Die Optimisten

Szene aus Die Optimisten von Moritz Rinke
von Moritz Rinke

Stücke 2004

 

 

 

 
Theater Freiburg
Intendantin: Amélie Niermeyer

Nick Neuss: Miguel Abrantes Ostrowski
Carla Rosinski: Nadine Geyersbach
Inken Helliger: Christiane Roßbach
Christian Kraus: Peter Lerchbaumer
Maria Berger: Claudia Hübbecker
Tom Stetten: Urs Peter Halter
Otto Jung: Ueli Schweizer


Inszenierung: Amélie Niermeyer/Corinna von Rad
Bühne: Nikolaus Porz
Kostüme: Dorothee Scheiffarth
Musik: Cornelius Borgolte
Dramaturgie: Oliver Held


Uraufführung am 22. November 2003 im Schauspielhaus Bochum

Premiere im Theater Freiburg am 10. Dezember 2003, Kleines Haus

Aufführungsdauer: 2 Stunden, keine Pause

Aufführungsrechte: Rowohlt Theater Verlag, Reinbek bei Hamburg

Szene aus Die Optimisten von Moritz Rinke
Szene aus Die Optimisten von Moritz Rinke

 

 

 

 

 

Fotos: Maurice Korbel

 

Moritz Rinke

Moritz Rinke/Foto: Joscha JennessenGeboren 1967 in Worpswede.
Studium der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen. Gleichzeitig schrieb er Kolumnen und Reportagen, u.a. für die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Zeit und Theater heute. Von 1994 bis 1996 Volontär, anschließend Redakteur beim Berliner Tagesspiegel. Für seine Reportagen Ein Tag mit Marlene (1995) und über die Love Parade 1997 erhielt er zweimal den renommierten Axel-Springer-Preis. Bei dem Film September, 2003 in Cannes uraufgeführt (Regie: Max Färberböck), schrieb Rinke am Drehbuch mit und gab dort außerdem sein Debüt als Schauspieler. 2006/07 war er Gastprofessor für Szenisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig.
ZDF/ARTE drehten einen Film mit und über Moritz Rinke (ZDF/ARTE, Mein Leben - Moritz Rinke, Erstausstrahlung 13. 1. 2008). 2010 erschien sein vielgelobter Roman Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel, der wochenlang auf der Bestsellerliste stand. Über seine Stücke und Prosa ist 2010 das Buch Ich gründe eine Akademie für Selbst-Achtung im Internationalen Verlag Peter Lang erschienen.
Moritz Rinke lebt in Berlin.

 

Stücke

Der graue Engel UA: 28.09.1996, Schauspielhaus Zürich, Regie: Nina Hartwig
Der Mann, der noch keiner Frau Blöße entdeckte UA 03.01.1999, Staatstheater Stuttgart / Theater am Kirchplatz, Schaan, Regie: Stephan Kimmig – „Stücke `99“ (Inszenierung der Städtischen Bühnen Münster, Regie: Sylvia Richter, Premiere: 07.01.1999)
Männer und Frauen UA: 23.04.1999, Niedersächsisches Staatstheater Hannover, Regie: Erich Sidler
Das Stockholm-Syndrom UA: 18.05.1999, Schauspiel Bonn, Regie: Christoph Rech
Republik Vineta UA: 23.09.2000, Thalia Theater Hamburg, Regie: Stephan Kimmig – „Stücke `01“
Die Nibelungen UA: 17.08.2002, Nibelungen-Festspiele Worms, Regie: Dieter Wedel
Die Optimisten UA: 22.11.2003, Schauspielhaus Bochum, Regie: Matthias Hartmann – „Stücke `04“ (Inszenierung des Theater Freiburg, Regie: Corinna von Rad / Amélie Niermeyer)
Café Umberto UA: 25.09.2005, Düsseldorfer Schauspielhaus, Regie: Burkhard C. Kosminksi – „Stücke `06“ (Inszenierung des Bremer Theaters, Regie: Nicolai Sykosch)
Wir lieben und wissen nichts UA: 14.12.2012, Schauspiel Frankfurt, Regie: Oliver Reese – „Stücke 2013“ (Inszenierung: Konzert Theater Bern, Regie: Mathias Schönsee, Premiere: 12.02.2013)
Weitere Inszenierungen in Aachen, Bielefeld, Kassel, Hamburg, Regensburg, Wilhelmshaven.

