Die Verlorenen

Die Verlorenen von Ewald Palmetshofer / Foto: Birgit Hupfeld
2 Stunden 40 Minuten, eine Pause

 

 

Weiß ist eine harte Farbe. Vor allem blendendes Weiß. Das Münchner Residenztheater wählt für die Uraufführung von Ewald Palmetshofers Drama „Die Verlorenen“ einen maximal ausgeleuchteten Guckkasten. Das ist kein Ort für Ausflüchte. Kein Versteck, nirgends. Hier treffen wir Geschiedene, Gescheiterte. Und wir treffen Clara, Anfang 40, die soeben an der Tür ihres Ex-Manns Harald schellt. Clara eröffnet Harald und seiner Neuen, dass sie sich eine Auszeit von allem nimmt – und damit auch von der Erziehung des pubertierenden Florentin, der sich derzeit zu einem üblen Früchtchen fehlentwickelt. Ein prekäres Patchwork-Drama tut sich auf. Palmetshofer erzählt es pointiert, aber immer beherzt an der Seite jeder Figur und ihrer Nöte.
Stephan Reuter

Uraufführung: 
19. Oktober 2019, Residenztheater München

Mit: Sibylle Canonica, Pia Händler, Steffen Höld, Nicola Kirsch, Max Mayer, Johannes Nussbaum, Carlo Schmitt, Myriam Schröder, Arnulf Schumacher, Florian von Manteuffel, Francesco Wenz, Ulrike Willenbacher
Regie: Nora Schlocker
Bühne: Irina Schicketanz
Kostüme: Marie Roth
Musik: Friederike Bernhardt
Licht: Tobias Löffler
Dramaturgie: Constanze Kargl

Ein Auftragswerk für das Residenztheater

Stückabdruck: 
Theater heute 12/2019
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