
Zwischen Märchen, Pariser Salons und schimmernden Klangfarben – das Duo Berger &
Umland lädt zu einer musikalischen Reise durch Frankreich
Manchmal genügt ein einziges Instrument, um eine ganze Welt entstehen zu lassen –
vorausgesetzt, vier Hände teilen sich dieselbe Klaviatur. Was wie ein selbstverständliches,
harmonisches Miteinander erscheint, ist in Wahrheit ein herausforderndes musikalisches
Zusammenspiel aus Präzision, Vertrauen und gemeinsamer Klangvorstellung.
Die beiden Pianisten Jonas Berger und Marten Umland, beide Anfang zwanzig und Studierende
an der Folkwang Universität der Künste in Essen, widmen sich einem der farbenreichsten Kapitel
der Klavierliteratur: der französischen Musik für Klavier zu vier Händen.
Das etwa einstündige Programm führt durch nahezu ein halbes Jahrhundert französischer
Musikgeschichte und zeigt die Vielfalt dieser Besetzung. Zu hören sind Claude Debussys selten
aufgeführte Sinfonie in h-Moll für Klavier zu vier Händen, ein jugendliches Frühwerk voller
romantischer Leidenschaft und bereits unverkennbarer Klangfantasie. Mit Maurice Ravels
weltberühmter Suite Ma Mère l’Oye entfaltet sich eine poetische Märchenwelt von
schwebender Schönheit und feinsten Klangfarben.
Einen besonderen Platz nimmt die Suite burlesque von Germaine Tailleferre ein. Die einzige
Frau der berühmten Künstlergruppe Les Six gehört bis heute zu den zu Unrecht selten gespielten
Komponistinnen des 20. Jahrhunderts. Ihre Musik verbindet französische Eleganz mit Witz,
Charme und tänzerischer Leichtigkeit.
Ergänzt wird das Programm durch Gabriel Faurés beliebte Dolly-Suite, deren lyrische Melodien
seit Generationen zu den schönsten Werken der vierhändigen Klavierliteratur zählen, sowie
Francis Poulencs temperamentvolle Sonate für Klavier vierhändig, die mit Esprit, rhythmischer
Raffinesse und augenzwinkernder Virtuosität den Bogen zur musikalischen Moderne schlägt.
Zwischen den Werken geben Jonas Berger und Marten Umland in persönlichen und liebevoll
gestalteten Moderationen Einblicke in die Entstehungsgeschichte, Besonderheiten und
Hintergründe der Kompositionen. So entsteht ein Konzert, das gleichermaßen unterhaltsam wie
informativ ist – zugänglich für neugierige Musikentdecker ebenso wie für erfahrene
Klassikliebhaber.
Das Programm ist weit mehr als eine Sammlung reizvoller Einzelwerke. Es zeichnet ein
facettenreiches Panorama der französischen vierhändigen Klaviermusik und macht hörbar, wie
unterschiedlich Komponistinnen und Komponisten diese Besetzung genutzt
haben: von romantischer Klangfülle über impressionistische Farben bis hin zu spielerischer
Modernität. Ein Konzert – beschwingt, kurzweilig und wie geschaffen für einen
Spätsommerabend.
Der Eintritt ist kostenlos!
18.09.26: 17:30 Uhr, Erlöserkirche, Sunderplatz 4, 45472 Mülheim
20.09.26: 17:30 Uhr Chorforum, Fischerstraße 2-4, 45128 Essen
26.09.2026: 12 Uhr Gnadenkirche, Hingbergstraße 327, 45472 Mülheim
Kategorie:
Musik
Ort:
Erlöserkirche
Sunderplatz 4
45472
Mülheim an der Ruhr
Veranstalter:
Erstellt von:
jonas.berger471@gmail.com
Letzte Aktualisierung:
Montag, 3. August 2026 - 18:59
