Zeitstück

Die ersten Stunden

Ein bisschen Zeit, ein Stück Mülheim: Was die Blogger*innen am Rande des Festivals beobachten, präsentieren wir im Zeitstück. Den Anfang macht Blog-Autor Daniel Weber mit ersten Eindrücken aus der Mülheimer Innenstadt.

                                                                                                     

Foto: Elisabeth Schmitt

Freitagnachmittag, etwa 15 Uhr

 

ein Schild: Mülheim a. d. Ruhr (Hbf)

eine schmutzige Unterführung

plötzlich Licht und Wärme, eine Bäckereifiliale

Dönerladen im HBF

nahtloser Übergang zur Shoppingmeile

Dönerladen in der Shoppingmeile

ein Frischobst- und gemüsestand 

Erdbeeren und Spargel 

ein halbes Kilo: 3,99 Euro

Frauen mit flachen Hintern und prallen Einkaufstüten

Männer mit prallen Hintern (da, wo das Portemonnaie steckt) und keinen Einkaufstüten

 

draußen unter freiem Himmel:

ein Buchladen 

beklebte Schaufenster: „Die letzte Station vor der Langeweile“. 

zwei Tauben vor der Schiebetür

sitzen einander zugewandt

eine Ecktrinkhalle

ein Springbrunnen, der sich anhört wie das Plätschern des Regens

 

erstes Treffen im Dachgeschossatelier

Regen prasselt auf das Plexiglasdach, diesmal echter

eine lange Heizung unter der Decke

eine Topfpflanze baumelt von ihr herab

 

9 Studierende, 7 Stücke, 3 Wochen