Preisträger 2004: Elfriede Jelinek
 „Das Werk“ - Burgtheater im Akademietheater, Wien, Foto: Christian Brachwitz
Preisträger 2002: Elfriede Jelinek
„Macht Nichts“ - Schauspielhaus Zürich, Foto: Leonard Zubler
Preisträgerin 2013: Katja Brunner
„Von den Beinen zu kurz“ - Schauspiel Hannover, Foto: Katrin Ribbe
Preisträgerin 2008: Dea Loher
„Das letzte Feuer“ - Thalia Theater Hamburg, Foto: Arno Declair
Preisträger 2005: Lukas Bärfuss
„Der Bus (Das Zeug einer Heiligen)“ - Thalia Theater Hamburg, Foto: Arno Declair
Preisträger 2015: Ewald Palmetshofer
„die unverheiratete“ - Burgtheater im Akademietheater, Wien, Foto: Georg Soulek
Preisträgerin 2017: Anne Lepper
„Mädchen in Not“ - Nationaltheater Mannheim, Foto: Christian Kleiner
Preisträger 2010: Roland Schimmelpfennig
„Der goldene Drache“ - Burgtheater Wien, Foto: Reinhard Werner
Preisträgerin 2009: Elfriede Jelinek
„Rechnitz (Der Würgeengel)“ - Münchner Kammerspiele, Foto: Arno Declair
Preisträger 2003: Fritz Kater
 „zeit zu lieben zeit zu sterben“ - Thalia Theater Hamburg, Foto: Arno Declair
Preisträger 2006: René Pollesch
„Cappuccetto Rosso“ - Volksbühne Berlin/Salzburger Festspiele, Foto: Thomas Aurin
Preisträger 2012: Peter Handke
„Immer noch Sturm“ - Thalia Theater Hamburg/Salzburger Festspiele, Foto: Armin Smailovic
Preisträger 2014: Wolfram Höll
„Und dann“ - Schauspiel Leipzig, Foto: Rolf Arnold
Preisträger 2016: Wolfram Höll
„Drei sind wir“ - Schauspiel Leipzig, Foto: Rolf Arnold
Preisträger 2007: Helgard Haug & Daniel Wetzel, Rimini Protokoll
„Karl Marx: Das Kapital, Erster Band“ - Düsseldorfer Schauspielhaus, Foto: Sebastian Hoppe
Preisträgerin 2011: Elfriede Jelinek
„Winterreise“ - Münchner Kammerspiele, Foto: Julian Röder
Interview mit Kathrin Röggla

„Es ist dialogisch“

Kathrin Röggla ist Autorin, stellvertretende Präsidentin der Berliner Akademie der Künste, immer wieder Lehrende an Universitäten und in diesem Jahr Mitglied der Preisjury für den Mülheimer Dramatikerpreis. Die Blog-Autorinnen Marie Eberhardt und Victoria Weich haben sie zum Gespräch getroffen.

Es ist heiß, wie immer in den vergangenen Tagen in Mülheim. Also treffen wir Kathrin Röggla im schattigen Garten des Mülheimer Hotels. Hier wird traditionell die Preisjury empfangen, man kennt die „Stücke“, weiß genau, wann der Anruf mit den Reservierungen kommt. Serviert werden uns Kaffee und Wasser. Umgeben sind wir von summenden Tieren und dem Rauschen der Autobahn  – grüne Lagune und wimmelnder Verkehr liegen in dieser Stadt stets nebeneinander. Kathrin Röggla, Jahrgang 1971, nimmt sich Zeit für uns, obwohl sie sich noch auf die kommende Vorstellung einstimmen möchte und auch sonst viel zu tun hat. Zeit zu haben, so wird sich im Laufe unseres Interviews herausstellen, ist der Autorin wichtig.

Kathrin Röggla schreibt Stücke, Prosa, Essays und Hörspielen, auch Festivalstrukturen kennt sie gut. 2016 hat sie als Mitglied der Stückemarkt-Jury in Berlin agiert, in Mülheim war sie selbst schon zweimal mit ihren eigenen Stücken nominiert; 2010 mit „Die Beteiligten“, 2006 mit „draußen tobt die dunkelziffer“. Ihre Texte zeigen: Sie fuchst sich ein in das Material, recherchiert energisch und ausgiebig. Dass diese Arbeit eine besondere Form hervorbringt, ist möglicherweise auch mit ihrem eigenen Anspruch verbunden. Sie schreibe ihre Stücke als eine Art Frage, die sie an jemanden stelle.

Aus unserem Interview ist ein lebhaftes Gespräch geworden, wir sind – so wie es die „Stücke“ doch eigentlich wünschen – in Dialog mit der Autorin getreten. Im ersten Teil spricht Röggla über ihre Position in der Preisjury und ihren Blick auf Texte und Inszenierungen. Im zweiten Teil geht es ans Eingemachte: Wie ist das Bild von Autorinnen heute? Was ist Wahrheit auf und neben der Bühne? Und ist das dann authentisch?

Audio: 

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