Aus der Fremde

von Ernst Jandl

Stücke 1980

Schaubühne am Halleschen Ufer
Künstlerische Leitung: Peter Stein

er: Peter Fitz
sie: Christine Oesterlein
er 2: Gerd Wameling

Regie: Ellen Hammer
Bühnenbild: Antonio Recalcati
Kostüme: Moidele Bickel

Aufführungsdauer: ca. 3 Stunden
Aufführungsrechte: Kiepenheuer & Witsch, Köln

Uraufführung am 28.09.1979, Vereinigte Bühnen Graz

Ernst Jandl

1925 - 2000

Geboren 1925 in Wien.
Nach dem Besuch der Höheren Schule, musste er ab 1943 seinen Militärdienst an der Front ableisten. Er geriet in amerikanische Kriegsgefangenschaft, wo er als Dolmetscher arbeitete und mit englischsprachigen Autoren in Kontakt kam. 1946 wurde Ernst Jandl entlassen und kehrte nach Wien zurück.

Zurück in Wien nahm er noch 1946 ein Studium der Germanistik und Anglizistik auf und legte 1949 seine Lehramtsprüfung ab. Mit Unterbrechungen arbeitete er bis 1979 als Lehrer. 1950 schloss er seine Dissertation über Die Novellen Arthur Schnitzler
s ab.

Anfang der 50er Jahre wandte er sich verstärkt dem Schreiben zu. Ernst Jandl wurde vor allem durch seine experimentelle Lyrik bekannt, bei der er viel Wert auf den formalen Aufbau der Worte legte und die dadurch entstehenden Bedeutungsmöglichkeiten. Die Wortschöpfung "Jandln" verbreitete sich als Begriff für das Sprachspiel nach Vorbild des Dichters.
Gemeinsam mit Friederike Mayröcker schrieb er einige Hörspiele, unter anderem Fünf Mann Menschen (1968).

Jandl war seit 1970 Mitglied der Akademie der Künste Berlins. 1973 war er Mitbegründer der Grazer Autorenversammlung.
1980 gewann er mit  Aus der Fremde den Mülheimer Dramatikerpreis.

Ernst Jandl starb am 09.06.2000 in Wien.

 

Bücher (Auswahl)

Andere Augen, Gedichte. 1956, Wien: Berglandlange gedichte. 1964, Hrsg.: Max Bense, Elisabeth Walther. Stuttgart: H. Mayer
Laut und Luise, 1966, Nachwort von Helmut Heißenbüttel. Olten, Freiburg im Breisgau: Walter-Verlag
sprechblasen, Visuelle Gedichte. 1968, Neuwied, Berlin: Hermann Luchterhand
der künstliche baum. Gedichte 1957-1969. Darmstadt, Neuwied: Hermann Luchterhand

 

Hörspiele (Auswahl)

Fünf Mann Menschen, 1968 [Mit Friederike Mayröcker]. Regie: Peter Michel Ladiges. SWF
Der Gigant, 1969 [Mit Friederike Mayröcker]. Regie: Heinz von Cramer. WDR
Spaltungen, 1970 [Mit Friederike Mayröcker]. Regie: Heinz von Cramer. WDR
Das Röcheln der Mona Lisa. Regie: Ernst Jandl. BR, JR, NDR
die auswanderer. Regie: Raoul Wolfgang Schnell. WDR
Der Uhrensklave, 1971, Regie: Uwe Schareck. SDR
Die Humanisten,1977, Hörspielfassung. WDR
Aus der Fremde, 1980, Regie: Ernst Jandl, Ellen Hammer. HR, WDR

 

Stücke (Auswahl)

szenen aus dem wirklichen leben, 1966, Wiener Festwochen im Theater an der Wien, Regie: Ulrich Baumgartner.
der raum. szenisches gedicht für beleuchter und tontechniker, 1973, Studiobühne Villach, Regie: Bruno Czeitschner.
die humanisten, 1976, Probebühne des Schauspielhauses Graz, Regie: Peter Lotschak
Aus der Fremde, UA 28.09.1979, Schauspielhaus Graz, Regie: Rainer Hauer. - Mülheimer Dramatikerpreis 1980 (Schaubühne am Halleschen Ufer, Regie: Ellen Hammer)

 

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

1969 Hörspielpreis der Kriegsblinden zusammen mit Friederike Mayröcker für FÜNF MANN MENSCHEN
1974 Georg-Trakl-Preis für Lyrik
1976 Literaturpreis der Stadt Wien
1978 Österreichischer Würdigungspreis für Literatur
1980 Mülheimer Dramatikerpreis für AUS DER FREMDE

(Stand: 1980)

 

www.ernstjandl.com

 

 

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