Work Body | Michael Turinsky

13. Juni 2026 bis 14. Juni 2026
Tanz
Work Body | Michael Turinsky
Körper, Arbeit, Kapital – wer und was wird geopfert, wenn Verwertbarkeit unseren Wert bestimmt? Eine vielschichtige, zarte, laute Antwort und Aufforderung zum durchkreuzen kapitalistischer Logik.

Work Body zeigt einen arbeitenden Körper – bauend, singend, sprechend und tanzend durchbricht der preisgekrönte Wiener Choreograf und Theoretiker Michael Turinsky die Logik kapitalistischer Produktion: Für einen Moment wird die Trennung körperlicher und mentaler Arbeit aufgehoben, normativer Leistungsdruck durch den Rhythmus des eigenen behinderten Körpers ersetzt, unsichtbare Arbeit auf der Bühne sichtbar gemacht. Das Stück ist inspiriert von Pier Paolo Pasolinis 1954 verfasstem Gedicht „Le ceneri di Gramsci“ (Gramscis Asche). Darin richtete Pasolini sich an die sterblichen Überreste des ebenfalls behinderten kommunistischen Denkers Antonio Gramsci – eine sinnliche und intellektuelle Hommage. Turinsky lässt Resonanzen zwischen dem behinderten und dem arbeitenden Körper erklingen und rückt an den Rand gedrängte Körperlichkeiten so in den Mittelpunkt. In Auseinandersetzung mit Pasolinis Text entsteht ein Werk, das die Grenzen zwischen choreografischer Intervention, Konzert und politischer Agitation sprengt, und dringende Fragen zum eigenen arbeitenden Körper und der uns gegebenen Lebenszeit stellt. Gleichzeitig reagiert Turinsky auf den zunehmenden Erfolg rechter Politik in Arbeiter*innen-Milieus und darunterliegende Fantasien von Männlichkeit. Ein vielschichtiger und einprägsamer Performanceabend und wichtiger Beitrag zur aktuellen gesellschaftlichen Debatte um Zeit und Arbeit im Kapitalismus.

Dauer: 85 Minuten

Sprache: Englisch, mit deutschen und englischen Übertiteln

Idee, Choreografie, Text, Performance: Michael Turinsky
Musik, Lyrics, Performance: Tian Rotteveel
Bühne & Kostüm: Jenny Schleif
Lichtdesign: Max Rux
Dramaturgische Beratung: Chris Standfest
Künstlerische Kollaboration: Liv Schellander
Produktion: Anna Gräsel

Eine Produktion von Michael Turinsky und dem Verein für philosophische Praxis in Koproduktion mit Tanzquartier Wien und Theater RAMPE (Stuttgart). Unterstützt von der Kulturabteilung der Stadt Wien und dem Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (Österreich).
Veranstaltungsort
Am Schloß Broich 38
45479
Mülheim an der Ruhr
Turinsky | Work Body
Körper, Arbeit, Kapital – wer und was wird geopfert, wenn Verwertbarkeit unseren Wert bestimmt? Eine vielschichtige, zarte, laute Antwort und Aufforderung zum durchkreuzen kapitalistischer Logik. Work Body zeigt einen arbeitenden Körper – bauend, singend, sprechend und tanzend durchbricht der preisgekrönte Wiener Choreograf und Theoretiker Michael Turinsky die Logik kapitalistischer Produktion: Für einen Moment wird die Trennung körperlicher und mentaler Arbeit aufgehoben, normativer Leistungsdruck durch den Rhythmus des eigenen behinderten Körpers ersetzt, unsichtbare Arbeit auf der Bühne sichtbar gemacht. Das Stück ist inspiriert von Pier Paolo Pasolinis 1954 verfasstem Gedicht „Le ceneri di Gramsci“ (Gramscis Asche). Darin richtete Pasolini sich an die sterblichen Überreste des ebenfalls behinderten kommunistischen Denkers Antonio Gramsci – eine sinnliche und intellektuelle Hommage. Turinsky lässt Resonanzen zwischen dem behinderten und dem arbeitenden Körper erklingen und rückt an den Rand gedrängte Körperlichkeiten so in den Mittelpunkt. In Auseinandersetzung mit Pasolinis Text entsteht ein Werk, das die Grenzen zwischen choreografischer Intervention, Konzert und politischer Agitation sprengt, und dringende Fragen zum eigenen arbeitenden Körper und der uns gegebenen Lebenszeit stellt. Gleichzeitig reagiert Turinsky auf den zunehmenden Erfolg rechter Politik in Arbeiter*innen-Milieus und darunterliegende Fantasien von Männlichkeit. Ein vielschichtiger und einprägsamer Performanceabend und wichtiger Beitrag zur aktuellen gesellschaftlichen Debatte um Zeit und Arbeit im Kapitalismus. Dauer: 85 Minuten Sprache: Englisch, mit deutschen und englischen Übertiteln Idee, Choreografie, Text, Performance: Michael Turinsky Musik, Lyrics, Performance: Tian Rotteveel Bühne & Kostüm: Jenny Schleif Lichtdesign: Max Rux Dramaturgische Beratung: Chris Standfest Künstlerische Kollaboration: Liv Schellander Produktion: Anna Gräsel Eine Produktion von Michael Turinsky und dem Verein für philosophische Praxis in Koproduktion mit Tanzquartier Wien und Theater RAMPE (Stuttgart). Unterstützt von der Kulturabteilung der Stadt Wien und dem Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (Österreich).
Kategorie: 
Tanz
Ort: 
Ringlokschuppen Ruhr
Am Schloß Broich 38
45479
Mülheim an der Ruhr
Veranstalter: 
Impulse Festival für Performance, Theater & Tanz
Erstellt von: 
presse@ringlokschuppen.de
Letzte Aktualisierung: 
Dienstag, 28. April 2026 - 17:09

Termine