DER ANDERE BLICK – Spurensuche im Ruhrgebiet
Mülheimer Ruhr Gallery (Villa Artis)**
Nach Abschluss des Projektes "Der andere Blick" präsentiert die Mülheimer Ruhr Gallery (Villa Artis) eine Ausstellung, die die Ergebnisse dieser außergewöhnlichen künstlerisch-literarischen Recherche erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorstellt.
Ein kubanischer Germanist und ein bildender Künstler begeben sich darin auf eine faszinierende Spurensuche durchs Ruhrgebiet – eine Region, die sich seit Jahrzehnten im Wandel befindet und deren Identität weit über das Klischee von Kohle, Stahl und Schornsteinen hinausreicht.
Ein Projekt zwischen Literatur, Fotografie und Feldforschung
Das Ruhrgebiet erscheint in diesem Projekt als vielschichtiger Raum voller Kontraste, Erinnerungen und neuer Perspektiven. Der andere Blick widmet sich jenen verborgenen, übersehenen und oft missverstandenen Facetten der Region:
den grünen Gärten der Vororte,
der symbolreichen Welt der Schützenvereine,
der stillen Ästhetik der Abfallwirtschaft,
der tief verankerten Fußballleidenschaft,
und der materiellen Geschichte der Industrie, eingefangen in Makro- und Mikrofotografien.
Diese fotografischen Miniaturen werden ergänzt durch Beobachtungen, Gespräche und literarische Fragmente. So entsteht ein vielschichtiges Porträt einer Region, die mehr ist als ihr industrielles Erbe – ein Versuch, das Unsichtbare sichtbar zu machen, das Banale zu poetisieren und das Alltägliche in seiner Tiefe zu begreifen.
Arbeitsweise und Recherchewege
Im Rahmen des Projekts entstand ein Arbeitsplan, der drei zentrale Schwerpunkte umfasst:
Erkundungen bedeutender Orte sowie Besuche in Museen, die das kulturelle Erbe des Ruhrgebiets widerspiegeln.
Gespräche und Interviews mit Menschen, die in der Region verwurzelt sind oder deren Lebensgeschichten sie weiterhin mit ihr verbinden.
Fotografische Streifzüge durch ausgewählte Städte und Orte – Momentaufnahmen, die Kontraste, Sammlungen und verborgene Perspektiven einfangen.
Ausstellung und Begleitprogramm
Die Ruhr Gallery (Villa Artis) wird die Ergebnisse dieses mehrmonatigen Projekts in einer vielgestaltigen Präsentation zeigen: Fotografien, Textfragmente, Notizen, Interviews und visuelle Miniaturen treten in einen Dialog und eröffnen neue Sichtachsen auf das Ruhrgebiet. Ergänzt wird die Ausstellung durch Lesungen, Künstlergespräche und thematische Rundgänge.
Die Künstler werden im Rahmen der Ausstellung in Mülheim an der Ruhr gefördert von der BROST-Stiftung und dem Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr - KKRR