Preisträgerin 2011: Elfriede Jelinek
„Winterreise“ - Münchner Kammerspiele, Foto: Julian Röder
Preisträgerin 2013: Katja Brunner
„Von den Beinen zu kurz“ - Schauspiel Hannover, Foto: Katrin Ribbe
Preisträger 2014: Wolfram Höll
„Und dann“ - Schauspiel Leipzig, Foto: Rolf Arnold
Preisträger 2004: Elfriede Jelinek
 „Das Werk“ - Burgtheater im Akademietheater, Wien, Foto: Christian Brachwitz
Preisträger 2005: Lukas Bärfuss
„Der Bus (Das Zeug einer Heiligen)“ - Thalia Theater Hamburg, Foto: Arno Declair
Preisträger 2007: Helgard Haug & Daniel Wetzel, Rimini Protokoll
„Karl Marx: Das Kapital, Erster Band“ - Düsseldorfer Schauspielhaus, Foto: Sebastian Hoppe
Preisträger 2002: Elfriede Jelinek
„Macht Nichts“ - Schauspielhaus Zürich, Foto: Leonard Zubler
Preisträger 2012: Peter Handke
„Immer noch Sturm“ - Thalia Theater Hamburg/Salzburger Festspiele, Foto: Armin Smailovic
Preisträger 2016: Wolfram Höll
„Drei sind wir“ - Schauspiel Leipzig, Foto: Rolf Arnold
Preisträger 2015: Ewald Palmetshofer
„die unverheiratete“ - Burgtheater im Akademietheater, Wien, Foto: Georg Soulek
Preisträgerin 2008: Dea Loher
„Das letzte Feuer“ - Thalia Theater Hamburg, Foto: Arno Declair
Preisträger 2010: Roland Schimmelpfennig
„Der goldene Drache“ - Burgtheater Wien, Foto: Reinhard Werner
Preisträgerin 2009: Elfriede Jelinek
„Rechnitz (Der Würgeengel)“ - Münchner Kammerspiele, Foto: Arno Declair
Preisträger 2003: Fritz Kater
 „zeit zu lieben zeit zu sterben“ - Thalia Theater Hamburg, Foto: Arno Declair
Preisträger 2006: René Pollesch
„Cappuccetto Rosso“ - Volksbühne Berlin/Salzburger Festspiele, Foto: Thomas Aurin
Preisträgerin 2017: Anne Lepper
„Mädchen in Not“ - Nationaltheater Mannheim, Foto: Christian Kleiner
Speisekarte IX

Kleines Verdauungspäuschen

Die ersten drei der sieben Gänge des „Stücke“-Menüs sind serviert. Der vierte Gang lässt noch ein wenig auf sich warten. Beste Zeit für ein Verdauungspäuschen, findet Blog-Autor Arne Schüttler.

Die ersten drei Gänge des „Stücke“-Menüs sind serviert. Vier warten noch in der Küche. Völlegefühl ist hoffentlich noch bei niemandem eingetreten. Jedoch verspürt der ein oder andere vielleicht ganz subtil ein erstes Sättigungsgefühl. Zur Sicherheit ist daher angeraten, sich für ein Weilchen von der Tafel zu erheben und ein kleines Verdauungspäuschen einzulegen. Das Zusichgenommene sacken lassen, Platz schaffen für mehr.

Denn was gab es nicht bereits alles: Nach dem Eröffnungssekt zunächst einen exotischen Happen, garniert mit Paradiesfrucht. Zuletzt zwei mächtige Gerichte, sehr gehaltvoll, aber auch schwer zu verdauen. Der ein oder andere hat vielleicht noch daran zu kauen. Dazu noch reichlich Beilagen, die das Festessen komplettierten. Nach diesen ersten Hochgenüssen bleibt die Küche nun die nächsten Tage kalt. Eine kleine Fastenkur ist eingeläutet, an deren Ende dezent gechlorte Dosenravioli mit Schmalznote locken.

Nach dem Essen sollst du ruhn …

So ein umfangreiches Menü birgt immer auch die Gefahr, sich zu überessen. Denn Appetit auf das Gebotene besteht reichlich. Die Augen gehen einem ob dessen über und werden mitunter größer als der Magen. Die „Stücke“ sind jedoch weder hektische Fast-Food-Bude noch lieb- und maßloses All you can eat-Restaurant. Völlerei und Überdruss sind nicht beabsichtigt. Lieber Stück für Stück in Ruhe genießen, das bereits Dargebotene sowie das noch Anstehende angemessen würdigen. Jeden Gang, jedes Gericht, jede Zutat.

Fürs Erste gilt daher: Nach dem Essen sollst du ruhn oder tausend Schritte tun. Wer sich für das Nickerchen entscheidet, besser vorher Wecker stellen: Am 26. Mai geht es um Punkt 19.30 Uhr mit dem vierten Gang weiter. Hunger mitbringen nicht vergessen!

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