Die Buchautorin Regina Konstantinidis liest aus ihrem autobiografischen Werk „Verschickt – Verdrängt – Vergessen“, das sich mit einem lange tabuisierten Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte auseinandersetzt: den sogenannten Kinderverschickungen.
Zwischen 1950 und 1990 wurden Kinder millionenfach in sogenannte Kinderkurheime zur Erholung verschickt. Allein 1,8 Millionen aus und nach Nordrhein-Westfalen. Statt gesund, kamen viele Verschickungskinder traumatisiert zurück.
Moderiert wird die Veranstaltung von Bastian Tebarth, Leiter des vom Land NRW finanzierten Citizen-Science-Projekts „Kinderverschickungen NRW“. Gemeinsam werfen sie einen tiefgründigen Blick auf die systematische Gewalt, die viele Kinder in den Kurheimen der 1950er bis 1980er Jahre erleiden mussten – auch und gerade Kinder aus dem Ruhrgebiet. Die Veranstaltung bietet Raum für Austausch und Aufklärung – und lädt alle ein, die sich mit den Spuren der Vergangenheit auseinandersetzen wollen.
Anmeldung unter projekt@akv-nrw.de
Eintritt frei