mondtag, der neben der Regie auch für Bühne und Kostüme zuständig war, überrascht mit einem wuchernden Garten Eden und Thirtysomethings in floralen Ganzkörperbodies. Sie sehen aus wie die Landschaft, die sie umgibt. Manchmal muss man sie suchen, so sehr sind sie eins mit der Umgebung, der sie so gerne ihren Stempel aufdrücken würden.
„Wir würden etwas Beunruhigendes machen, etwas was sich sonst keiner traut. Wer weiß, vielleicht würden dann alle möglichen Leute uns nachmachen, wir würden eine Welle damit lostreten“, sagt einer von ihnen. Es hört sich aber so an, als würde keiner der ängstlichen Paradiesvögel, mit denen Bach/Mondtag ihre eigene Generation skizzieren, jemals ernst machen. Vielleicht haben sie ja bereits bemerkt, dass das Leben sich so hohl anfühlt, weil sie sich alle Wünsche erfüllen können. Was nun? Körperoptimierung, Drogen, Sex oder alles gleichzeitig, bevor man wieder eines dieser schier unsichtbaren Kleinorganismen in einem faszinierenden tableau vivant wird?  

Jürgen Berger   

 

Uraufführung am 15. Oktober 2016, Konzert Theater Bern

Mit: Jonas Grundner-Culemann, Lukas Hupfeld, Deleila Piasko, Sebastian Schneider
Regie/Bühne/Kostüme: Ersan Mondtag
Mitarbeit Bühne/Kostüme: Paula Wellmann
Lichtdesign: Rainer Casper
Dramaturgie: Eva-Maria Bertschy

Aufführungsdauer: 1 Stunde 15 Minuten, keine Pause
Aufführungsrechte: schaefersphilippen Theater und Medien GbR, Köln

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www.konzerttheaterbern.ch
 

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