Ein Abschnitt des Radschnellweg Ruhr RS1

Radweg Rheinische Bahn

Aus der ehemaligen Trasse der Rheinischen Bahn soll ein 21 Kilometer langer regionaler Rad- und Fußweg zwischen den Städten Essen, Mülheim an der Ruhr und Duisburg werden. Als überregionaler Radwanderweg wird er ein wichtiger Bestandteil des Rad­wander­wegnetzes des gesamten Ruhrgebiets und des Emscher-Landschaftsparks und ist zugleich Teil des Radschnellwegs 1. Auf lokaler Ebene soll der Rad- und Fußweg die Hochschule Ruhr-West mit der Mülheimer Innenstadt verbinden. Damit spielt er eine zentrale Rolle im innerstädtischen Wege­konzept, denn er schafft eine weitere Vernetzung der Uferseiten des Ruhrraums. Der im Herbst 2017 eröffnete innerstädtische Abschnitt wird ab dem Hauptbahnhof in Richtung Ruhr zunächst über einen stark begrünten Bahndamm geführt, bevor er auf den denkmalgeschützten Bahnbögen bis zur Ruhr gelangt. Von den Bahnbögen aus bietet sich ein guter Blick in die Innenstadt und auf den neu gestalteten Rathausmarkt. Zudem soll der Rad- und Fußweg mehr als ein bloßer Durchgangsraum sein, weshalb er als Hochpromenade mit Aufenthalts- und Sitzmöglichkeiten und einem Stadtbalkon gestaltet wurde. Der Stadtbalkon und eine Überdachung sollen am Rathausmarkt zum Verweilen einladen und Radtouristen auf einen Besuch der Innenstadt neugierig machen. Aufenthaltsbereiche erwarten die Besuchenden außerdem an der Auerstraße und auf dem begrünten Bahndamm, wo man sich auch im Schatten ausruhen kann. Im Bereich der Ruhrpromenade wurde zur Verbindung mit dem Rad- und Fußweg ein Aufzug zwischen den beiden Ebenen errichtet. Diese Möglichkeit soll bequem und barrierefrei auf einen Abstecher in die Innenstadt und zur Nutzung des Radwegs einladen.

Die ehemalige Bahntrasse mit ihrer Gleisanlage und Schotterflächen erfüllte in der Vergangenheit neben dem Zugverkehr noch eine weitere wichtige Funktion, die auch im Rahmen der neuen Nutzung als Rad- und Fußweg berücksichtigt werden muss: Als Biotopverbund verband die Rheinischen Bahn geschützte Freiräume. Deshalb muss die Verknüpfung auch zukünftig in Form von Biotoptrittsteinen gewährleistet und mit dem Rad- und Fußweg vereinbart werden. Sie dienen gleichzeitig als Gestaltungs- und als Begrünungselemente und wurden im Bereich der Bahnbögen in Ergänzung zur Mischverkehrsfläche und den Aufenthaltsbereichen angelegt. Die Umsetzung des Abschnitts 3a erfolgte mit Städtebaufördermitteln von Bund und Land und mit Mitteln des Regionalverbands Ruhr (RVR).

Wie geht es weiter?

Die Fertigstellung des im Bau befindlichen, nächsten Abschnitts über die Ruhr, nach Broich bis zur Hochschule Ruhr West, wird Anfang 2019 erwartet. Schon jetzt werden alle Radfahrenden im Bereich der Löhstraße gezählt und die aktuellen Tages- und Jahreswerte auf einem Display angezeigt. Bei Fertigstellung des gesamten RS1 ist hier ein tägliches Radverkehrsaufkommen von 2.000 bis 3.000 prognostiziert.


Kontakt

Sabine Noack
Telefon:
(0208) 455-6116
E-Mail:
Sabine.Noack@muelheim-ruhr.de
Bildnachweis Seitenkopf:
P3 Agentur / Total Real / wbp Landschaftsarchitekten GmbH / Stadt Mülheim an der Ruhr / Peter Obenaus

Veranstaltungen

24. Oktober 2017, 14:00
Treffpunkt am Hauptbahnhof
14. Mai 2017, 13:00
Wertstadt