Die Frankfurter Hauptschule ist ein zwanzigköpfiges Kunstkollektiv, das sich 2013 an der Hochschule für Bildende Künste – Städelschule in Frankfurt am Main zusammenfand. Die Gruppe ist bislang vor allem mit medienwirksamer Aktionskunst in Erscheinung getreten. Eingeladen vom Theater Oberhausen erregte die Frankfurter Hauptschule 2020 mit „Bad Beuys go Africa“ die Aufmerksamkeit der internationalen Presse: Sie fingierten den Diebstahl einer Beuys-Skulptur sowie deren Überführung in ein ethnologisches Museum in Tansania als Gaga-Geste der Restitution kolonialer Beutekunst. Seit 2021 lehrt die Frankfurter Hauptschule an der Universität der Künste Berlin. 2022 eröffneten die Künstler*innen ihre Einzelausstellung „kANzELKuLTuR“ im Neuen Aachener Kunstverein, in der sie den Zusammenhang von Esoterik und Faschismus vor dem Hintergrund der Querdenken-Demonstrationen untersuchten. Mit „2x241 Titel doppelt so gut wie Martin Kippenberger“ gewannen sie 2024 den Autor*innenpreis des Heidelberger Stückemarktes. Im Herbst 2025 inszenierten sie das Stück an den Münchner Kammerspielen. 2026 erscheint bei DISTANZ ein Katalog über ihre Arbeit der ersten zehn Jahre. Im Merve Verlag wird 2026 das Stück „Motor“ publiziert.


