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Ausbildungsbetriebe stellen häufig fest, dass Schülerinnen und Schüler wenig über Berufe wissen oder dass die Vorstellungen stark von der Realität abweichen. Berufsfelderkundungen helfen Jugendlichen ihr Bild von verschiedenen Berufszweigen an der Realität zu messen und neue Möglichkeiten zu entdecken. Außerdem lernen sie Berufsfelder kennen, die weniger bekannt sind oder solche, zu denen sie im Alltag keinen Zugang haben. So wird der Berufswunsch rechtzeitig klar.
Helfen auch Sie aktiv mit, Ihren zukünftigen Auszubildenden eine klare Vorstellung davon zu geben, was sie im Berufsleben erwartet!

 

Was genau ist eine Berufsfelderkundung?

Eine Berufsfelderkundung ist ein eintägiges Praktikum. In welcher Form Sie Ihren Beruf präsentieren, bestimmen Sie selbst. Wichtig ist, dass die Jugendlichen einen realitätsnahen Einblick in ein Berufsfeld erhalten. Die Berufsfelderkundungen werden in der Schule vor- und nachbereitet. 

Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler im 8. Schuljahr
Dauer: ein Schultag
Gruppengröße: Einzelpersonen bis max. 16 Jugendliche

Die rechtlichen und versicherungstechnischen Bestimmungen für Berufsfelderkundungen entsprechen denen für Betriebspraktika.

Wie profitiert mein Unternehmen von den Berufsfelderkundungstagen?

  • Sie beugen frühzeitig dem Fachkräftemangel vor,
  • Schülerinnen und Schüler, die bei Ihnen besonderes Potential gezeigt haben, können Sie für ein längeres Betriebspraktikum gewinnen.
  • Sie lernen frühzeitig motivierte Schülerinnen und Schüler kennen, die später Ihre Azubis werden können,
  • Sie zeigen sich als engagierter Betrieb und steigern so Ihre Attraktivität als Arbeitgeber

Wie könnte eine Berufsfelderkundung in meinem Betrieb aussehen?

Berufsfelderkundungen anzubieten heißt nicht zwangsläufig, dass Sie Ihre Arbeit für einen Tag einstellen. Vielmehr geht es darum, dass die Jugendlichen einen realistischen Eindruck von Ihrem Arbeitsbereich erhalten. In manchen Branchen ist es eher machbar, Schülerinnen und Schüler im Alltag „mitlaufen“ zu lassen. In anderen Branchen macht es Sinn Arbeitsabläufe neben dem alltäglichen Geschäft ausprobieren zu lassen.
An dieser Stelle wollen wir ein paar berufsfeldübergreifende Anregungen bieten, die Ihnen bei der Vorbereitung Ihrer Berufsfelderkundung helfen könnten.
Wir stehen Ihnen jederzeit gerne mit Rat zur Seite. Sprechen Sie uns an.

Fragen, die Ihnen bei der Vorbereitung helfen könnten

  • Welche Produkte, welches Wissen und welche Erfahrungen wollen Sie weitergeben?
  • Anhand welcher einfachen Tätigkeiten / Handgriffe können Sie Ihr Wissen praktisch erfahrbar machen?
  • Wie lässt sich Ihr Thema anschaulich, interessant und unterhaltsam vermitteln und von den SchülerInnen praktisch selbst bearbeiten?
  • Wer ist in Ihrem Unternehmen für eine unterhaltsame und anregende Wissensvermittlung besonders geeignet?
  • Wie können Sie Ihre eigenen Azubis und Studenten einbinden?

Beispiele, um Ihr Programm zusammenzustellen

  • Kennenlernen des Betriebs / der Einrichtung
  • Nach einer ersten Führung und Einführung könnten sich Elemente wie Ralley, Quiz und Interview anbieten, um die Beschäftigten, Auszubildenden /Studenten, Ausbilder, Meister etc. kennen zu lernen. Dabei könnten die Jugendlichen zu folgenden Punkten Informationen erfragen:
  • Ausbildungs- und Studienberufe
  • Karriere- und Verdienstmöglichkeiten
  • Praktika
  • Bewerbungs- und Auswahlverfahren

Versuchen Sie die Jugendlichen in Ihren Alltag einzubinden

  • Nehmen Sie die Jugendlichen mit zu Kundengesprächen oder auf die Baustelle
  • Lassen Sie die Jugendlichen einen Tag als Begleitung eines Azubis/Studenten mitgehen (wobei die Jugendlichen die Chance haben sollten, selbst aktiv werden zu können)

Jugendliche selber machen lassen

  • kleines Produkt herstellen wie zum Beispiel Schlüsselanhänger, Würfel, Schild mit Paintbrush.
  • handwerkliche Tätigkeiten ausüben wie mauern, fließen, sägen, malen, frisieren, färben, nähen,…

Branchenabhängige Praxisbeispiele

Handwerk

  • Reifenwechsel in der KFZ-Werkstatt
  • Schaltplan lesen - Elektronikteile zusammenbauen

Dienstleistungsbereich

  • Tisch eindecken im Restaurant
  • Kleine Speisen in der Küche herstellen
  • Servierkunst, Room-Service, Kundenbetreuung
  • kleiner Kurs zum richtigen Telefonieren
  • Sortieren, Einräumen, Zuordnen ... im Büro
  • Verkaufsgespräche simulieren
  • Geschäftsbriefe schreiben

Arbeiten mit PC und Internet

  • branchenübliche Vorgänge erklären und ausprobieren lassen (Materialbestellung, Logistik...)
  • Auftragserfassung
  • Foto- und Bildbearbeitung mit klarem Arbeitsauftrag, der für Anfänger machbar ist (zum Beispiel Erstellen einer eigenen Visitenkarte)

Forschung und Experiment – Mint-Fächer

  • Schadstoffanalysen durchführen lassen
  • einfache Experimente anleiten

Themen zu Ökonomie, Politik und Geschichte

Organisation in einem Großbetrieb
Internationale Handelsbeziehungen
Just-in-time-Produktion
Fließbandarbeit
Aufgabenbereiche eines Handwerkbetriebs (Einkauf, Personal, Dienstleistung, Finanzierung ...)

Die Praxisbeispiele stammen u. a. von der Seite: berufsorientierungstage.de.

Wie kann ich mich als Betrieb anmelden?

Wenn Sie sich dazu entscheiden, Berufsfelderkundungen anzubieten können Sie Ihren Betrieb mithilfe eines Benutzerkontos (siehe unten) registrieren. Im Anschluss haben Sie die Möglichkeit, eigene Angebote zur Berufsfelderkundung online zu stellen: zur Eingabemaske.