„Die Biene im Kopf“ von Roland Schimmelpfennig
Consol Theater Gelsenkirchen, Foto: Pedro Malinowski
„Dickhäuter“ von Tina Müller
Theater Fallalpha Zürich, Foto: Tanja Dorendorf
„Die Glücksforscher“ von Marc Becker
Oldenburgisches Staatstheater, Foto: Stephan Walzl
„Der dicke Sternschnuppe“ von Julia Penner
Theater Osnabrück, Foto: Uwe Lewandowski
„Aus die Maus“ von Georg Piller, Nadja Sieger
Grips Theater Berlin, Foto: David Baltzer

Aus die Maus

von Georg Piller, Nadja Sieger und Ensemble
Grips Theater, Berlin

Freitag, 19. Mai, 09:00 und 11:30 Uhr, Theater an der Ruhr

Georg Piller, Nadja Sieger: Aus die Maus / Foto: David Baltzer

 

Eine Bühne. Ein als Maus verkleideter Zauberer. Er vermittelt Kindern im Rahmen einer Show, was es braucht, um glücklich zu sein. Doch sein Spiel wird abrupt unterbrochen, als eine verwahrloste Frau aus den Kulissen auftaucht. Es ist eine Obdachlose, die dort hinter der Bühne einen vorübergehenden Zufluchtsort gefunden hat.
Plötzlich trifft Lebenstheorie auf Lebenspraxis. Indem beide den Bühnenraum für sich beanspruchen, erfahren die Zuschauer mehr über die Situation der obdachlosen Frau: wie fragil so ein Menschenleben sein kann, wie schnell soziale Sicherheit in Verelendung umschlägt, wenn man erst einmal im Teufelskreis keine Wohnung = kein Job, kein Job = kein Geld angekommen ist. Daraus wieder zu entkommen, scheint fast aussichtslos.
In einer Zeit, in der die Obdachlosenzahlen stetig steigen, sensibilisiert das Stück für die Not dieser Menschen und einen vorurteilsfreien Umgang mit ihnen. Und dies mit humorvoller Leichtigkeit, aber trotzdem ruppig und ohne zu beschönigen.

Werner Mink

Premiere am 22. September 2016, Grips Theater, Berlin (Podewil)

Mit: Frederic Phung und Regine Seidler
Regie und Bühne: Nadja Sieger
Kostüme: Gabriele Kortmann
Dramaturgie: Nora Hoch

Aufführungsdauer: 70 Minuten, keine Pause

Ab 8 Jahren

www.grips-theater.de