Nach dem Goldenen-Bären-Gewinner „Körper und Seele“ (2017) präsentiert die ungarische Regisseurin Ildikó Enyedi mit "Silent Friend" ein poetisches, sensibles Werk, in dem die Beziehung zwischen Pflanzen und Menschen zum Sinnbild für die universelle Sehnsucht nach Verbundenheit wird.
Internationale Filmfestspiele Venedig 2025 – Beste Nachwuchs-Schauspielerin (Marcello Mastroianni Award): Luna Wedler
Über „Silent Friend“
„Fast zu schön, um wahr zu sein.“ FAZ
„Eine so intelligente wie poetische Verschränkung verschiedener Zeitebenen und Schicksale.“ Die Welt
„Umwerfend und außergewöhnlich.“ Der Spiegel
„Ein Film von monumentaler Dimension, der sich trotzdem leicht und selbstverständlich anfühlt. Ein Meisterwerk, das wie kaum ein anderer Film in letzter Zeit zum Kern des Menschseins vordringt.“ Filmstarts.de
Als 2020 die Corona-Pandemie ausbricht, sitzt ein asiatischer Neurowissenschaftler auf dem Campus der Uni Marburg fest, nur mit dem grummeligen Hausmeister als Gesellschaft. In der Isolation beginnt er, inspiriert von einem alten Gingkobaum im botanischen Garten, sich der Wahrnehmung und Kommunikation von Pflanzen zuzuwenden. Seine Geschichte wird verquickt mit zwei früheren Schicksalen, deren Zeuge der prächtige Baum wurde. Anfang des 20. Jahrhunderts hat eine junge Botanikstudentin mit patriarchalen Vorurteilen zu kämpfen und entdeckt die Fotografie für sich. Und in den frühen 1970ern lernt ein Student eine Kommilitonin kennen, die sich für die gerade aufkommende Erforschung der Kommunikation der Pflanzen begeistert, und beginnt nicht nur eine Beziehung mit ihr, sondern wendet sich auch der Geranie zu, an der sie forscht. Der mit 35mm-, 16mm-Material sowie digital gedrehte Film verschränkt diese Zeitebenen zu einem zarten Hohelied auf die Fähigkeit, die Grenzen der eigenen Wahrnehmung zu erkennen und neugierig nach einer Erweiterung dieses Horizonts zu streben. Dabei glänzt er mit seiner durchdachten Bildsprache ebenso wie mit einem feinen Sinn für Humor.
Quelle: Filmdienst