Preisträger 2016: Wolfram Höll
„Drei sind wir“ - Schauspiel Leipzig, Foto: Rolf Arnold
Preisträger 2002: Elfriede Jelinek
„Macht Nichts“ - Schauspielhaus Zürich, Foto: Leonard Zubler
Preisträgerin 2017: Anne Lepper
„Mädchen in Not“ - Nationaltheater Mannheim, Foto: Christian Kleiner
Preisträgerin 2011: Elfriede Jelinek
„Winterreise“ - Münchner Kammerspiele, Foto: Julian Röder
Preisträger 2004: Elfriede Jelinek
 „Das Werk“ - Burgtheater im Akademietheater, Wien, Foto: Christian Brachwitz
Preisträgerin 2008: Dea Loher
„Das letzte Feuer“ - Thalia Theater Hamburg, Foto: Arno Declair
Preisträger 2012: Peter Handke
„Immer noch Sturm“ - Thalia Theater Hamburg/Salzburger Festspiele, Foto: Armin Smailovic
Preisträgerin 2009: Elfriede Jelinek
„Rechnitz (Der Würgeengel)“ - Münchner Kammerspiele, Foto: Arno Declair
Preisträger 2006: René Pollesch
„Cappuccetto Rosso“ - Volksbühne Berlin/Salzburger Festspiele, Foto: Thomas Aurin
Preisträger 2007: Helgard Haug & Daniel Wetzel, Rimini Protokoll
„Karl Marx: Das Kapital, Erster Band“ - Düsseldorfer Schauspielhaus, Foto: Sebastian Hoppe
Preisträger 2014: Wolfram Höll
„Und dann“ - Schauspiel Leipzig, Foto: Rolf Arnold
Preisträger 2005: Lukas Bärfuss
„Der Bus (Das Zeug einer Heiligen)“ - Thalia Theater Hamburg, Foto: Arno Declair
Preisträger 2010: Roland Schimmelpfennig
„Der goldene Drache“ - Burgtheater Wien, Foto: Reinhard Werner
Preisträgerin 2013: Katja Brunner
„Von den Beinen zu kurz“ - Schauspiel Hannover, Foto: Katrin Ribbe
Preisträger 2003: Fritz Kater
 „zeit zu lieben zeit zu sterben“ - Thalia Theater Hamburg, Foto: Arno Declair
Preisträger 2015: Ewald Palmetshofer
„die unverheiratete“ - Burgtheater im Akademietheater, Wien, Foto: Georg Soulek
Speisekarte XVI

Ein Stück Autor*in

Das Bild von Autor*innen als genialische Schöpfer*innen ist wahrscheinlich so alt wie das Fach selbst. Auch unsere Autor*innen beherrschen die Selbstinszenierung und wissen sich über die Stücktexte hinaus in Szene zu setzen. Wir – das Publikum, die Presse, das Festivalteam – stürzen uns mit Vergnügen auf die angebotenen Stereotypen und ko-produzieren so das Bild der Autor*innen. Was passiert, wenn wir die besten Eigenschaften unserer Autor*innen in eine Kuchenbackform schmeißen und ordentlich umrühren? Ein Rezeptvorschlag:

Die Grundzutat sollte sich dadurch auszeichnen, dass sie zuhauf vorhanden ist. Man nehme eine großzügige Handvoll setzsche Öffentlichkeitsscheu. Um den Teig ein wenig luftiger zu machen, wird die Grundzutat mit einer Prise jelinekscher omnipräsenter Abwesenheit verfeinert.

Während der Backofen auf 47 Grad Celsius vorheizt, wird ein wenig Zweifel mit Abneigung verrührt. Hierbei ist besonders auf die Qualität und das Verhältnis der Zutaten zu achten. Der bachsche Zweifel am Theater und der Kunst im Allgemeinen gibt dem Teig eine gewisse Süße, während leppersche Abneigung, sich selbst und das Werk zu erklären, eine würzige Note verleiht.

Nachdem die Grundzutaten vermengt in den Ofen geschoben wurden, kann man sich der Verzierung widmen. Diesem Schritt sollte unbedingt genügend Aufmerksamkeit geschenkt werden, denn das Auge isst ja bekanntlich mit. Steif geschlagene Sahne wird mit kleinen schwarzen Marzipanhütchen und schmalzigen Schnäuzern gespickt. Die Sahne darf großzügig auf die Kuchenstücke aufgetragen werden.

Wir dürfen gespannt sein, welche rauen und küspertigen Finessen das Rezept noch verfeinern werden. Sicher werden sie uns in neue kulinarische Sphären führen.

Wohl bekomms.

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