Das Geschenk des weißen Pferdchens

Das Geschenk des weißen Pferdchens / Foto: DigiPott
8+
65 Minuten, keine Pause



„Seit gut vier Jahrzehnten schreibt Rudolf Herfurtner nun schon erfolgreich Literatur für Kinder und Jugendliche. Dekoriert mit vielen Preisen, entstand in dieser Zeit auch der ein oder andere Kindertheaterklassiker.
Eine Legende aus der Mongolei ist Ausgangspunkt seiner jüngsten Arbeit, die im Auftrag der Schauburg in München entstand. Eine Geschichte innerhalb einer Geschichte. Der schon vom Tode gezeichnete Großvater erzählt seinem Enkel die traurig-schönen Erlebnisse des Hirtenjungen Suhe, der ein sterbendes Fohlen geschenkt bekommt. Liebevoll pflegt und beschützt er es, und es wächst zum schönsten und schnellsten Pferd des Landes heran. Doch dies schürt die Missgunst und den Neid eines Rivalen, der Suhes Pferd tötet. Unermesslich ist der Schmerz und das Unrecht, das Suhe erfährt. Bis ihm das Pferd im Traum erscheint. Es  zeigt Suhe, wie er aus seinen Knochen, der Haut und den Haaren eine Pferdekopfgeige bauen kann. Die Musik der Geige heilt schließlich nicht nur Suhes Kummer, er gewinnt damit auch das Herz einer Prinzessin.

Herfurtner verhandelt hier ganz unaufdringlich komplexe Lebensthemen. Er führt uns vor wie zerbrechlich dieses Leben ist. Wie schnell Momente des Glücks in Untiefen von Trauer kippen können, die es zu meistern gilt. Der Text kommt so leicht daher und ist doch so kraftvoll. Die Geschichte so zart und doch so aufregend berührend und Lebensmut machend. Ein virtuoses Stück Erzähltheater in einer atmosphärisch starken Inszenierung von Mayra Capovilla.“
Werner Mink

Uraufführung: 
am 9.11.2010

Mit: Johannes Klama, Berit Menze, Peter Wolter, Tumursaikhan Janlav (Pferdekopfgeige)
Regie: Mayra Capovilla
Bühne: Hans Peter Boden
Kostüm: Claudia Jung

Ein Auftragswerk der SCHAUBURG München

Stückabdruck: 
Stückabdruck in "Spielplatz 23", Verlag der Autoren