Der ukrainische Regisseur Sergei Loznitsa inszeniert das bürokratische System des Stalinimus als ein von Verdächtigungen und unterschwelliger Bedrohung durchzogenes klaustrophobisches Labyrinth.
Über „Zwei Staatsanwälte“
„Ein Meisterwerk“ rbb Kultur
Die Briefe der Häftlinge, die den stalinistischen Säuberungen der 1930er-Jahre zum Opfer gefallen sind, werden routinemäßig verbrannt, um die Verurteilten von der Außenwelt zu isolieren. Als den jungen Staatsanwalt Alexander Kornjew dennoch der Brief eines inhaftieren Amtskollegen erreicht, vermutet dieser eine Verschwörung und begibt sich auf den gefährlichen Weg der Aufklärung. Basierend auf dem Roman des kürzlich auch in Deutschland wiederentdeckten Schriftstellers Georgi Demidow tritt hier ein von Innen ausgehöhlter Machtapparat zutage, in dem die Geheimdienste regieren. Der ukrainische Regisseur Sergei Loznitsa inszeniert das bürokratische System des Stalinimus als ein von Verdächtigungen und unterschwelliger Bedrohung durchzogenes klaustrophobisches Labyrinth.
Quelle: Filmfest Hamburg