 

Buchpublikationen

Der Blauwal im Kirschgarten, Rowohlt Berlin Verlag, 2001
Die Nibelungen. Neufassung, Rowohlt Paperback, 2002
Trilogie der Verlorenen, rororo-Taschenbuch, 2002
Das große Stolpern, Essaysammlung, Kiepenheuer & Witsch, 2005
Café Umberto, Rowohlt Taschenbuch, 2005
Die Nibelungen. Siegfrieds Frauen / Die letzten Tage von Burgund, Rowohlt-Paperback, 2007
Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel, Kiepenheuer & Witsch Verlag, 2010
 

Preise und Auszeichnungen

1997 Literaturpreis des PEN-Club Liechtenstein für DER MANN, DER NOCH KEINER FRAU BLÖSSE ENTDECKTE
2001 REPUBLIK VINETA bestes deutschsprachiges Stück (Kritikerumfrage Theater heute)
2002 Literaturpreis Inselschreiber

 

Der Mann, der noch keiner Frau Blöße entdeckte

von Moritz Rinke

Stücke 1999

Städtische Bühnen Münster
Generalintendanz: Thomas Bockelmann

Felix: Uwe Rohbeck
Helmbrecht: Gunnar Schmidt
Anna: Manuela Brugger
Der Stein (Stimme) Wendelin Starcke-Brauer
Peter: Rolf Kindermann
Angela: Cornelia Kupferschmid/ Christina Weiser

Regie: Sylvia Richter
Ausstattung: Jürgen Lancier
Dramaturgie: Anne Zinßmeister

Uraufführung: 05. Januar 1999 Staatstheater Stuttgart Theater im Depot

Premiere: 07. Januar 1999 Städtische Bühnen Münster

Aufführungsrechte: S. Fischer Verlag GmbH , Frankfurt a. M



Rinke, Moritz
Die Optimisten

Republik Vineta

von Moritz Rinke

Stücke 2001

Thalia Theater Hamburg
Intendant: Prof. Ulrich Khuon

Robert Leonhard: Helmut Mooshammer
Nina Seiler: Alexandra Henkel
Sebastian Färber: Thomas Schmauser
Hans Montag: Christoph Bantzer
Johann Behrens: Hans Christian Rudolph
Klaus Hagemann: Jörg Lichtenstein
Lutz Born: Stephan Schad
Fritz Feldmann-See: Hartmut Schories
Ursula Feldmann-See: Hildegard Schmahl
Rosa Seligmann: Sona Cervena
Rosana Seligmann: Katharina Matz


Regie: Stephan Kimmig
Bühne: Katja Haß
Kostüme: Anja Rabes
Musik: Erik Gedeon
Filmaufnahmen: Stephan Kimmig
Videobearbeitung: Ulrich Raatz
Dramaturgie: John von Düffel


Regieassistenz: Inge Mathes
Bühnenbildassistenz: Julia Scholz
Kostümassistenz: Karen Simon, Karin Ladewig
Inspizienz: Barbara Zoppke
Souffleuse: Renate Roesler
Regiehospitanz: Felix Altmann
Kostümhospitanz: Steffi Gaissert


Licht: Olaf Lundt
Maske: Julia Wilms
Kostümwerkstätten: Ann-Katrin Mohr, Rainer Pfannkuche
Ton: Florian Scheunemann
Requisite: Thomas Börner, Waltraud Lamke, Ulrike Rustermeyer
Bühnentechnik: Detlef Kokott
Beleuchtung: Stefan Bolliger
Tontechnik: Michael Hahn
Technische Konzeption/
Werkstättenleitung: Thomas Mundt
Malersaal: Marten Voigt
Tischlerei: Peter Bruns
Schlosserei: Peter Büttner
Tapeziererei: Michael Breiholz
Kostümmalerei: Klaudia Noltensmeyer
Produktionsleitung: Thoralf Kunze
Technische Direktion: Uwe Barkhahn, Oliver Canis


Uraufführung am 23. September 2000
Aufführungsdauer: ca. 3 Stunden, Pause nach dem 2. Akt
Aufführungsrechte: Rowohlt Theater Verlag, Reinbek bei Hamburg



