Preisträger 2016: Wolfram Höll
„Drei sind wir“ - Schauspiel Leipzig, Foto: Rolf Arnold
Preisträger 2003: Fritz Kater
 „zeit zu lieben zeit zu sterben“ - Thalia Theater Hamburg, Foto: Arno Declair
Preisträgerin 2008: Dea Loher
„Das letzte Feuer“ - Thalia Theater Hamburg, Foto: Arno Declair
Preisträger 2006: René Pollesch
„Cappuccetto Rosso“ - Volksbühne Berlin/Salzburger Festspiele, Foto: Thomas Aurin
Preisträger 2005: Lukas Bärfuss
„Der Bus (Das Zeug einer Heiligen)“ - Thalia Theater Hamburg, Foto: Arno Declair
Preisträger 2007: Helgard Haug & Daniel Wetzel, Rimini Protokoll
„Karl Marx: Das Kapital, Erster Band“ - Düsseldorfer Schauspielhaus, Foto: Sebastian Hoppe
Preisträger 2014: Wolfram Höll
„Und dann“ - Schauspiel Leipzig, Foto: Rolf Arnold
Preisträgerin 2017: Anne Lepper
„Mädchen in Not“ - Nationaltheater Mannheim, Foto: Christian Kleiner
Preisträger 2015: Ewald Palmetshofer
„die unverheiratete“ - Burgtheater im Akademietheater, Wien, Foto: Georg Soulek
Preisträgerin 2011: Elfriede Jelinek
„Winterreise“ - Münchner Kammerspiele, Foto: Julian Röder
Preisträgerin 2009: Elfriede Jelinek
„Rechnitz (Der Würgeengel)“ - Münchner Kammerspiele, Foto: Arno Declair
Preisträgerin 2013: Katja Brunner
„Von den Beinen zu kurz“ - Schauspiel Hannover, Foto: Katrin Ribbe
Preisträger 2010: Roland Schimmelpfennig
„Der goldene Drache“ - Burgtheater Wien, Foto: Reinhard Werner
Preisträger 2012: Peter Handke
„Immer noch Sturm“ - Thalia Theater Hamburg/Salzburger Festspiele, Foto: Armin Smailovic
Preisträger 2004: Elfriede Jelinek
 „Das Werk“ - Burgtheater im Akademietheater, Wien, Foto: Christian Brachwitz
Preisträger 2002: Elfriede Jelinek
„Macht Nichts“ - Schauspielhaus Zürich, Foto: Leonard Zubler

europa verteidigen

von Konstantin Küspert
ETA Hoffmann Theater Bamberg

Freitag, 2. Juni + Samstag, 3. Juni, 19.30 Uhr, Theater an der Ruhr

Konstantin Küspert: europa verteidigen / Foto: Martin Kaufhold

 

Drei Erzählstränge verwebt Konstantin Küspert bei seinem sarkastischen Versuch, Europa zu verteidigen. Da wären zum einen ein paar Leute von heute, die in ihren Statements unter anderem die populäre Europa-Kritik bündeln: Bürokratiekritik, Elitenüberdruss, repressive Wirtschaftsdominanz oder notorische Drittweltausbeutung.
In einem zweiten Strang geht es zurück in die Geschichte. Der kleine Kontinent ruht auf einer beeindruckenden Gewalthistorie: Von den pragmatischen Wikinger-Schlagetots über die Kreuzfahrer, deren Christentum ein bequemer Vorwand für Wirtschaftskriege war, bis zu den Römern mit ihren afrikanischen Expeditionen reicht eine dicke Blutspur ins 20. Jahrhundert, als Kaiser Wilhelm und seine zackigen Militärs auch mal europäische Kolonialmacht spielten und Hereros ausrotten gingen. Bis ein paar Jahre später Hitler die europäische Welt mit einem Weltkrieg überzog, der nur mit Hilfe einiger anderer Kontinente wieder ausgetreten werden konnte.
Auch ein Blick in den Mythos macht nicht unbedingt Mut: Hervorgegangen ist Europa aus der Vergewaltigung einer gelangweilten phönizischen Prinzessin, die in einem Anfall von Unternehmungslust auf den falschen Stier setzt und einen Haufen Völker gebiert, die sich die nächsten paar tausend Jahre nicht ungeschickt bekämpfen werden.
Warum also Europa verteidigen? Das müssen wir schon selber wissen!

Franz Wille

 

Uraufführung am 9. Oktober 2016, ETA Hoffmann Theater Bamberg

Mit: Ronja Losert, Marie Nest, Nicolas Garin, Bertram Maxim Gärtner, Stefan Hartmann
Regie: Cilli Drexel
Bühne/Kostüm: Christina Mrosek
Dramaturgie: Olivier Garofalo

Aufführungsdauer: 1 Stunde 30 Minuten, keine Pause
Aufführungsrechte: Suhrkamp Theater Verlag, Berlin
Stückabdruck in Theater heute 12/2016


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www.theater.bamberg.de
 

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