Preisträgerin 2011: Elfriede Jelinek
„Winterreise“ - Münchner Kammerspiele, Foto: Julian Röder
Preisträgerin 2013: Katja Brunner
„Von den Beinen zu kurz“ - Schauspiel Hannover, Foto: Katrin Ribbe
Preisträgerin 2008: Dea Loher
„Das letzte Feuer“ - Thalia Theater Hamburg, Foto: Arno Declair
Preisträger 2007: Helgard Haug & Daniel Wetzel, Rimini Protokoll
„Karl Marx: Das Kapital, Erster Band“ - Düsseldorfer Schauspielhaus, Foto: Sebastian Hoppe
Preisträger 2006: René Pollesch
„Cappuccetto Rosso“ - Volksbühne Berlin/Salzburger Festspiele, Foto: Thomas Aurin
Preisträger 2012: Peter Handke
„Immer noch Sturm“ - Thalia Theater Hamburg/Salzburger Festspiele, Foto: Armin Smailovic
Preisträger 2016: Wolfram Höll
„Drei sind wir“ - Schauspiel Leipzig, Foto: Rolf Arnold
Preisträger 2004: Elfriede Jelinek
 „Das Werk“ - Burgtheater im Akademietheater, Wien, Foto: Christian Brachwitz
Preisträger 2003: Fritz Kater
 „zeit zu lieben zeit zu sterben“ - Thalia Theater Hamburg, Foto: Arno Declair
Preisträger 2014: Wolfram Höll
„Und dann“ - Schauspiel Leipzig, Foto: Rolf Arnold
Preisträgerin 2017: Anne Lepper
„Mädchen in Not“ - Nationaltheater Mannheim, Foto: Christian Kleiner
Preisträger 2002: Elfriede Jelinek
„Macht Nichts“ - Schauspielhaus Zürich, Foto: Leonard Zubler
Preisträger 2010: Roland Schimmelpfennig
„Der goldene Drache“ - Burgtheater Wien, Foto: Reinhard Werner
Preisträgerin 2009: Elfriede Jelinek
„Rechnitz (Der Würgeengel)“ - Münchner Kammerspiele, Foto: Arno Declair
Preisträger 2015: Ewald Palmetshofer
„die unverheiratete“ - Burgtheater im Akademietheater, Wien, Foto: Georg Soulek
Preisträger 2005: Lukas Bärfuss
„Der Bus (Das Zeug einer Heiligen)“ - Thalia Theater Hamburg, Foto: Arno Declair
Speisekarte XI

Rezept für Widerstand

Für den gehaltvollen Vorgeschmack auf einen Theaterabend gibt es in diversen Schauspielhäusern das Theaterdinner. Auf der Speisekarte der Theatergastronomie steht ein Gericht passend zur aktuellen Inszenierung. Wie macht man das? Blog-Autorin Henrike Reintjes hat Rezepte gewälzt, die Kochtöpfe geschwenkt und ein passendes Essen für Ferdinand Schmalz’ „der thermale widerstand“ gebrutzelt.

Die Regeln

 

1. Es muss einen inhaltlichen oder stilistischen Bezug zum Stück, nicht nur zum Autor, geben

2. Es muss pro Stück ein leichtes Hauptgericht sein – der (theaterbesuchende) Mensch lebt nicht von Laugenbrezeln allein aber er muss sich auch noch auf die anschließende Inszenierung konzentrieren können.

 

Das Experiment

 

Schmalz’ Schwimmbadsetting schreit nach Schwimmbadpommes, aber die gibt es eben nur im Schwimmbad, nicht in der Theaterkantine. Es gibt sie noch nicht einmal im Stück selbst. Dort bleibt man bei Schonkost und träumt von Dosenravioli mit Käse überbacken. Gar nicht so leicht. Schmalz jongliert mit Wortspielen, die zusammengenommen ein komplexes und gehaltvolles Gesamtwerk ergeben. Vielleicht also etwas Gesundes, aus einfachen Zutaten, die zusammen nach mehr schmecken. Schmalz zeigt eine ganze Welt in einem kleinen Nicht-Ort, und zwar ohne Großbuchstaben. Vielleicht also etwas, das thermal im Ofen erhitzt, kleiner wird, aber an Geschmack gewinnt. Man nehme also das Nicht-Gemüse Kartoffel und kombiniere es in einer besonderen Zusammenstellung im Ofen.

 

Das Resultat

 

Thermales Kartoffel- und Auberginengemüse für 2 widerständige Theatergänger

 

3 mittelgroße Kartoffeln, in kleine Würfel geschnitten

1 Aubergine, in kleine Würfel geschnitten

1 Handvoll Petersilie, klein gehackt

Zitronensaft, Olivenöl, Salz, Pfeffer

 

Kartoffel- und Auberginenwürfel mit Öl mischen, auf ein Blech in den auf 200°C vorgeheizten Ofen füllen und ca. 25 backen bis alles gar ist und die Kartoffeln knusprig sind. Dann Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Petersilie unterrühren. Mit (fettarmem – das ist besser verdaulich) Joghurt und (Vollkorn-)Brot (für Freunde des Genusses auch Fladenbrot) servieren, dazu Quellwasser aus Schnabeltassen trinken und das gründliche Kauen nicht vergessen!

Neuen Kommentar schreiben