Rinke, Moritz

Café Umberto

von Moritz Rinke

Stücke 2006

Bremer Theater

Foto von Jörg Landsberg
Moritz Rinkes in dieser Spielzeit bereits von vier Bühnen gespielte Stück "Café Umberto" ist eine zwar leichtfüßige, aber mit bitterem Witz und nicht gerade beruhigendem Happy End geschriebene Komödie, die vom Anerkennungsnotstand arbeitslos gewordener Menschen handelt in einer Gesellschaft, die noch immer vor der Realität die Augen verschließt, dass für Menschenwürde und ein sinnvoll gestaltetes Leben nicht länger die Vollbeschäftigung die Norm sein kann und die Frage gestellt werden muss, wie die Geldzirkulation, die die Sicherung der Grundrechte aller Bürger gewährleistet, zukünftig geregelt werden könnte.
Rinke plädiert mit leichter Hand und doch nicht ohne dem Thema angemessenen Ernst für Verhältnisse, die glückliche Arbeitslose möglich machen; er erzählt in lockerem Neben-einander drei Liebesgeschichten aus der Arbeitslosigkeit, die keinen glücklichen Verlauf nehmen, weil eben die nach wie vor gültigen materiellen Werte und die Entwertungen der Arbeitsgesellschaft sie viel zu stark belasten. Noch setzen alle darauf, dass der Sozialstaat solider sozialdemokratischer Denkungsart eine Zukunft hat und sich die radikale Entkoppelung des Bürgers vom Fetisch Arbeit vermeiden lässt, doch alle Fluchtbewegungen in künstliche Paradiese, mit denen der weltweiten ökonomisierung allen Tun und Handelns getrotzt wird, zeigen nur einen Notstand an.
Ort der Handlung ist eine jener modernen bürgerfreundlichen Agenturen für Arbeit, wo ein arbeitsloser Andalusier viel sagend stumm den "besten Latte Macchiato der Stadt" aus-schenkt. Auch Umberto kann nicht verhindern, dass der Elan der drei Paare, ihre Versuche, sich neu zu erfinden, sehr bald erlischt. Wenn es am Notwendigen fehlt, ist das überflüssige kein Spaß mehr. Und die Liebe wird zur Aussicht, sich nur noch als überflüssige inszenieren zu können.
Klaus Völker

Inszenierung: Nicolai Sykosch
Ausstattung: Alissa Kolbusch

Mit:
Irene Kleinschmidt
Gabriele Möller-Lukasz
Wiltrud Schreiner
Dirk Audehm
Martin Baum
Guido Gallmann
Detlev Greisner
Jost Grix
Siegfried W. Maschek

Uraufführung am 25. September 2005, Düsseldorfer Schauspielhaus
Premiere im Bremer Theater am 26. November 2005
Aufführungsrechte: Rowohlt Theater Verlag, Reinbek

 

Foto von Jörg Landsberg
Foto von Jörg Landsberg

 

Rinke, Moritz

Wir lieben und wissen nichts

Wir lieben und wissen nichtsvon Moritz Rinke
Konzert Theater Bern

Das klassische bürgerliche Kammerspiel hat unter den Gegenwartsautoren keinen guten Ruf – jedenfalls in den deutschsprachigen Ländern, wo keine mehr geschrieben werden. Das mag daran liegen, dass „klassisch“ zu wenig nach „zeitgenössisch“ klingt. Das größere Handicap ist aber die Frage, was „bürgerlich“ heute eigentlich heißt. Moritz Rinke hat nun gezeigt, wie man diese einst so stilprägende Form neu belebt und beide Probleme löst. Sein konservativ gebautes Vier-Personen-Stück spielt im Wohnzimmer, wahrt die Einheit von Zeit und Raum und verzichtet auf alle Brüche, Diskurse, Nebenschauplätze. Und dennoch erzählt Wir lieben und wissen nichts äußerst facettenreich von einer Zeit der Passwörter und Satellitenabschüsse, der technisch optimierten Körper und Super-Boni, der Beziehungs-Optionen und Beschäftigungsrisiken, kurz: von der Gegenwart der Einsamkeit. Zwei Paare vereinbaren einen Wohnungstausch auf Zeit, treffen sich zur Übergabe, und können es nicht verhindern, dass in eineinhalb Stunden jeder einen Seelen-Striptease hinlegt. Wie jede gute Komödie ist auch Rinkes neues Stück im Kern eine Tragödie, die mit brillanten Pointen erträglich gemacht wird. Doch bei aller guten Unterhaltung hat sein Kammerspiel eine klassische Botschaft: Desillusioniert ist das neue Bürgerliche. Das meist gespielte neue Stück dieser Saison wird in der schlichtesten und pointiertesten Version des Konzert Theaters Bern gezeigt.
Till Briegleb

Schweizer Erstaufführung am 12.02.2013 im Konzert Theater Bern
(Uraufführung am 14.12.2012 im Schauspiel Frankfurt, Regie: Oliver Reese)

Regie: Mathias Schönsee
Ausstattung: Doreen Back
Video: Phillip Hohenwarter
Choreographie: Denis Puzanov
Dramaturgie: Sabrina Hofer

Mit:
Hannah: Saskia von Winterfeld
Sebastian: Christian Kerepeszki
Magdalena: Sophie Hottinger
Roman: Jonathan Loosli

Aufführungsdauer: 1 Stunde 45 Minuten, keine Pause
Aufführungsrechte: Rowohlt Theaterverlag, Reinbek

www.konzerttheaterbern.ch

Wir lieben und wissen nichtsWir lieben und wissen nichts

 

 

 

 

Fotos: Annette Boutellier

 

 

 

Rinke, Moritz