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Wolfram Höll

Zweimal hat Wolfram Höll den Mülheimer Dramatikerpreis gewonnen, 2014 und 2016. Jetzt ist er wieder da, mit seinem Stück Disko. Die Disko ist hier der Ort, wo jeder rein will. Nur weist an der Schwelle ein Türsteher jeden Dahergelaufenen ab. Draußen bleiben (vorerst): Flüchtlinge und dissidente Geschöpfe. Höll hat aber nicht einfach ein weiteres Flüchtlingsdrama verfasst, sondern ein Wortkonzert.

Sibylle Bergs Wonderland Ave.

Sibylle Bergs Lektor Nils Tabert im Gespräch zu 'Wonderland Ave.', ein Science-Fiction-Stück, das die Freizeitgesellschaft von ihrer Selbstabschaffung her denkt. Irgendwie hat es die Menschheit geschafft, sich von hämisch servilen Künstlichen Intelligenz-Wesen die Hoheit über ihren Tagesablauf abluchsen zu lassen.

 

Donnernde Poesie

Das letzte Stück im Wettbewerb: Gestern feierte Thomas Köcks "paradies spielen" in der Uraufführungsinszenierung des Nationaltheaters Mannheim im Theater an der Ruhr Premiere. Köcks Stück ist der letzte Teil seiner Klimatrilogie und stellt auf eindringliche Art die Frage nach der Richtung, in die unsere Welt fährt. Madita Grundmann begab sich mit auf die Reise im "ewigen ICE der Spätmoderne".

Das Spiel mit dem Tableau

Gestern Abend feierte Thomas Melles "Versetzung" in einer Inszenierung des Deutschen Theaters Berlin Premiere in der Mülheimer Stadthalle. Das Ensemble agierte wie auf einem Präsentierteller auf einer Tableau-Ebene. Blog-Autorin Erika Walter beschreibt ihre visuellen Eindrücke.

Mülheims schnellste Kritik

Direkt aus der Inszenierung vor die Kamera: Die schnellste Kritik Mülheims. Unsere Stücke-Bloggerinnen Maike Grabow und Madita Grundmann bewerten Maria Milisavljevics Stück „Beben“ in einem Gespräch, das nur Minuten nach der Vorstellung aufgezeichnet wurde. Dafür benutzen sie weder ein Skript noch einen Leitfaden.

Krieg und Spiele

Maria Milisavljevics „Beben“ erzählt von uns allen in der dystopischen Welt Ulro, die von einer grausamen, zynischen Gottfigur regiert wird, die die Menschen wie in einem Computerspiel strategisch hin- und herschiebt, rennen, kämpfen und sterben lässt. Lisa Oppermann über einen pulsierenden Abend, der zwischen billigem Pop und Panzern, Selfies und erschossenen Kindern springt.

Wach und überwältigt

Es gibt wahrscheinlich wenige Stücktexte, die Regie, Dramaturgie und Ensemble so viele Möglichkeiten zur Interpretation bieten wie das Textflächen-Theater von Elfriede Jelinek. Anton Vichrov ist Fotografiestudent und hat sich mit Gegenwartsdramatik bisher eher selten beschäftigt. Nach der Vorstellung stellt er sich im Gespräch mit Maike Grabow den Fragen seiner Blogkolleg*innen.

Sehen oder nicht sehen

Elfriede Jelineks „Am Königsweg“ ist in Mülheim dieses Wochenende gleich zweimal zu sehen. Heute feiert die Inszenierung des Hamburger Schauspielhauses in der Stadthalle Premiere. Gestern zeigte das Theater an der Ruhr das Stück in Verbindung mit dem Klassiker „König Ubu“. Bei einem Blick über den Tellerrand der „Stücke“ entdeckt Bloggerin Eva Mainusch einiges Bekanntes.

Yogische Verrenkungen

Fräulein Agnes ist die weibliche Wiedergängerin von Molières Menschenfeind, ihr Hass auf die Kunstszene des 21. Jahrhunderts beeindruckt nachhaltig. Über eine kathartische Kraft des Kricheldorfschen Textes und zuviel Künstlichkeit in der Göttinger Inszenierung berichtet Marie Lemser.

Wie entsteht ein Bühnenbild?

Anderthalb Tage braucht das Göttinger Bühnenteam für den Aufbau von "Fräulein Agnes"' Bühnenbild. Allein das Festschrauben des Bodens dauert mehrere Stunden. Anton Vichrov hat die Techniker mit der Kamera begleitet - vom Ankommen in der Mülheimer Stadthalle bis zur Lichtprobe am nächsten Morgen. 

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