Draußen bleiben

Foto von Andreas Tamme
8+
ca. 60 Minuten, keine Pause



Roman ist 10 und lebt mit seiner arbeitslosen Mutter und der jüngeren Schwester in äußerst ärmlichen Verhältnissen. Der Vater ist schon lange verschwunden und da die überforderte Mutter krankheitsbedingt „ausfällt“, muss Roman schon früh sehr viel Verantwortung übernehmen. Trotz der hohen Belastung ist er ein guter Schüler. Und er ist ein begabter Sänger. Als eines Tages ein Scout des Leipziger Thomanerchores in seine Schule kommt, wünscht er sich nichts sehnlicher, als dort aufgenommen zu werden. Doch er spürt, dass seine Mutter versucht, ihm seinen Traum auszureden.  Und so macht er sich alleine auf den Weg zum Bahnhof und wartet dort auf den nächsten Zug, der ihn zum Vorsingen nach Leipzig bringt. Das Besondere des Stückes ist, dass es neben Romans Geschichte vor allem über die alltägliche Armut in unserem Land erzählt und das Bild einer Gesellschaft zeigt, die sich immer weiter aufspaltet in jene, die am wirtschaftlichen Reichtum teilhaben und jene, die „draußen bleiben“ müssen. Jene, die nur noch von dem überleben können, was andere weggeworfen und übrig gelassen haben.
Werner Mink

Uraufführung: 
am 05.04.2013

Mit:
Roman: Sebastian Brummer
Zugschaffnerin u.a.: Olga Prokot
Mutter u.a.: Beate Weidenhammer
Regie: Sabine Bahnsen
Ausstattung: Erwin Bode

Das Stück und die Inszenierung sind im Rahmen von NAH DRAN! NEUE STÜCKE FÜR DAS KINDERTHEATER, ein Kooperationsprojekt des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der Bundesrepublik Deutschland und des Deutschen Literaturfonds e. V., mit Mitteln des Kulturstiftung des Bundes gefördert worden.