Wir Nietzsche (UA) am 27.02.2026

27. Februar 2026
19:00
Theater
findet statt
Wir Nietzsche (UA)


Friedrich Nietzsches (1844–1900) Werk wurde von seiner zwei Jahre jüngeren Schwester Elisabeth Förster Nietzsche verfälscht, das posthum erschienene Buch Der Wille zur Macht hatte er nie geschrieben. Aber nicht zuletzt trieb dieser Text sein gesamtes Schaffen in die Hände der Nationalsozialisten, die sich aus ihm wie aus einem Baukastensystem bedienten.

Ihm hingegen ging es um etwas anderes, nämlich das bis zu seiner Zeit tradierte Gebäude der Philosophie umzustoßen und ein neues Konzept an dessen Stelle zu setzen. „Ich bin ein Jünger des Philosophen Dionysos, ich zöge es vor, eher ein Satyr zu sein als ein Heiliger.“ Der Gott des Rausches ist der eigentliche Philosoph, dass das Leben lebt, ist ihm wesentlich. Die Geschichte der Zivilisation stellt für Nietzsche eine gewaltige Fehlentwicklung dar, die dionysische Vorstellungswelt hingegen ist eine Normen auflösende Kraft, die uns von der christlichen „Sklavenmoral“ befreit. So kann als ferne Utopie der „Übermensch“ gedacht werden: ein über sich selbst hinausweisender Mensch, seiner höheren Vernunft, aber auch seiner eigenen Grausamkeiten bewusstes Wesen, das darum einen wirklichen Zustand der Humanität erreichen kann.

Die Inszenierung thematisiert den Fall Nietzsche und den Entwurf seines Denkens als hellsichtigen Rausch, der auch heute noch in die Zukunft weist: „Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.“

Am 20.02. findet im Anschluss an das Theaterstück die Premierenparty statt. Am 21.03., 22.03. und 24.03. laden wir Sie nach der Vorstellung herzlich zu einem Nachgespräch ein.


Veranstaltungsort
Akazienallee 61
45478
Mülheim an der Ruhr
Veranstaltung: 
Datum und Zeit: 
Freitag, 27. Februar 2026 - 19:00
Friedrich Nietzsches (1844–1900) Werk wurde von seiner zwei Jahre jüngeren Schwester Elisabeth Förster Nietzsche verfälscht, das posthum erschienene Buch Der Wille zur Macht hatte er nie geschrieben. Aber nicht zuletzt trieb dieser Text sein gesamtes Schaffen in die Hände der Nationalsozialisten, die sich aus ihm wie aus einem Baukastensystem bedienten. Ihm hingegen ging es um etwas anderes, nämlich das bis zu seiner Zeit tradierte Gebäude der Philosophie umzustoßen und ein neues Konzept an dessen Stelle zu setzen. „Ich bin ein Jünger des Philosophen Dionysos, ich zöge es vor, eher ein Satyr zu sein als ein Heiliger.“ Der Gott des Rausches ist der eigentliche Philosoph, dass das Leben lebt, ist ihm wesentlich. Die Geschichte der Zivilisation stellt für Nietzsche eine gewaltige Fehlentwicklung dar, die dionysische Vorstellungswelt hingegen ist eine Normen auflösende Kraft, die uns von der christlichen „Sklavenmoral“ befreit. So kann als ferne Utopie der „Übermensch“ gedacht werden: ein über sich selbst hinausweisender Mensch, seiner höheren Vernunft, aber auch seiner eigenen Grausamkeiten bewusstes Wesen, das darum einen wirklichen Zustand der Humanität erreichen kann. Die Inszenierung thematisiert den Fall Nietzsche und den Entwurf seines Denkens als hellsichtigen Rausch, der auch heute noch in die Zukunft weist: „Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.“ Am 20.02. findet im Anschluss an das Theaterstück die Premierenparty statt. Am 21.03., 22.03. und 24.03. laden wir Sie nach der Vorstellung herzlich zu einem Nachgespräch ein.
Kategorie: 
Theater