Am Bahnhof Broich 19, Wohnhaus mit Einfriedung
Das 1894 im Auftrag des Bauherrn Mathias Rohland errichtete zweigeschossige Wohnhaus aus massivem Ziegelmauerwerk mit gelbgebrannter Klinkerverkleidung, zeittypischem Werksteindekor und Mansarddach befindet sich in städtebaulich exponierter Lage im Mülheimer Stadtteil Broich. Das äußere Erscheinungsbild vermittelt einen anschaulichen Eindruck des repräsentativen Anspruchs des Bauherrn und historistischer Architektur- und Formensprache im ausgehenden 19. Jahrhundert. Auch dokumentiert das Gebäude über seine zeittypische architektonische Gestaltung in Verbindung mit den umliegenden Gebäuden derselben Zeitstellung die von der Eisenbahn (dem Wohnhaus gegenüber befand sich das Empfangsgebäude des Bahnhofs Broich) maßgeblich beeinflusste stadtbaugeschichtliche Entwicklung Broichs im ausgehenden 19. Jahrhundert. Ergänzt wird die historische Bedeutung um die insbesondere im Erdgeschoss erhaltene, qualitätvolle Ausstattung aus der Bauzeit, die einen anschaulichen Eindruck der ästhetischen Vorstellungen und der Wohn- und Lebensverhältnisse des gehobenen Bürgertums im Deutschen Kaiserreich vermittelt.